Haematoxylon. Campecheholztinten.
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miker-Zeitung 1880 Nr. 25), bezüglich ihres Werthes in der chemischen Analyse,besprochen. Er hält sie als Indicator in der Acidi- und Alkalimetrie wenig ge-eignet, wohl aber als Indicator verschiedener Stoffe z. B. der Kupfersalze, desAlauns, der Kreide etc. Schüttele man reines Mehl (Getreidemehl) mit der mitWasser verdünnten Tinctur, so erfolgt keine Farbenveränderung, doch bei Gegen-wart nur von Spuren der vorerwähnten Stoffe tritt eine violettrothe bis blau-schwarze Färbung ein. Der Ammongehalt der Luft macht das Haematoxyl in -Papier in der Praxis kaum verwendbar oder es ist schwer zu conserviren.
Hämatine, Hcmatine. Unter diesem ganz unpassenden Namen bringt eineLyoner Firma den Farbstoff des Campecheholzes in den Handel. Hematine bildetom braungelbes krystallinisches Pulver, löslich in kaltem Wasser. Man gebrauchtes in der Färberei. 15 g Hcmatine sollen ungefähr 100g bestem Campecheholzgleichkommen; der Preis dieses Farbstoffes ist ca. 180 Mark pro 100kg. Ausserüematine in Pulverform bringt jene Firma auch noch ein flüssiges, concentrirtes"roduct in den Handel. Die Darstellung der Hämatine geschieht wahrscheinlichdurch Extraction des Campecheholzes mittelst Aethers.
Sedanschwarz, Chromschwarz. Die Wolle wird mit Eisenvitriol, Weinstein und^upfervitriol behandelt und dann mit Campecheholz oder Hämatine ausgefärbt.Uiese Farbe ist keine giftige. Wird in Stelle des Kupfersalzes ein Chromsalzgenommen, so erfolgt die Färbung, welche Chromschwarz genannt wird.
!• Campeche hoh-Tinte, du Bell's, Gambctta-Tinte, Kaisertinte, Encre Japonaise,' ne i'othe Tinte, welche violett-schwarze Schriftzüge ausgiebt. Man löst 100 g'ihcinelles Campecheholz-Extract in 4 Litern destill. Wasser und versetzt
200g Römischen Alaun,;" s "ngen müssen klar sein,deeanthirt und
mitL
absetzen,
fält 'g zu schützen,
werden
gelöst in 1 Liter destill. Wasser. Die
Man lässt 8 Tage in dicht geschlossener Flasche
fütrirt den Rest. Diese Tinte ist vor Luftzutritt sorg-
wenn sie ihre rothe Farbe conserviren soll. Die Schriftzüge
während des Schreibens violett - schwarz. Gummi darf nicht zugesetzt
'erden. Die Ueberschrift Encre Japonaise im Handb. Bd. II, S. 72 ist durch
cre Prussienne zu ersetzen.
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II. Campccheholz-Tinte, du Bell's, Chinesische Tinte, Chemiker■ Tinte. Eine
ijosung von 100g officinellen Campecheholz-Extracts in 5 Litern destill.
asser wird nach und nach mit Stannochlorid (Zinnchlorür) versetzt, bis
je schwarzviolette Farbenintensität erreicht ist. Nach dem Absetzenlassen wird
Itnrt. Auch hier darf keim Gummi zugesetzt werden.
Copirtintc aus Campecheholz-Extract. 1000g käufliches Campeche-
olzextract werden zerkleinert und mit 12 Liter kaltem Wasser übergössen?n Unter U mrunren macerirt, bis Lösung erfolgt. Hierauf versetzt man mit100g Glycerin, dann mit 500g gutem Dextrin und 250g Zucker, zuvor ge-pulvert und gemischt. Unter öfterem Umrühren erfolgt in einem Tage Lösung.Man lässt nun 8 Tage hindurch sedimentiren, um dann zu decantliiren und dentr üben Rest mit etwas Wasser verdünnt zu filtriren. Der Colatur mischt manzuerst 80g Manganacetat in klarer Lösung (aus 40g Mangancarbo-na t und 100—110g verdünnter Essigsäure von 1,040 spec. Gewicht dar-gestellt) hinzu und versetzt dann nach und nach mit kleinen Mengen Ferri-acetatlösung, bis ein gesättigt blauer Farbenton erreicht ist. Es gebietet die
Vorsicht, versuchsweise mit ungefähr 10g Extract eine Tinte nach dieser Vor-schrift herzustellen und hierbei gleichzeitig das Ferriacetatmaass zu erforschen.Manches Extract des Handels liefert eine vortreffliche Tinte, manches Extractab er auch nicht. Es muss die Probe-Tinte nach der Anfertigung eine Woche