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Erg.-Bd. (1884)
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Hirudines. Blutegel sumpf.

alte Wasser, das von dem überschüssigen frischen Wasser verdrängt wird, durchdas Abflussrohr abgelassen. Will man den Sumpf vollständig reinigen und was-serleer machen, so wird blos das vorne an dem schiefen Räume angebrachteGlasschubfenster bis zur Höhe des dahinter befindlichen Drahtgitters geschoben,der Sumpf nach vorne dem schiefen Räume zugeneigt, und auf diese Weisesämmtliches Wasser zum Abflüsse gebracht.

Die Egel können sich in den Rasenstücken bequem häuten, ohne dass ihnendas, mit der Zeit durch die Verwesung der abgelagerten Häute sich entwickelndeAmmoniak, das zum grossen Theile von den Sumpfpflanzen absorbirt wird, schadet(wie das bei allen anderen Aufbewahrungsmethoden stets der Fall ist); auchfinden die Egel in den Infusorien des Sumpfes ihre natürliche Nahrung. Solltennur wenig Egel im Sumpfe sein und diese sich in den Rasenstücken ver-krochen haben, so werden dieselben leicht durch rasches Aufgiessen von Wasserauf das obere Rasenstück herausgelockt. Will man Egel aus dem Egelraume(dem schiefen Räume) herausnehmen, so wird das Glasschubfenster zu diesemZwecke in die Höhe gezogen.

Aufträge auf Nachtmann's Blutegelsümpfe übernimmt die Redaction desPharm, ehem. Allgem. Geschäftsblattes" zu Leitmeritz in Böhmen. Es geschiehtdie Versendung wohlverpackt gegen Einsendung oder Nachnahme von ö. W. fl-21 oder Rmk. 42, exclusive Fracht.

Kleiner Egelsnmpf. Hat man nur wenige Blutegel zu halten, so genügt eingrosses Hafenglas, in welches man bis zur Hälfte seiner Höhe Wasser giebt-

Dann stellt man ein Rasenstück, ent-nommen von einer feuchten Wiese 0 DErmangelung ein Stück frischer Torferde);welches dicht von Graswurzeln durcB'zogen, mit dem Messer an seiner untere 0Fläche glatt geschnitten und an seinemSeitenumfange so beschnitten ist, dasses in das Glasgefäss leicht eingelegtund aus demselben herausgenoin" 11 ')'werden kann. In den erdigen Th elbohrt man einige Löcher. Durch dasCentrum des Rasenstückes ist ein Birke»'stab mit Querholz gesteckt, so dass diuntere Seite des Rasens gestützt ist uuin das Wasser nur 1 Ctm. tief ein-taucht. Zwischen Rasen und Glaswao-dung muss der Raum so weit sein, daer für die Bewegung eines dicken l ,j S'ausreicht. Der grüne Theil des Rase»»liegt mit der Oeffirang des Glases 'gleicher Höhe. Geschlossen wird ö*jGefäss mit lockerer Gaze. Das Gefäss stellt man so, dass der Rasen, den mmit der Scheere kürzt, belichtet ist. Um das Eicht von dem Wasser abzuhalte >genügt ein Ring von Pappe.Vmlic»

Es ist darauf zu sehen, dass sich kein Schimmel ansetzt. Gewoim ^schlagen die Egel ihren Wohnsitz in dem erdigen Theile des Rasens auf, *welchem sie aber leicht herausgenommen werden können. Je nach der Jazeit wird der Rasen jeden 3. oder 7. Tag mit Wasser gewaschen oder einsMale untergetaucht und auch das Wasser im Hafen erneuert.

Fig. 77. Kleiner Egelsumpf im HnhemliircVelinitt,

pp Pappring, g Gaze, .1 Stab, 5 Querleiste,

rr Easenstück.

Ob ein Wasser sich für die Blutegel nicht eignet, ist daran zu erkennen,

dass