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Erg.-Bd. (1884)
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617
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Kalium jodatum.

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von 2,5 g getrocknetem Kaliumjodid in 25 CC. destill. Wasser mit einer frischbereiteten Lösung von 5,0 g krystall. Kupfersulfat und 8,0 g kryst. Ferrosulfatw 50 CC. Wasser versetzt, eine Stunde an einem kalten Orte stehen lässt, fil-tert, das gefällte Cuprojodid (Cu 2 J) mit kaltem Wasser auswäscht, das Filtratmit Salpetersäure stark sauer macht, mit Silbernitrat ausfällt und heftig umschüt-telt. Einerseits trocknet man das Cuprojodid im Wasserbade völlig aus und wägtes. Sein Gewicht muss mindestens 2,2 g (genau genommen 2,3 g) betragen, und«as Kaliumjodid kann als rein angesehen werden. Andererseits lässt man denSilberniederschlag, welcher das Brom und Chlor des unreinen Kaliumjodids ent-halt, absetzen und wäscht ihn (vor Licht geschützt) durch Decanthiren der Flüs-sigkeit und wiederholtes Aufgiessen von Wasser aus. Nun schüttelt man ihnzwei Minuten mit einem Gemisch aus 10 CC. officineller Ammoniumcarbonat-lösung und 6 CC. destill. Wasser bei circa 25° C. und filtrirt. Die ammonia-^alische Lösung hat das Silberchlorid gelöst, das Silberbromid aber ungelöst ge-lassen. Letzteres wird ausgewaschen, getrocknet und gewogen. Sein Gewicht"j't 0,633 multiplicirt ergiebt die Menge des Kaliumbromids in 2,5 g Kaliumio-did. jj er chemische Vorgang der Fällung des Jods als Cuprojodid ergiebt sicha »s dem Schema: 2(CuO,S0 3 )+2(FeO,S0 3 ) + KJ=KO,S0 3 +Fe 2 0 3 ,3S0 3 + Cu2J.

Die Prüfung des Kaliumjodids mittelst Weingeists ist in letzterer Zeit vonf ranzösischen Chemikern als neu empfohlen worden, obgleich sie schon von Hage«,m seinem Commentar zur Ph. Germ. II, S. 251 und auch im Handbuch der ph.1 r axis empfohlen und besprochen ist.

Vortmann's Methode der Erkennung und Bestimmung des Chlors neben«rom und Jod lässt sich sehr wohl anwenden, wenn man z. B. 2 g des Kalium-jodids in 15 CC. verdünnter Essigsäure löst, die Lösung mit 8g Bleihyperoxyd^ersetzt und an einem zugigen Orte kocht, bis Jod und Brom verdampft, die

Bissigkeit also farblos geworden ist und weder nach Jod noch nach Brom riecht.

m Filtrat ist nur das Chlorid vorhanden. Wird statt des Bleihyperoxyds Man-sanliyperoxyd genommen, so wird das Jod verflüchtigt und Bromid und ChloridDe »nden sich im Filtrat.

Ein bleihaltiges Kaliumjodid hat meist eine gelbliche Farbe. Das Bleichlorat

leibt im Ruckstande beim Behandeln mit Weingeist. Dieser Rückstand mitWeni.g Wasser gelöst und mit Kaliumchromat- oder Natriumsulfatlösung versetzt

'eiert eine gelbe oder weisse trübe Mischung.

Anwendung. Beim innerlichen Gebrauch von Kaliumjodid und äusserlichenGebrauch von Calomel, z. B. als Einstreupulver auf die Conjunctiva des Auges,er folgten heftige Entzündungen, in Folge der Bildung von Mercurijodid (Schlaefke).

Die äusserliche Anwendung des Kaliumjodids in Form des Opodeldoks odern gelatinirter weingeistiger Seifenlösung ist von einer Seite vorgeschlagen (Ceke-_°i.i). Hierbei ist es wesentlich, dass das Salz in Lösung verbleibt und nichtm Krystallchen ausscheidet, welche letzteren beim Einreiben die Haut wie scharfer°and ritzen würden. Das Verhältniss von 1:15 20 Weingeist ist daher hierte st zu halten.

Beim innerlichen Gebrauch ist die Anwendung von Chloraten (Kali chloricum)und Ferrosalzen (z. B. Syrupus Ferri jodati, Ferrum lacticum) zu vermeiden,den n es findet eine Jodabscheidung statt, welche Intoxicationen veranlassen kann.

Cooper giebt es bis zu 2,0 dreimal täglich gegen chronische constitutionelleKrankheiten (Syphilis, Rheumatismus etc.) und will nie Intoxicationserscheinungenbeobachtet haben, welche letztere eher den kloinen Gaben folgen sollen. Gabenüber l,o sollte man vermeiden, um so mehr als gerade aus der Anwendungkleiner Gaben immer gute Heilerfolge erlangt wurden. M. Sweeny glaubt durch