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Hydrargyrum. Ungt. Hydrarg. ein.
Hydrargyrum.
Hydrargyrum depnratum (Handbuch II, S. 95). Von J. W. Brühl wird dieReinigung des Quecksilbers mittelst Chromsäure warm empfohlen. Man stelltzunächst eine Lösung aus 2 Lit. Wasser, 10 g Kaliumbichromat und 10 g conc.reiner Schwefelsäure dar. Mit dieser Lösung wird ein gleiches Volumen desMetalls mehrere Male ausgeschüttelt. Das Metall zerfällt hierbei in kleine Kugel'chen, während ein sehr kleiner Theil desselben sich vorübergehend in rothesChromat verwandelt. Man bewegt die Flasche so lange, bis dieses rothe Pulververschwunden ist und die wässrige Lösung durch das gebildete Chromsulfat reingrün gefärbt erscheint. Durch einen kräftigen Wasserstrahl, welchen man indie Flasche hineinleitet, wird ein feines graues Pulver, welches auf der Oberflächedes Quecksilbers und zwischen den Kügelchen vertheilt liegt und aus den Oxydender Metalle besteht, abgeschlemmt. Je nach dem Grade der Verunreinigung desQuecksilbers wiederholt man dieses Verfahren noch ein- oder zweimal und schüt-telt zuletzt mit destillirtem Wasser so lange, bis dasselbe kein graues Pulvermehr erzeugt und vollkommen klar bleibt. (Ber. d. d. cnem. Ges.) Ob dieseMethode vor derjenigen mit Salpetersäure den Vorzug verdient, ist zu bezweifeln-
Unguentnm Hydrargyri cinereum. Die Zertheilung des Quecksilbers in möglich^kürzester Zeit zu bewerkstelligen hat man eine Menge Vorschläge gemacht, welchetheils nicht neu sind und schon früher verworfen wurden, theils unpassend u nClverwerflich sind, theils aber auch Beachtung verdienen.
1. Das Schütteln oder Zerreiben des Quecksilbers mit Ferrichlorid"lösung. Die Theilung in mikroskopisch kleine Kügelchen wird allerdings dadurcherreicht, aber gleichzeitig Mercurochlorid (Calomel) gebildet, welches sich 10grauer Farbe zwischen den Metallkügelchen lagert. Die Salbe ist somit k 61 "®Mischung aus Metall und Fett, sondern aus Metall Quecksilber-Subchlorid und Fet •Dieser Vorschlag, welcher schon vor 50 Jahren einmal auftauchte, ist also k el0 _annehmbarer. Trotzdem er von Häher (ph. Centralh. 1877, S. 94) getad"
wurde, unterliess man es dennoch nicht, ihn wiederholt zu empfehlen, so d*wsich Hager (ph. Centralh. 1877, S. 327) zu folgender Aeusserung genöthigt B»»'Der Zusatz von Ferrichloridlösung bei Darstellung der Quecksilbersalbe gehörtden pharmaceutischen Sünden.
2. Die Extinction soll Vaseline in wenigen Minuten ermöglichen no*
1 Th. auf 10 Th. Metall zu verwenden (R. Godeffroy). Obgleich von eilllg ^ eSeiten dieses Verfahren keine Bestätigung fand, so muss dennoch eine schneiExtinction zugegeben werden. Aus dem Versuche ergab sich, dass man dietinetion mit 100 Th. Metall, 10 Th. alter Quecksilbersalbe und 20 ^Vaseline auszuführen habe. Die Mischung ist genügend weich, ein Erwartnder Masse ist nicht nothwendig und die Extinction ist in kaum 1 / 3 der 'welche man bei Anwendung alter Salbe allein nöthig hat, vollendet. Willnur Vaseline zur Extinction verwenden, so muss es (nach Weber) den dnTheil von dem Gewicht des Metalls betragen. . , , er .
Bei Darstellung grösserer Mengen Salbe soll Vaseline den Zweck nichreichen lassen und empfiehlt Lunaczek. uf
3. Eine Mischung aus 10 Th. Terpenthin und 20 Th. Vaseline ^400 Th. Quecksilber zu verwenden. Die Extinction soll noch schneller ^vollständiger erfolgen, wenn etwas alte Salbe dazu gegeben wird. De m ltesprechend hat man 10 Th. Terpenthin, 20 Th. Vaseline und 10 lü-