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Erg.-Bd. (1884)
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Kalium ferro-cyanatum. Kalium jodatum.

Collodin nannte man ein aus Blutlaugensalz, Salpeter und Sägespänen be-stehendes Schiesspulver.

IL Kalium ferro-cyanatum rubrum wird nach Rud. Boettger leicht hergestellt,wenn man eine stark alkalisch gemachte Kaliumferrocyanidlösung nach Zusatzeiner entsprechenden Menge Bleihyperoxyd einige Zeit im Sieden erhält, filtrirt,das Filtrat abdampft und zur Krystallisation bringt. Durch Umkrystallisiren er-hält man ein reines Ferrisalz (polyt. Notizbl. 1880, Nr. 5).

Kalium jodatum.

Kalium jodatum. Ueber die Darstellung hat sich Schering tief eingehendausgesprochen und giebt er in praktischer Hinsicht derjenigen aus Ferrofei'ri-Jodid mit Kaliumcarbonat den Vorzug. Pharm. Centralh. 1879, S. 88.

Eigenschaften. Kaliumjodid des Handels ist meist schwach alkalisch. Völ-lig neutrales Salz zögert nicht, sehr bald gelb zu werden, welche Veränderungnicht zu verhüten ist. Das durch Erhitzen wieder weiss gemachte Salz ist durchdiese Operation an Kaliumcarbonat etwas reicher geworden. Das Maass des Ge-haltes an Kaliumcarbonat sollte 0,5 Proc. nicht übersteigen. 1 g Kaliumjodid tnusSauf Zusatz von 3 Tropfen Oxalsäurelösung (1:20) saure Reaction annehmen.

Aufbewahrung. Das Gelbwerden des Kaliumjodids ist im Handb. II, S. 29*1richtig aufgefasst. Wie Vidau fand, ist die nächste Veranlassung dazu der Cofl"tact mit atmosphärischer Luft und wird die Ausscheidung von Jod, resp. " ieBildung von dem leicht zersetzlichen Ammoniumjodid an der Oberfläche der K a 'liumjodidkrystalle durch den Einfluss des Sonnen- und Tageslichtes, so wie durcj 1einen Natriumjodidgehalt, welcher letztere selten fehlt, unterstützt. Ein schwa cl1alkalisches Salz wird weniger leicht gelb.

Die Restitution eines gelbgewordenen Salzes geschieht einfach durch Erhitz enauf 100150° C, wodurch das freie Jod verflüchtigt wird. Mit jedem Erhitz pnnimmt die Alkalinität des Salzes zu. Eine geringe alkalische Beschaffenheit de 9Kaliumjodids kann den therapeutischen Werth desselben nicht herabsetzen, ist s0 'gar behufs der' Conservation nothwendig.

Prüfung des Kaliumjodids. Wenn aus practischen Gründen eine Verunreinig 1111 ^mit Kaliumbromid und Kaliumchlorid zugelassen werden muss, eine Verunreinig 1111 "mit Natriumjodid nicht ausgeschlossen werden kann nnd wenn man das höchszulässige Maass der Verunreinigung auf 0,1 Proc. Kaliumbromid, 0,2 Proc. Kah uchlorid und 1,0 Proc. Natriumjodid festsetzt, so ist die im Handb. II, S. 294, v ogeschriebene Menge von 0,53 g Silbernitrat auf 0,5 g ausgetrocknetes Kaliumj ot Kschon mehr als ausreichend, diesen Verhältnissen sich anzuschliessen. Die gen aMenge Silbernitrat für 0,5 trocknen Kaliumjodids mit den angegebenen Meng elder Verunreinigungen wäre 0,52. Jene 0,53 g Silbernitrat erforderten drei B :ll, jdelssorten Kaliumjodid, von welchen eine der SCHEElHö'schen Fabrik entnomn 16war. Diese Menge schliesst sich also der Praxis an. Wenn nun die vom Nie» 61 ^schlage abfiltrirte Flüssigkeit auf Zusatz von Silbernitrat noch einen Niederschlagoder eine sehr starke Trübung ergiebt, so wäre ein solches Kaliumjodid auchbeanstanden. ._

Wenn es auf die quantitative Bestimmung der Bromido und Chloride ^Kaliumjodid ankommt, so ist folgendes im Commentar zur Ph. Germ, erwähnVerfahren ein empfehlenswerthes. Hager sagt 1. c: - a .

Eine andere Verunreinigung oder Verfälschung des Kaliumjodids bildet B-liumbromid. Der Nachweis geschieht in der Weise, dass man die Lösu =>