Hirudines. Blutegel sumpf. "^"
Hirudines.
In Frankreich importirt man auch den Senegal-Egel, Hirudo mesomelm
VIREY. Er kommt aus Senegambien und scheint in Seen und Morästen in der^ahe des Senegals und der Gambia heimisch zu sein. Nord - Frankreich (Finis-terre) lieferte früher viel Blutegel, doch scheint auch hier die Blutegelzucht»ehr zurückgegangen zu sein. Die Aerzte sollten darauf sehen, dass jeder ge-bauchte Blutegel in nahe liegende Teiche gesetzt würde, statt dass man ihn inKloaken wirft.
Nach von Leydig's Forschungen (Naturforscher 1875 Nr. 17) bildet das* u ge des Blutegels eine glockenförmige Einstülpung der Haut, welche von einem
ichten Netz von Pigmentzellen umgeben ist. In dem Becher liegen wandständigGas Licht stark brechende homogene Glaskörperkugeln. Ganz ähnliche becher-
ormige Organe mit einigen Glaskörperzellen im Grunde belegt, aber ohne Pig-m enthaut, fand derselbe Forscher auf dem Kopfe, besonders der Oberlippe, und^ u ch an anderen Stellen des Blutegelkörpers. Hierausgeht hervor, dass sich dieg- m Pfindung des Sehens des Blutegels den Lebensbedingungen desselben anpasst,
W auch etwas von einer Tastempfindung und Geschmacksempfindung an sich
l87 ^immer-IJIutegel-Snnipf, Nachtmann's Blntegelsumpf im Zimmer wurde'< von der Akad. d. Wissenseh. zu Wien empfohlen und von der Ausstellungs-ommission in Philadelphia als sehr vorteilhaft und praktisch anerkannt. Dieseg Orr lc htung ist aus Holz gearbeitet, 42 Ctm. lang und 65 Ctm. hoch. Der8er be8 teht aus zwei Räumen, einem kleinen schiefen Raum und einem grös-en solchen würfelförmigen, ist mit Luft- und Lichtfenstern, sowie mit zweck-mässig angebrachtem Abflußrohr aus«nkblech mit Kappe versehen. Die
oifv. en aich in eincm sok ' ho " Sumpfewtahrungsgemäss frisch und gesund,n dem grossen würfelförmigen Theilewerden frische Rasenstücke, und zwarHSe, von Graswurzeln durchsetzteineile einer feuchten Wiese entnommen,»°cker bis beinahe an das Ende des in-nerhalb befindlichen verschiebbaren«olzgitters übereinander geschiclitet, so«ass nur das oberste Stück mit hüb-^nen Sumpfpflanzen besetzt erscheint,welche sich im Laufe der Zeit von8e lbst weiter eultiviren, und den Sumpf^mVortheile der Gesundheit der Egel.^ e m den Rasenstücken nicht seltenL °eons absetzen, verbessern. Der klei-nere, schiefe Raum, zur Aufnahme der
gel (3—400 un <i mehr) dienend, wird ^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^^mi t Wasser gefüllt, so dass dasselbe im ganzen Sumpfe vertheilt ist, und esSchlich durch das Abflussrohr fliesst. Wird das Wasser erneuert, was zeitweisegeschehen kann, so wird frisches Wasser (am besten reines und filtrirtes Fliess-wasser oder ein Brunnenwasser, welches sehr wenig fixe Bestandteile fasst) imUeberschuss successive in den schiefen Raum (Egelraum) eingeschüttet, und das
Fig. 70. NAUUTMANNV Blutegel»"""»' im
Zimmer.