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Erg.-Bd. (1884)
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Hydrargyrum.

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saure Flüssigkeit stellt man ein Porcellansieb, beschickt mit Messingfeile oder Mes-singschnitzel oder auch mit Goldblatt und Stanniol, welche beide sich gegenseitigberühren müssen, in genügender Menge. Im Verlaufe eines Tages hat sich dasQuecksilber an der Oberfläche dieser Metalle vollständig abgeschieden und amal-gamirt. Man wäscht das Metall mit Wasser, dann mit Weingeist und Aether-weingeist ab, trocknet es in lauer Wärme und unterwirft es einer Destillation.<*oldblatt und Stanniol schiebt man hierzu in ein Glasrohr, welches an einemEnde zugeschmolzen ist, biegt es rechtwinkelig und zieht das andere Ende ine me feine offene Spitze aus. Erhitzt man den Schenkel mit dem Metallblatt, sodestillirt das Quecksilber in den anderen Schenkel über. Kommt es jedoch nurdarauf an, Quecksilber qualitativ nachzuweisen, so genügt es, ein Stäbchen ausblankem starkem Messingdraht in die schwach salzsaure Flüssigkeit zu stellen,dann diese Stäbchen abzuwaschen, troeken zu machen und in einer Glasröhre zuei'hitzen. Bei dieser Methode hat man mit theerartigen Producten nichts zuthun. (Vergl. auch Hager's Untersuchungen Bd. I unter Quecksilber.)

Ein umständliches Verfahren giebt Armand Gautier (Rep. de Pharm. 1879)an - Die organische, animalische oder vegetabilische Substanz wird mit der drei-fachen Menge reiner Salpetersäure, zu welcher auf je 30 g 2 Tropfen Schwefel-säure hinzugefügt sind, erhitzt, bis sie in eine leimartige gelbliche Masse über-gegangen ist. In dieser ersten Phase der Operation ist das Wasser ausgetrieben,as Chlor der Chlorverbindungen in Königswasser verwandelt, die organische Sub-anz theils zerstört, theils in einen Nitrokörper verwandelt. Hierauf setzt manau * je 30 g der anfangs angewandten Salpetersäure 4 g Schwefelsäure hinzu.Unter diesen Bedingungen verbleibt das Quecksilber theils in organischer Ver-ödung, theils in Form des Sulfats. In Abwesenheit von Chlorid verflüchtigt es' . nicht und die Verkohlung geht ohne Störungen vor sich, wenn man voneit zu Zeit einige Tropfen Salpetersäure hinzufügt. Wenn sich die Kohle vomefäss absondert und die Schwefelsäure anfängt, Dämpfe zu entwickeln, ist derr ocess beendigt. Die Kohle wird nun in demselben Gefässe in Pulver verwan-dt und durch Auskochen mit salz säurehaltigem Wasser extrahirt. Beim Aus-aschen mit angesäuertem Wasser werden nur Spuren Quecksilber aus deronle entfernt, besonders wenn man die Verkohlung nicht soweit getrieben hat,a ss sich Schwefligsäure entwickelte, in welchem Falle auch durch Verflüchti-gung Verlust entsteht. Die ausgewaschene Kohle wird schnell getrocknet und* em dickes, an einem Ende ausgezogenes und in der Mitte zur Aufnahme derKohle bauchig aufgeblasenes Glasrohr gebracht. Der bauchige Theil wird vor-sichtig erhitzt, indem man gleichzeitig einen Strom trocknen Chlorgases hindurch-Pitet. Quecksilber wird hierbei als Sublimat in den ausgezogenen und kalten«eil der Röhre getrieben. Man kann den hierbei sich bildenden SublimatringMittelst einer Spiritusflamme weiter treiben. Wenn sich nicht mehr merklich" l'blimat bildet, erhitzt man die bauchige Erweiterung noch 1015 Minuten'"durch, lässt nun erkalten und trennt mittelst eines Feilstrichs den ausgezogenen1 heil der Röhre ab. Man wäscht dann das Innere mit salzsäurehaltigem Wasseraus - Die filterten Waschwässer werden vereinigt und mit Natriumcarbonat so-* e 't neutralisirt, dass sie noch schwach sauer reagiren. Das Quecksilber ist indieser Flüssigkeit völlig gelöst, man extrahirt es aus dieser, indem man währendzwei- oder dreimal 24='stunden eine kleine Goldplatte hineinhängen lässt, an derenoberen Theil etwas Zinnfolie befestigt ist. Nach Verlauf einiger Tage ist dasQuecksilber völlig auf die Oberfläche des Goldes in Form von Amalgam nieder-geschlagen. Man entfernt nun die Zinnfolie, wäscht die Goldplatte, rollt sie zu-sammen und schiebt sie in eine Röhre, welche man bis zur Rothglut erhitzt.Da s Quecksilber sublimirt in Form von Tröpfchen in den kalten Theil der Röhre

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