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Erg.-Bd. (1884)
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Lac. Milch kranker Kühe.

das Thier noch wohl erhalten aussieht und nur hin und wieder hustet, ist dieMilch sicher nicht schädlich für den, der sie geniesst. Das Krankheitsgift gehtdann in die Milch über, wenn die Krankheit die Organe ergriffen hat, welchedem Milchsecretionsorganen nahe liegen, damit communiciren, oder wenn dieKrankheit selbst auf die Milchdrüsen übergegangen ist. Dieser Zustand verräthsich durch das eigenthümliche struppige Aussehen des Felles. Die Flächen derinneren Organe sind mit Hirsekorn grossen, nicht immer gleichfarbigen Wärzchenund Knötchen bedeckt und von denselben mehr oder weniger durchsetzt unddurchwuchert.

Die Milch perlsüchtiger Kühe in dem Stadium, wo sie das Krankheitsgifteinschliesst, ist äusserst wenig von der Milch gesunder Kühe verschieden undnur der, welcher viel mit Milchuntersuchungen beschäftigt war, wird eine solchegiftige Milch erkennen. Wenn von den folgenden Beschaffenheiten der Milcheine oder die andere zur Beobachtung gelangt, so ist die Milch verdächtig. D ie

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Fig. 82. Bilck enthaltend Eiter (e) undSchleim {3). 200 fache Vergr.

Fig. 83. Milch mit Blutkörperchen (&)/ Fettkorperchen. 500 fache Vergr.

Milch kranker so wie hochgradig perlsüchtiger Kühe nimmt beim mehrstündige"Stehen eine gewisse Zähigkeit an, welche man beim Giessen aus einem in u aandere Gefäss wahrnimmt, oder die Milch hat einen eigenthümlichen faden «Bchmack, oder sie zeigt zwischen 2 Objectgläsern bei 200250facher Vergrö -serung betrachtet ein von kleinen Wolken durchzogenes Bild, oder sie ist reichean Protevnstoffen und ärmer an Fett als die Milch gesunder Kühe; es ist deFettgehalt kaum !/ 3 so gross als der Proteingehalt und der Proteingehalt ver-hält s : ch zum Milchzuckergehalt wie 2 oder 3:1.

Enthält die Milch Schleim- und Eitorkörperchen, so ist sie auch als eigiftiges Nahrungsmittel anzusehen. .

Da es nun schwer hält, die Milch perlsüchtiger Kühe zu erkennen, undd;is Perlsuchtgift durch Kochung vernichtet wird, so sollte man es als eine Not -wendigkeit hinstellen, die Kuhmilch nur im gekochten Zustande z^geniessen, besonders den kleinen Kindern die Kuhmilch nur abgekocht zreichen. ,

Die Scrophelkrankheit mag meist ihre Ursache im Genuss der Milch P« 1