Gutti. — Gynocardia.
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ana 20,0; Gutti 10,0; Cinnabaris 7,5, Fuliginis e taeda 5,0; Saponis 50,0. Fiant pilulaeponderis 0,125g. — Eine andere Vorschrift giebt selbst Oleum Crotonis an. — Man\ergl. auch die Vorschrift im Handb. Bd. II, S. 68. — Diese Pillen sind unbedingteine giftige Arznei, welche nicht im Handverkauf, und in keinem Falle von denherumstreichenden Olitätenkrämern verkauft werden sollten. Dass viel Unheil mit die-sen Pillen angerichtet ist, könnte der Verf. dieses Ergänzungsbandes durch mehrereBeispiele nachweisen.
Magen- und Gallen-Pillen stimmen mit den Kaiserpillen ziemlich überein.(.Hager, Analyt.)
^ Reinigungspillen, Dr. Lang's (München). 5,0 Hydrarg. sulf. nigr.; 1,0 Gutti; 0,5«ad. Althaeae und Gummi Arab. 48 Pillen = 9,0g (2,10 Mk.l (Wittstein, Analyt.)
Wasserpillen (der Thüringer Olitätenkrämer). Der Name ist entstanden wegenuer wässrigen Stuhlgänge nach dem Gebrauch der Pillen. Als Wasserpillen werdenai e vorhin erwähnten Kaiserpillen abgegeben.
Gynocardia.
Gynocardia odorata R. Brown, Chaulmoogra odorata Roxburgh, Hyd-nocarpus odoralm Aiton, wohlriechende Stachelfrucht, ein sehr grosser BaumOstindiens, der Familie der Pangiaceen Endliciier's angehörend.
I- Semen Gynocardiac, Semen Ckaulinoograe (Cliaulmugrae), Grana Chaulmoo-| ra e (.Tschahlmugrakörncr), Chaulmoograsamen, Stachelfruchtköriier (Ta-fung-tze, Lu-Krabo), die Samen der reifen Früchte. Sie sind2 >5—3 Ctm. lang, 1,3—1,5 Ctm. breit, fast eiför-mig und in Folge gegenseitigen Druckes in der
rucht etwas kantig. Das Gewicht eines Samenslst durchschnittlich 2 g. Die Samenhaut ist glatt,«unkelgrau, sehr dünn und zerbrechlich. Das Al-
Umen ist gross und ölreich und schliesst ein Paargi'osser flacher blattartiger herzförmiger Cotyledonenund ein voluminöses Würzelchen ein. (Flückiger,«Anbury). Stärkemehl ist nicht vorhanden.
Eine Verwechselung mit den Samen anderer■hydnocarpus- oder Gynocardia- Arten soll nicht Utfll.oa.
^gewöhnlich sein und wäre bei der Bestimmungder Samen die Länge und Breite zunächst die Auf-gabe, unter der Berücksichtigung, dass die Chaulmoo-grasamen halb so breit als lang sind. Die Samen von Hydnocarpus Wirjhtiana"LrjME sind stark stumpfkantig. Die Samen von Hydnocarpus venenata«AERTNER sind vielleicht ebenso giftig wie die Frucht. Die Samen sind rinnen-
,rm ig-gefurcht und an den Rändern runzelig, während der officinelle Samenglatt und glänzend ist.
Wirkung und Anwendung. Diesen Samen schreibt man in Ostindien und^ m südöstlichen Asien tonische und sogenannte haemokathartische Wirkung zu,daher gebraucht man sie von der äusseren Schale befreit in Form des Pulvers,ein er Pasta oder Emulsion bei Skrofeln, Lepra (Hautausschlag) jeder Art, auchgegen Rheumatismus, Auszehrung, Blutleere. Um den Handel mit dieser Waareund dem daraus ausgepressten Oele den Markt zu öffnen, ist wohl keine Krank-heit übrig geblieben, gegen welche das Mittel nicht empfohlen worden ist. Manbetrachtet es als vegetabilischen Mercurius und somit musste es auch bei seeun-därer Syphilis und Leprosis heilsam sein.
i'ig. 73. Semen Gynocardiae.