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Hydrogenium hyperoxydatum.
lVo—2 fachen Vol. absoluten Weingeistes. Die Krystalle haben die Zusammen-setzung Na 2 0 2 + 8H 2 0. Letztere Darstellung ist sehr bequem, führt schnell zumZiele und giebt ein völlig reines Product. Die Krystalle schmelzen bei raschemErhitzen im Glasröhrchen und entlassen unter Aufschäumen Sauerstoff. DerRückstand ist Natriumhydrat. Beim Aufbewahren zerfliessen sie zuerst und zer-setzen sich allmählich unter Sauerstoffentwickelung. Die völlige Zersetzung be-ansprucht etwa 3 Monate. Das Zerfliessen ist dadurch bedingt, dass sich zuersteine Verbindung 2NaOH+7H 2 0 bildet, welche breiig ist. In absolutem Wein-geist scheinen sich die Krystalle besser zu conserviren. üeber das Verhaltendes Natriumsuperoxydes zu Wasser haben andere Chemiker (Schönbein, Welt-zien Otto) die Ansicht ausgesprochen, dass die Verbindung in wässeriger Lösungnicht existiren könne, sondern sich sofort und vollständig in Natriumhydrat undWasserstoffsuperoxyd zerlege. Dem widerspricht der Umstand, dass sich Lösungenvon Natriumhydrat und Wasserstoffsuperoxyd beim Mischen erhitzen. Verf. ziehtaus seinen Beobachtungen den Schluss, dass wässerige Lösungen äquivalenterMengen beider Verbindungen sich wie die Lösungen des trocken bereiteten INa-triumsuperoxydes verhalten und dass sich Lösungen beider Art nicht von einanderunterscheiden. Wahrscheinlich enthalten sie gleichzeitig NaOH, Na 2 0 2 + H 2 Ü,Na 2 H,0 6 und H 2 0 2 , deren Mengenverhältniss abhängig ist von der Concentration.— Die Bariumverbindung BaH 2 0 4 (oder Ba0 2 H 2 0 2 ) machte es wahrscheinlich,dass analog zusammengesetzte Natrium- und Kaliumverbindungen existiren. Verf-konnte in der That solche Verbindungen erhalten, indem er die Lösungen derMetallsuperoxyde (oder Metallhydrate) mit der entsprechenden Menge Wasserstott-superoxyd mischte und im Vacuum eindampfte. Unter Anwendung von 1 Aeq.Natriumhydrat und 3'/ 2 Aeq. Wasserstoffsuperoxyd entstand die krystallinischeVerbindung Na 2 H 4 0 6 + 4H 2 0, welche sich leicht in Wasser und in verdünntenSäuren ohne Gasentwickelung löst, an trockner Luft verwittert und im Vacuumüber Schwefelsäure 4 Mol. Wasser abgiebt, so dass man dieses als Krystallwasseransehen muss. Auch bei Temperaturen unter 50° giebt die Verbindung nurdieses Krystallwasser ab. Die wasserfreie Substanz Na^II^ beginnt sich etwaerst bei 62° in Natriumhydrat, Wasser und Sauerstoff zu zersetzen; bei^gewöhn-licher Temperatur zersetzt sie sich nach längerer Zeit in derselben Weise. DiVersuche, Kaliumsuperoxyd aus Wasserstoffsuperoxyd und Kaliumhydrat darzi-stellen, ergaben Folgendes: Durch Vermischen äquivalenter Mengen beider 1wässeriger Lösung erhielt man eine Flüssigkeit, die entweder Kaliumsuperoxyoder eine höhere Oxydationsstufe enthält, denn beim Mischen tritt Wa ™ ee . beWicklung ein und man enthält durch Titriren mit Chamäleon genau diese *Menge 0 wieder, die mit dem Wasserstoffsuperoxyd eingeführt war. Beim Adampfen der gemischten Lösungen im Vacuum bei 15 — 17° C. tritt, warn _^sich die letzten Antheile des Lösungswassers verflüchtigen, eine ZersetzungSinne der Gleichung 3K 2 0 2 = 2K 2 0 + K 2 0 4 ein, wobei das entstehende KoO nudem vorhandenen Wasser natürlich Hydrat bildet. Hierbei bleibt dasselbe By0* »K0H + H 2 0, zurück, welches man auch beim Verweilen des krystallisirten l>drates K0H + 2H 2 0 im Vacuum über Schwefelsäure erhält. Der Prozess widurch die Gleichung: 3K 2 O 2 + 6H 2 O = K 2 0 4 + 4(K0H + H 2 0) ausgedrückt, vbei Zimmertemperatur verbleibende Verdampfungsrückstand der Lösung vonumsuperoxyd stellt kein chemisches Individuum dar, ist vielmehr als em m °°nisches Gemenge von Tetroxyd und gewässertem Kaliumhydrat zu betraen ^— Versuche, ein krystallinisches Kaliumsuperoxyd, welches der Natriumve ^düng Naj0 2 +8H 2 0 entspricht, zu erhalten, führten zu keinem bestimmten ^sultate. Dagegen konnte durch Abdampfen einer wässerigen Lösung, weicn ^1 Aeq. Kaliumhydrat mehr als 3 Aeq. Wasserstoffsuperoxyd enthielt, bei