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Erg.-Bd. (1884)
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Indicum. Injcctiones.

wenigstens scheint das damit verbundene Entstehen einer gummiartigen, grün-lichen Masse darauf hinzudeuten.

Indicum solubile, Indig-Carmin, blauer Cannin wird durch Abstumpfen derSäure in der Schwefelsäure-Lösung durch Kaliumcarbonat dargestellt. Nach V.Joclet wird 1 kg gepulverter Indigo nach und nach in 5 kg einer auf 50 ° C.erwärmten concentrirten (Englischen) Schwefelsäure eingetragen und darin gelöst.Zu dieser Lösung werden nach und nach unter Umrühren 3,3kg kry stall.Natriumcarbonat, gelöst in 30 Lit. Wasser, zugesetzt. Nach einem halbenTage wird die agitirte Mischung durch ein wollenes Colatorium gegossen. Indem letzteren befindet sich der blaue Carmin, welcher mit wenigem kaltem Wasserausgewaschen wird. Er ist in 140150 Th. Wasser löslich. Die Lösung mitStärkemehl vermischt und in Täfelchen geformt, bildet das Waschblau, Neu-blau. Es ist frei von Arsen, wenn eine arsenfreie Schwefelsäure bei der Be-reitung in Anwendung kam.

Zur Erkennung der Färbung des Tuches genügt Betupfen mit conc. Schwe-felsäure, welche von Stickstoffsäuren frei ist. Innerhalb 15 Minuten darf die blaueFarbe nicht verändert sein. Da nun aber das Wollenzeug zuerst mit Campeehe-holz vor- und mit Indigo-Azulin nachgefärbt ebenso dauerhaft blau gefärbt wirdwie mit Indigo, diese Färbung also nicht als eine geringere zu veranschlagenwäre, so kann man die nach dem Betupfen mit Schwefelsäure nach 10 Minutenin Rothbraun übergehende Blaufarbe der Indigofarbe fast gleich stellen.

Aachener Indigo ist ein Anilinpigment und entspricht dem Indulin, Indigoartificiel, Bengalin, dargestellt durch Einwirkung von Kaliumnitrat a°jAnilinhydrochlorid. Er soll häufig mit viel entwässertem Natriumsulfat vermischim Handel vorkommen.

Injectiones.

Unter Injectionen oder Einspritzungen versteht man bekanntlich <j»Verfahren, Körper in Form von Flüssigkeiten in Höhlungen, Hohlgänge, in aGewebe oder unter die Haut des thierischen Körpers einzuführen. Seit neuerZeit haben 1) die parenchymatischen oder entoparenchymatisc« e >

2) die hypodermatischen oder subcutanen Injectionen Geltung

erlang*-

Das Instrument zur Ausführung dieser Operationen ist eine kleine Spritze

(die

PßAVAz'sche, LüEK'sche, LEiTER'sche. Erstere beiden haben Silber zur Fass »letztere Hartgummi). In neuester Zeit hat man Spritzen, deren Glasrohrbeiden Enden mit Schraubengewinde versehen ist, so dass die Hartgummifassungaufgeschraubt werden können, das Verkitten also fortfällt. Diese sehr P raC a8Einrichtung erlaubt die Injection warmer (30° C35° C.) Flüssigkeiten,

bei den mit Kitt eingesetzten Glasröhren unthunlich war. Das Glasrohr

der Spritzenrohr umfasst gewöhnlich 1 CC. oder lg Wasser. Der ^fil^p

(Piston) ist jetzt an seinem metallenen Stabe in 10 Theile getheilt, also mit 9 1

strichen versehen, so dass der Raum einer Abtheilung genau 0,1 CC. oriiB ^ U AeTDieser Umstand ist übrigens bei jeder Spritze zuvor zu prüfen. Wenn ^Stempel am Grunde mit einem SteÜrade versehen ist, so kann der RaumSpritze auch genau abgegränzt werden. Der Spritzenmündung wird dasspitzte Nadelrohr (Canüle) aufgesetzt. _ gijJ j

Für die Veterinärpraxis hat man Spritzen ähnlicher Construction, »« ^sie grösser und fassen sie bis zu 10 CC. und mehr. Im Allgemeinen kan