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Erg.-Bd. (1884)
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Guttapercha. Chicle. Massaranduba.

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«iner Wärme von 40 bis 50° C. wird sie plastisch und knetbar; doch schmilztsie erst bei 150° C. Ausgetrocknet ist sie völlig löslich in Schwefelkohlenstoffund Benzol, auch in heissem Terpenthinöl, nur theilweise in Weingeist und Aether.Gegen Aetzalkalien und conc. Salzsäure verhält sie sich ziemlich indifferent.Conc. Salpetersäure und conc. Schwefelsäure wirken dagegen zerstörend ein.

Achras Sapota Linn. im südlichen Amerika liefert in der Rinde, CortexSapotae, ein Chinarindensubstitut, und in den Früchten die wohlschmeckendenSapotille-Pflaumen.

Das spec. Gewicht der Balata ist 1,0401,045.

III. Chicle, Chicle-fiummi, Mexicangum, Sapota, ist ein der Balata nahestehen-der Körper, welcher wahrscheinlich einer Sapotacee entnommen wird. Die Balatakommt meist aus Englisch-Guiana, Chicle aus Mexiko in den Handel. Einige be-haupten, dass Balata und Chicle einem und demselben Baume entnommen werden.Das von Endemann und Prochazka (The Druggist's Circ. and ehem. Gaz.1880) untersuchte Chiclegummi bildete chocoladen- und fleischfarbene Kuchen,Reiche zwischen den Fingern zerbröckelten, dabei jedoch einen gewissen GradFähigkeit und Plasticität erkennen Hessen, welche letztere Eigenschaften in der"arme mehr hervortraten. Beim Erhitzen entwickelte sich zuerst Caramelgeruch,ann der Geruch des schmelzenden Kautschuks. In siedenden verdünnten Säurenlf d es zersetzt unter Bildung von Oxalsäure und Glykose. Die mit Säurenehandelte Masse wurde durch verdünnte Aetzalkalilösungen wieder zu einer tei-len Masse.

Chiclegummi wurde zusammengesetzt gefunden aus: 75 Proc. der Harz-

asse, 9 p roc> Kalkoxalat mit etwas Kalksulfat und Phosphat, 10 Proc. Arabin,

"roc. Zucker und 0,5 Proc. in Wasser löslichen Salzen, Farbstoff. Diese Zu-

aramensetzung lässt annehmen, dass Chicle nur der eingedampfte Pflanzensaft

Da das reine Chiclegummi in Schwefelkohlenstoff und Aether völlig löslich

> so kann das rohe von den Beimischungen auch leicht befreit werden. Diese

^ un S ist gelb, der unlösliche Rückstand dunkel chocoladenfarben. Wird der

y wefelkohlenstoff zum grösseren Theile abdestillirt und die dickfliessende Sub-

anz m Wasser gegossen, so erhält man eine in Wasser untersinkende, undurch-

cütige, fleischfarbene, erkaltet wie Wachs consistente und, so lange es noch

Schwefelkohlenstoff enthält, etwas elastische Masse, welche aber bei 100° C.

ausgetrocknet spröde ist, ein körniges Aussehen und innen eine blassgelbe, aussen

e jue bräunliche Farbe hat. Mit nur wenig Schwefel vulkanisirt wird es gut

plastisch, mit vielem Schwefel aber spröde. Ausführliches hierüber findet man

ln " er Deutsch-Amerikanischen Pharmaceutischen Zeitung 1880.

B r .??' Minusops elata (Planchon?), ein mächtig grosser Baum, eine inrasihen einheimische Sapotacee.

na , ssaran d«ba, Snccus Massarawlubae, der eingetrocknete Saft des vorbe-

au 6D Baumes, welcher zugleich auch ein vortreffliches Bauholz liefert. Der8 den Einschnitten ausfliessende Milchsaft ist angenehm von Geschmack, aus-ist nahrhaft und wird daher auch wie Kuhmilch gebraucht. Eingetrocknetetert er eine der Balata ähnliche Substanz, welche meist als Guttapercha oder

b a uts c huk in den Handel kommt. Sie ist weisslich, porös und auch hart, wirdei . £ mer niedrigeren Temperatur weicher als Guttapercha und bleibt auch längereich, klebend und elastisch. Von conc. Schwefelsäure wird sie vollständig

gelost.