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Erg.-Bd. (1884)
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Lac. Milchsorten. Lactoprote'ine.

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Milclisorten. Marktiniich verschiedener Art. Man unterscheidet e : nereine Kuhmilch (Fettmilch). In Stelle derselben wird häutig eine halb-abgerahmte Milch d. h. ein Gemisch von abgerahmter Abend- und nicht ab-gerahmter Morgenmilch auf den Markt gebracht. Dieser Modus hat bisher keineBeanstandung gefunden. Das spec. Gew. einer solchen Milch ist 1,0321,034und der Fettgehalt geht nicht über 3 Proc. hinaus.

Abgerahmte Milch, Magermilch. Diese hat ein spec. Gew : cht von1,0351,039 je nach dem Maasse der Abrahmung, und e'.nen Buttergehalt von1)30,5 Proc.

Centrifugen-Milch, Centrifugen-Magermilch, mittelst der Cen-Wfuge entrahmte Milch. Spec. Gew. 1,038-1,039, Fettgehalt 0,6 0,4 Proc.

Milchrahm, Sahne enthält durchschnittlich 20 Proc. Fett. Der mittelstDe Laval's Separators gesammelte Kuhmilchrahm enthält 27 28 Proc. Fett.Der Centrifugenrahm kann selbst 35 Proc. Fett enthalten.

Der Rahm der Kuhmilch enthält in Proc. 5070 Wasser, 37 Proteine,1040 Fettsubstanz, 23 Milchzucker, 0,51,0 Salze. Gewöhnlich beträgtd er Fettgehalt circa 30 Proc.

Die zur Darstellung von Rahm eingeführten Centrifugen construirte zuerstLeiip eldt> Durch Centrifuge wird die Kuhmilch in circa 20 Proc. Rahm oderFett milch und 80 Proc. Magermilch geschieden. Fleischmann fand dieseRichtbeile zusammengesetzt:

Wasser

Casei'n

Albumin Fett

Milchzucker

Salze

Milch Proc. 87,69

2,73

0,68 3,64

4,69

0,71

Fettmilch 29,55

1,17

0,25 67,63

2,25

0,12

Magermilch 90,73

2,88

0,49 0,46

5,34

0,72.

Das spec. Gewicht der Magermilch ist 1,037 1,039, der Fettgehalt gebtber 0,6 Proc. nicht hinaus.

LilctoproteTiic. Das Ca sein der Milch der verschiedenen Säuger ist in seinere'ementaren Zusammensetzung sich gleich. Der Schwefelgehalt beträgt fast 1,, l0 N ist also geringer als im Eieralbumin. Lab und Säuren bringen es zumgerinnen. Molkenprote'in (Kirchner) oder Milcbpepton (IIammersten)bleibt in Lösung nach der Fällung des Caseins und Albumins durch Weingeist1111(1 ist durch Gerbsäure fällbar. Albuminose (BOUCHABDAT, Quevenne)^'erLactoprotein (Millon, Commaille) soll theils pr&formirt in der Milch ver-beten sein, theils bei der Abscheidung des Caseins und Albumins durch Lab°"er Säure entstehen und in den Molken verbleiben. Es wird durch Mercuri-j lltra t, Gerbsäure, Weingeist gefällt. Mit Albumin, Ziger, wird die Substanzgenannt, welche nach der Fällung des Caseins durch Lab oder Säuren in denolken gelöst bleibt, aber weder die Eigenschafton des Caseins noch die desAlbumins besitzt. Durch Kochung kann es nur dann abgeschieden werden, wenne Lösung mit einer Säure versetzt ist. Auch dieser Körper soll aus dem durchfb oder Säuren behandelten Cascin entstehen. Albumin, Hoppe-Seii.ee's, ist?"» dem Serumalbumin des Blutes ähnlicher Körper und soll in der Milch nurTw ehr Ringer Menge vertreten sein. Wie es scheint sind alle diese ProteineAbkö mm ii n g e des Caseins, stoben mit einander in directem Zusammenhange undWden Modifikationen des Lactoproteins, des Stickstoffkörpers der Milch. DurchJ °«i in weingeistiger Lösung werden die Proteine, welche durch Gerbsaure, Mer-C1 »'mitrat, Weingeist gefällt werden, abgeschieden und in der vom Niederschlagegesonderten, dann eingedampften Flüssigkeit findet sich bei der Kuhmilch 0,65u > 8 Proc. vom Gewicht der Milch Jod-Albuminoid, welches durch Mercuri-chlorid gefällt wird, aber nicht durch die anderen Proteinreagentien. Es ist jeden-