Hydrargyrum. Ungt. Hydrarg. ein.
Quecksilbersalbe auf 500 Th. Quecksilber als genügend befunden. DieMenge des Quecksilbers ist hier viel zu gross.
4. Schüttete mit Quillajatinctur (Collier). Die Zertheilung des Metallsm 5n d6r That auf dieSe Weise scüne11 herbeizuführen, es lässt sich aber dasMetall dann nicht mit Fett mischen, ohne wieder grössere Kügelchen zu bilden(E. Dieterich).
5. Extinction unter Verreibung mit Ol ein (Dannenberg, Dobrowolski).
6. Extinction mit Sebum (ovillum v. bovinum?). Dieser erfordert ununter-brochenes Reiben (von Hugo Koch als RELLMANN'sches Verfahren angegeben.Ph- Centralh. 1880, S. 184). Die Verreibung mit Talg (1 u. 5 Metall) ist das»erfahren, welches bis zum Jahre 1835 ein allgemein übliches war. Ein Er-starren der Masse während des Verreibens ist sorgfältig zu meiden, denn beimDruck oder Stoss auf die erstarrte Masse oder beim Bröckeln derselben tretendle mit blossem Auge nicht erkennbaren Kügelchen sofort zu grösseren Kugelnzusammen und die Extinction war eine vergebliche Mühe. Ein Austrocknen desTalges wurde nach IIager's Wissen nie versucht, obgleich der Grund dafür sehrnahe lag. Diese Extinction besorgte gewöhnlich der Lehrling und zwar im Apo-thekenlokal. (Diese Bemerkung diene als Belag zu der pharmaceutischen Aus-bildung am Anfange des zweiten Drittels des 19. Jahrhunderts.)
7. Zusätze von 1) Terpenthinöl, 2) Aether, 3) Chloroform etc.jährend der Extinction. Ersteres fördert nur scheinbar die Zertheilung des^etalls. Es geht schnell in einen harzig-hydratischen Zustand über, wenn die
x «nction nicht in einem Zuge, vielmehr unter Einschiebung einiger Ruhepunkteausgeführt wird, und dann erschwert es die Extinction ungemein. Eucalyp-tusöl bewährt sich besser, ist aber wie Terpenthinöl ein Zusatz, welcher in der
usammensetzung der Salbe mit ungehörig zu bezeichnen ist. Chloroform undher unterstützen allerdings in soweit die Bildung kleinerer Metallkügelchen,
\ Losung des Fettes in diesen Flüssigkeiten die Kügelchen leichter ttber-
1( jnt, die Adhäsion des Fettes an dem Metall unterstützt. Da diese Flüssigkeiten
1 Wuchtig sind, so müssen während der Verreibung fortwährend Zusätze davon
6 macht werden, was doch einen materiellen Werth repräsentirt, und es erhält
le ^albe einen ihr nicht zukommenden Geruch.
8. Zusatz von Kreide (nur in England und Nord-Amerika üblich).Eügek Dieterich hat sich bemüht, die verschiedenen Methoden einer ein-gehenden Kritik zu unterwerfen (pharm. Centralh. 1880 Nr. 1) und er erkennt
s bestes Verfahren der schnellen Darstellung einer tadellosen Quecksilbersalbe, dasQuecksilber nach und nach in kleinen Mengen der alten Salbe zuzusetzen undg U 1 7 erre ' Den > a 'so nicht auf einmal die ganze Quecksilbermenge mit l / e> alter
»u»e zu verreiben, weil alle in das bereits in der Salbe vorhandene zertheilte
etall das zugesetzte der Vertheilung fähiger macht. Nicht die Ranzidltät derwte n Salbe sei die Ursache hierzu.
Die Darstellung dieser Salbe in der Offlein oder einem Wohnräume ist, wenn
°ghch, zu meiden, weil die giftige Ausdünstung während der Darstellung nichlgehindert werden kann. Mangelt es an einem Arbeitsraum, welcher einen con-"nuirlichen leichten Luftzug zulässt, so möge man die Salb'' kaufen. Die che-mische Fabrik zu Helfenberg bei Dresden z. B. liefert die officineUe Salbe vonvorzügii cher Qualität (mit 33,33 Proc Quecksilbergehalt) zu 0,5 kg eingefüllt in\ er gamentpapierdärmen (1 Kilog. circa 4 Mark). Dass diese Firma ein gerei-"'gtes Quecksilber zur Salbe verwendet, hat Hager analytisch constatiren können,^'ne aus anderer Bezugsquelle entstammende Salbe ergab ein Quecksilber mit" 6 Proc. Blei. Dass ein bleihaltiges Quecksilber sich noch einmal so leicht
H »ger, Pharm, IVaxis. Suppl. 34