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Hydrargyrum.
über. Man kann es mit Joddämpfen in Contact bringen, welche es in Mercuri-jodid verwandeln. Dieses kann gewogen werden.
In Urin, Speichel oder andere organische Flüssigkeiten lässt man nach demAnsäuern während 48 Stunden die beiden Electroden einer BuNSEN'schen Säule,an deren Enden Goldplatten befestigt sind, hineinhängen. Das Quecksilberschlägt sich am negativen Pole nieder; bei diesem schnellen Verfahren jedoch ent-geht ein Theil des Metalls der Electrolyse. Diese Methode kann also nur alseine qualitative benutzt werden. Sie ist namentlich dann nicht anwendbar, wonur Spuren Quecksilber mit reichlichen Mengen Eiweisskörpern vorliegen.
Die scharlachrothe Modification des Mercurijodids hat die Eigen-schaft im Lichte der Natronflamme weiss zu erscheinen, welches Verhalten sichfür die Analyse, resp. Unterscheidung des Quecksilberjodids von anderen rothenKörpern sehr gut verwerthen lässt (Jüeptner).
Um im Harne und anderen klaren organischen Flüssigkeiten Quecksilberleicht und kurz zu bestimmen resp. aus denselben abzuscheiden, versetzt mandieselben mit Kochsalzlösung und Glykoselösung und macht sie mit Salzsäuremassig sauer (auf 100 Harn genügen 1 Natriumchlorid, 3 Glykose und 2 Salz-säure von 1,124 spec. Gewicht). Dann erhitzt man bis zum Kochen und er-hält die Flüssigkeit circa 30 Minuten hindurch bei 100° 0. oder unterhält dasAufkochen 10 Minuten hindurch. Ist Quecksilber gegenwärtig, so scheidet esals Mercurochlorid, oft durchmischt von Metall aus. Man lässt absetzen, um esnäher zu prüfen oder, wenn es von grauem Metall frei ist, zu wägen. Das Ge-wicht des Mercurochlorids mit 0,85 multiplicirt ergiebt die Menge des Queck-silbers. Ist das Mercurochlorid mit Quecksilbermetall durchsetzt, so wird es nutAetzammon behandelt und nach dem Trocknen schwach erhitzt. So ergiebt sichmetallisches Quecksilber. Diese Operation lässt sich in einem tarirten kleinenProbircylinder leicht ausfuhren.
Queeksilberdämpfe nachzuweisen, empfiehlt Merget Papier, welche*mit ammoniakalischer Silbernitrat- oder Palladiumchlorid-Lösung benetzt ist. E sentsteht sofort ein schwarzer Flecken.
Anwendung des metallischen Quecksilbers. Nach Schmidt's Angabe«findet die Elimination des Quecksilbers hauptsächlich durch den Darmkanal unddie Nieren statt. In den Speicheldrüsen konnten nur Spuren des Metalls auf-gefunden werden. Eine pathologische Veränderung der Nieren findet nicht st»,auch ist nicht immer ein Eiweissgchalt im Harne nachweisbar. Die Leber g ie "deutliche Quecksilberreactionen.
Bei Volvulus intestinorum (Darmverschlingung) hat man nach Gaben v01150—350g einige Male guten Erfolg erlangt, auch bei Harnverhaltungen, wendas Einsenken eines Katheters nicht zulässig ist, hat man metallisches Q ueC 'silber in die Harnröhre eingetröpfelt, was doch wohl bedenklich sein dürfte-Ebenso hat man Quecksilbermetall unverändert oder mit Glycerin emulgirt sUcutan injicirt. Fürbringer beobachtete nur in einzelnen Fällen Entzündung»"erscheinungen an der Injectionsstelle und den Gehalt an Mercurioxyn in d0 .Eiter der syphilitischen A bscesse, wenngleich nach der Injection das Metall " ul ?radiäres Streichen zertheilt wurde. Im Harne ergab sich nur dann spurwe 1 ^Quecksilber, wenn das Metall in emulsiver Form subcutan injicirt war. ^^? u *j tsyphiliticae wurden in 2'/2 Woche, Papulae in 4—8 Wochen regressiv. Soergab sich kein besonderer Heilerfolg.
Anwendung der Salbe. Die graue Quecksilbersalbe ist bei Phthisis »Syphilis auch innerlich gegeben worden zu 0,1 — 0,2 — 0,5 einige MaleTag über, Bierkowsky gab sie sogar zu 2,0—4,0—6,0 den Tag über (in