618
Kalium jodatum.
Verbindung mit Ammoniumcarbonat (3 : 5 Kai. jod.) die Wirkung des Kalium-jodids um Vieles erhöhen zu können.
Subcutan und entoparenchymatisch hat man Kaliumjodid in 20—25-proc. wässriger Lösung bei Periostitis syphilitica, osteocopischen Leiden, über-haupt bei syphilitischen localen Affectionen angewendet. Injectionsdosis: 0,1—0.2—0,3. Zur Injection in hypertrophische Tonsillen wendet Jakubowitz eine2-proc. Lösung an. »
Zu Augenwässern dienen 1 / 2 — 1-proc. Lösungen. Augensalben werden aus0,2—1,0 und 10,0 Fett gemischt. Hier ist aber das Kaliumjodid in seiner gleichenMenge Wasser zu lösen, ehe es mit dem Fette gemischt wird.
Die Secretion des in die Verdauungswege eingeführten Kaliumjodids durchdie Milchdrüsen der Kühe und Ziegen ergab als höchsten Gehalt im Liter Milcheine Jodmenge, welche 0,25 g Kaliumjodid entspricht. Den Kühen wurden täg-lich 10g des Salzes gegeben (Lebreton, Peligot).
Das Kaliumjodid ist unstreitig ein heroisches Mittel, welches in kleinenGaben und durch längeren Gebrauch immer gute Heilerfolge erreichen lässt. I nden Fällen, wo in Folge innerlichen Gebrauches auf der Haut hier und da ich eineAnschwellung und Entzündung einer Hautdrüse einfindet, ist der Gebrauch sofortabzubrechen und 5—10 Tage später wieder zu beginnen. Die Jodwirkung hörtwährend dieser Zeit nicht auf, denn im Harn konnte immer noch 4 — 5 Tagenach dem Gebrauch Jod nachgewiesen werden (Hager). Tagesgaben von 0,5bis 2,0 reichen für gewöhnlich aus (auch halb so grosse Gaben) bei ScrofulosiS;Kropf, Bleichsucht, Gelenkrheumatismus, Phthisis, den Hautleiden. Tagesgabenvon 5,0—10,0 geben die Aerzte bei constitutioneller Syphilis, Blei- und Queck-silber-Vergiftungen, den seeundären und tertiären Formen der Syphilis (mit Exo-stose und Osteocopus). Bei seeundär syphilitischen Anschwellungen und Ulcer a 'tionen pflegt man das Mittel mit Quecksilberpräparaten zu combiniren.
Ungnentnm Kalii jodati. Es ist die Frage aufgeworfen, ob in einer Mischungdieser Salbe mit Jod der Zusatz von Natriumhyposulfit zu machen sei od ernicht. Es gebietet die Ordnung, dass er gemacht wird, denn nach der V° r 'schrift der Ph. Germanica ist Natriumhyposulfit ein integrirender Bestandteilder Salbe.
Krankcnheilcr Salz, künstlich dargestellt. 500 Th. entwässertes Natriumcar-bonat, 250 Th. trocknes Natriumchlorid, 3,0 Kaliumjodid und 0,5 KaliumbromK 1werden zu einem Pulver vermischt. Damit bereitet kommen in den Handel:
Krankenheilcr Quellsalzseife. Ein Stück von circa 100g enthält 3gdes vorstehenden Salzes.
Krankenheiler Quellsalzseife, verstärkte, enthält in 100g circ5 g Krankenheiler Salz.
Krankenheiler Jodsodaseife. Ein Stück (70g) enthält circa 2gKrankenheiler Salz, lg Kaliumjodid und 2g Aetznatron.
Krankenheiler Jodsodaschwefelseife enthält in 70 g gegen 3gKrankenheiler Salz, lg Kaliumjodid, 5g praeeipitirten Schwefel und 3g A etz 'natron.
Kai iura jo'lojodatum, Liquor Kalii jodo-jodati, Jodjodkalium, Kaliumbi.wird (Handb. I, 8. 201) dargestellt durch Auflösen von 2,56g Jod und 4,0gKaliumjodid in soviel destill. Wasser, dass die Lösung 100,0g schwer is-Ist das Jod ein höchst trocknes und reines, so genügen 2,55g. Diese I^un»ist zugleich eine stathmetometrische Flüssigkeit zur Bestimmung des Bittermande -wassers, Kaliumcyanids, der Blausäure. Sie ist eine 2 / 10 - oder eine i/ 5 -Norma-