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Erg.-Bd. (1884)
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Hydrogenium hyperoxydatuin. Hyoscyamus.

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Hydrogeniain gasiforme, Wasserst»IFgas. Unglücksfälle während des Arbeitensund Experimentirens mit Wasserstoffgas wiederholen sich. Es sei daher auf eineAuslassung Hager's (pharm. Centralh. 1877, 8. 13) hingewiessen, welche der Un-erfahrene stets vorher durchlesen sollte, bevor er mit Wasserstoffgas experimentirt.

Die Reinigung eines aus Zink und Schwefelsäure entwickelten Wasser-stoffs wird erreicht, wenn dasselbe durch folgende Flüssigkeiten geleitet wird:1) Kaliumhypermanganatlösung, 2) Natriumhydratlösung, 3) Wasser, 4) reinec onc. Schwefelsäure. Die Mündungen der Leitungsrohre in diese Waschflüssig-keiten dürfen nur 1mm weit sein.

Hyoscyamus.

In Ostindien wird an mehreren Orten Hyoscyamus niger für die Militär-^azarethe cultivirt und auch besonders der Samen der Pflanze zur Darstellungv on Arzneien benutzt. Die Aerzte bezeichnen es daselbst mit Bang (spr. bang).

Bestandtheile des Bilsenkrautes nach H. Höhn (ehem. Centralblatt 1870)smd: l) Hyoscyamin. Bei der Destillation mit Kalilauge lieferte es eine wahr-scheinlich mit der Atropasäure identische Säure und eine ölähnliche Base (viel-leicht dem Coniin verwandt), ferner Ammon und methylaminähnliche Körper.~) Hyoscerin (C 16 H 30 O 3 ) krystallisirt in mikroskopisch kleinen weissen, stern-ormig gruppirten, geruch- und geschmacklosen Nadeln, unlöslich in Wasser, 108-' c h in Weingeist, Aether und Chloroform, Lackmus röthend, nicht sublimirbar,ei 210° C. schmelzend, bei stärkerer Hitze sich bräunend. 3) Hyoscypi-. Un (C27H 62 0 14 ), ein gelbliches, zerrieben weisses, geruchloses, bitterschmeckendes,^ Wasser und Weingeist leicht lösliches Glykosid. Das daraus resultirende*Paltungsproduct (C 14 H 24 0 4 ) ist gelblich-weiss, bitter und kratzend schmeckend,u iflöslich in Wasser, löslich in Weingeist und Aether, bei 204° schmelzend.f-' Uyoscyamusharz (C 55 H 70 N 2 O 10 ) ist hellgelb und bitterlich von Geschmack,? Wem geistiger Lösung Lackmus röthend, löslich in conc. Schwefelsäure und inetzlauge mit dunkel orangegelber Farbe. Ist besonders im Samen vertreten.

A. Ladenijurg berichtet (Ber. d. d. ehem. Ges. XIII, 257 etc.) 10 Jahrespäter als Höhn, dass Hyoscyamin beim Erhitzen mit Barytwasser auf 60° C.eine der Tropasäure ähnliche Säure ausgebe, auch sei die beim Zerlegen des«yoseyamins durch Barvumhydrat entstehende Base, das Hyoscin dem Tropinsehr ähnlich.

A. Ladenburg und G. Meyer behaupten, dass Hyoscyamin, Daturinn nd Duboisin mit einander identisch sind.

Als Antidot des Hyoscyamus (des Tabaks, Stramonium etc.) wird vonThompson Sassafrasöl empfohlen, halbstündlich 1015 Tropfen.

i Extractum Hyoscyami. Handb. II, S. 166. Patrouillard fand die Ex-tr actausbeute aus dem Safte in verschiedenen Mengen. 1000 Tb. Saft gaben inemem Jahre 18 Th., im folgenden Jahre 30 Th., nach Angabe der FranzösischenPharmakopoe 24 Th. Extract aus. Diese Erfahrung ist übrigens eine alte und*eiss man, dass in nassen Jahren die Pflanzensäfte immer eine geringere Ex-waetmenge ausgeben.

Extractum llyoscyami fluidnm. In diesem Extracte fand Schranck in 6 ProbenU,020,05 Proc. Hyoscyamin.

Ueber Dragendorff's Methode, Hyoscyamus nachzuweisen, berichtet Wasi-levvski (ph. Zeitschr. f. Kussl. und Chem. Centralbl. 1876, ph. Centralh. 1877