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Erg.-Bd. (1884)
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Hydrargyrum. Ungt. Hydrarg. ein.

extinguiren lässt, ist eine bekannte Sache. Es dürfte diese Verunreinigung dentherapeutischen Werth der Salbe bei äusserlieher Anwendung gerade nicht beein-trächtigen, doch ist sie nicht zulässig, denn die Deutsche Pharmakopoe schreibtein gereinigtes Quecksilber zur Darstellung der Salbe vor. Andererseits wird dieSalbe auch innerlich und zu subcutanen Injectionen angewendet und in diesemFalle ist ein unreines Quecksilber nicht zulässig.

Unguentam Hjdrargyri cinereum in baculis. Die Mercurialsalbe in Stangen oderBacillen wurde von H. Hülsebusch vorgeschlagen, und es bringt die Eugen Diete-BiCH'sche Fabrik zu Helfenberg bei Dresden dieses Präparat in sehr netter Form(1 Ctm. = 1 g Salbe) in den Handel. Zur Darstellung giesst man nach HülsE-busch die halbflüssige Salbe in Glasröhren aus und lässt vollständig erkalten.Die Stäbe werden mittelst eines Glasstabes herausgestossen. So erhält manStangen von fester Consistenz, ähnlich dem Aussehen von Emplastrum Hydrargyn-Macht man eine grössere Anzahl solcher Stangen vorräthig, so hat man beimDispensiren je nach Gewicht nur einfach die betreffenden Stückchen abzuschneiden.Eugen Dieterich's Darstellungsverfahren ist pharm. Centralh. 1880 S. 389angegeben. Dasselbe passt nur zur fabrikmässigen Darstellung.

Weit praktischer, für die Dispensation und den Gebrauch geeigneter ist dasUnguentuni Hjdrargyri globulatiim s. in globulis, die Mercurialsalbe in 1 g (oder2g) schweren, mit einem höchst dünnen Cacaoölüberzuge versehenen Kugern-Diese Form ist bequem zu dispensiren und erleichtert dem Arzte die Dosirungfür die Einreibung, während der ranzige Geruch der Salbe, welchen hysterischeFrauen oft nicht ertragen können, welcher dieselben sogar schwer krank machenkann, kaum hervortritt. Diese sehr praktische Form hat den Chemiker EüGE^Dieterich zu Helfenberg bei Dresden zum Autor, welcher sie auch in ausgezeich"neter Qualität in den Handel bringt. In Betreff des Taxpreises für die Form*'rung der Kugeln wäre wohl pro Stück 1,5 Pfennig anzusetzen.

Chemie und Analyse. Abscheidung des Quecksilbers aus thierischen Flüssig-keiten. Nach E. Ludwig werden circa 500 CC. derselben mit 12 CO. Salzsäure an-gesäuert, bis 5060 ° erwärmt und mit 5 g eines Metallpulvers, Kupfer oder Zh*»versetzt und heftig umgerührt. Das Quecksilber schlägt sich schon im La l " eeiner halben Minute darauf nieder; das Pulver wird dann abfiltrirt, gewaschc' 1und bei 5060° getrocknet. Beim Erhitzen destillirt das Quecksilber dara« sab, gleichzeitig jedoch entstehen regelmässig theerartige Producte, welche 8icaber durch Ueberleiten der Dämpfe über glühendes Kupferoxyd zerstören l aS j^ e 'Das Quecksilber wird in einem Capillarrohre aufgefangen und in diesem zur t/°statirung in Jodquecksilber übergeführt. Aus Organen werden salzsaure AuszugHergestellt und diese vor Einwirkung des Kupferpulvers mit chlorsaurem &*und Salzsäure behandelt und fast neutralisirt. Die Empfindlichkeit der Meth° ü _ist durch mehr als 100 Versuche festgestellt; es wurden z. 1!. wieder g efund Q e "ö0,1 Milligm. Sublimat in 500 CC. Harn; 1 Milligm. in 380 Gm. Leber,

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in 3SU W. .ueuci, -Gm. Gehirn; 1/2 Milligm. in 420 Gm. Leberund in 510 Gm. Placonta. Bei in-nerlichem Gebrauche von Quecksilber, bei Einreibungen, sowie bei subcutanenjeetionen des von Bamberger empfohlenen Quecksilberalbuminats fand Lmr T j.stets Quecksilber im Harn; ebenso wurde es auch in Leber und Unterscheid 6knochen gefunden. ^ aS

Diesem Verfahren lässt sich nicht viel Bequemes nachsagen und dürftevon Hager schon vor 30 Jahren in einem Vergiftungsfalle angewendete, dai»übrigens schon bekannte Verfahren, die Fällung des Quecksilbers durch Mes"dm- Goldblatt, sicli besonders empfehlen. Wenn nöthig wird die Giftlösung du^Kochung unter Zusatz von Kaliumchlorat und Salzsäure hergestellt. In die

salz-