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Gynocardia. — Haematoxylon.
Gabe: 0,3 — 0,4—0,6 drei- bis vierstündlich unter allmählicher Steigerungbis zu 1,0.
II. Oleum Gynocardiae, Oleum Chaulmoograe, Sebum Chaulmoograe, Cb.au!»moograöl (Tschahlmugraiil), das durch warme Pressung aus dem Chaulmoogia-samen gewonnene Fett. Es ist bei mittlerer Temperatur starr, weich und körnig,wenig starrer als Gänsefett (nach Anderen fast so starr wie weiches Rindertalg,was mit meinen Untersuchungen nicht übereinstimmt, Hager). Die Farbe istblassgelblich oder graugelblich. Es schmilzt bei 35 — 40° C. und erstarrt erstbei 15° C. In Chloroform, Schwefelkohlenstoff, Benzol ist es völlig, in Aetherzum grösseren Theile, wenig und auch nur theilweise in Weingeist löslich. Miteinem gleichen Volumen Schwefelsäure Übergossen und durchrührt erfolgt einerothgelbe, dann schnell himbeerrothe, endlich eine röthlich-braune bis röthlich-dunkel-braune Färbung. Die Mischung nimmt Salbenconsistenz an. Mit Kupfer, Sal-petersäure von 1,185 spec. Gewicht im Contact am lauwarmen Orte erfolgt kein»Farbenreaction und die Oelschicht ist gelb, zuletzt dunkelgelb (und schäumend).Spec. Gewicht 0,955—0,958. Dieses Oel ist ein an der Luft etwas eintrocknen-des Fett.
Es wird zu Einreibungen gebraucht bei allen den Krankheiten, für welcheauch die Samen ein Heilmittel sein sollen. Le Page hat eine Brochure g e 'schrieben, in welcher dieses Oel sogar an die Spitze aller Medicamente gestelltwird.
iv
Ungnentum Gynocai'diae.I.
Unguentum Chaulmoograe.Olei seminis Gynocardiae odoratae 10,0
Cerae flavac 2,0Vaselinae 8,0.Leni calore misce et usque ad refrigera-tionem agita.
II.
Unguentum Gynocardiae Mons.
IV" Olei seminis Gynocardiae odoratae 10,0
Paraffinae (vel Ozokeritae) 5,0.Leni calore misce etc.
Diese Vorschrift wird auch mit Paraf-finae et Ozokeritae ana 5,0 angegeben,z. B. in der Zeitschrift d. österr. Apoth.-Vereins. In der pharm. Zeitung sind die
Bestandteile in einem Verhältniss vo»2:1:5 angegeben. Paraffin und Ozoker»sind in dem vorliegenden Falle aber be-kanntlich gleichwerthig, und ist es gleic&iwelchen Stoff man nimmt.
III.
Unguentum Seminis Gynocardiae.
TV Semintim Gynocardiae odoratae SO-y(Jentundendo inter inspersionem aquae 9poltern fluidam tenerrimam redactiaddeCerae flavae 2,0
Vaselinae 10,0. .
Vase clauso sepone calore balnei ^ minterdum agitando, per horam un* 'Deinde sepone loco calido, postea lefrigido, ut massa adiposa rigescat, <1 •a massa aquosa dematur, tum agit ßtu '
D. S. Zu Einreibungen.
Haematoxylon.
Extractum ligni Campcchiani des Handels. Zur Prüfung auf Abwesenhe^fremder Extracte muss es mit dem officinellen Extract verglichen werden, ,*" x ,man das pulverig zerriebene Extract zuerst mit Aether, dann mit Weingeist etrahirt, den Gehalt des Gelösten bestimmt und das Verhalten gegen Reagen iprüft. Dieser Modus ist zwar kein zuverlässiger, doch lässt er einigerm aadie Vermuthung einer Verfälschung zu.
Tinctura Haematoxyli (Handbuch H, S. 70) wird von H. Borntkäger (C" 6 '