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Erg.-Bd. (1884)
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Guttapercha. Ralata.

Unter den Insecten ist es die Templetonia crystallina, welche in einigen Meeres-gegenden in grossen Schwärmen vorkommt und die Guttaperchaschicht der unter-seeischen Kabel abnagt (Scient. Amer. 42).

Murton erwähnt 5 Guttaperchasorten Hinterindiens, wie Gutta-soosoo,Gutta-taban, Gutta-rambong, Gutta-singgarip und Gutta-putih-sundek, von welchen die beiden letzteren den billigsten Einkaufspreis zu Perakund Salangor hatten und zwar pro kg 12 Mark. Die erste Art, Gutta-soosoowurde (1879) das kg mit 3 3,30 Mark bezahlt. Diese aus Perak kommendist nicht mit der gleichnamigen Art, von Borneo kommend, zu verwechseln,welche dem Kautschuk nahe steht \ind mit rubber bezeichnet wird. Die Mut-terpflanze der Art aus Perak, eine Diopsis - Species, soll ziemlich vertilgt sein.

Gutta-Akolian wird von Isonandra Motlcyana (Java, Sumatra) ent-nommen.

Charta Guttapercha, Gutta Percha foliacca s. chartacca, Gutta-Percha-Papifr»dem Papiere ähnliche braune, durchscheinende Lamellen aus Guttapercha wirdvon sehr schöner Beschaffenheit von der Firma Baeümcher & Co., Gumnii-Waaren-Fabrik zu Dresden, in den Handel gebracht. Es ist von verschiedene 1.Stärke, circa 92 Ctm. breit liegend und in allen Längen, wie es gefordert wird.Der Preis entspricht dem Gewichte, pro kg der Extrasorte zu 26 Mark, Prima-S«zu 20 Mark, Secunda-S. zu 16 Mark.

Cllloro-Percha nannte man früher in England die chloroformige Lösung derGutta-Percha (das Traumaticin).

Gewebe, electro-magnetisches, ein mit Guttapercha überzogenes Baumwollen-gewebe. Das von der Appretur befreite Gewebe wird mit einer Leinöl enlha'-tenden Lösung der Guttapercha in Schwefelkohlenstoff, versetzt mit etwas Euca-lyptusöl, auf beiden Seiten überstrichen. Da Guttapercha leicht electrisch wird>so genügt es, den leidenden Theil des Körpers mit diesem Gewebe zu bedeckenund dieses mit Seide oder Wolle schnell zu reiben. Dass dieses Gewebe auchdurch Guttaperchapapier ersetzt werden kann, ist selbstverständlich und * irdieses auch gewöhnlich abgegeben, wenn es unter obigem Namen verlangt w' rd '

Gewebe, gas- und wasserdichtes; Gas- und wasserdichter Zeugstoff, Hein» 1011Hirzel's (patentirt), dient zu Membranen für Gasdruckregulatoren, zu Beuteund Säcken für trockene Gasuhren und zur Herstellung von trockenen Gasbeh' 1tern. Zwischen zwei Stücke eines dichten Stoffes, z. B. Shirting, der nicht ap'pretirt ist, wird ein Stück Guttapercha - Papier gelegt, und das Ganze dann i>sehen heissen Walzen hindurch geführt. Der so hergestellte Stoif wird dur ceinen Ueberzug von Copallack auf beiden Seiten noch widerstandsfähiger gemäß

Vnlkanit wird wie Ebonit (S. 227) dargestellt und stimmt mit diesem »acArt und Beschaffenheit überein.

IL (Handb. Bd. II, S. 65.) Die Balata oder Ballota liefernde Ä^'jjMuelleri, Mimmops Balata Gaertnbr, Achras Balata, Achras disseeta, j>

an den Ufern des Orinoco und des Amazonenstromes in Menge vegetiren.Milchsaft dieses Baumes (Bully-tree) wurde vordem von den EingeborenenNahrungsmittel benutzt. Jeder Baum soll jährlich 0,3 0,5 kg Balata l,ete m '.Der beim Anschürfen der Rinde ausfliegsende Saft wird in Holzgefässen S eS ^melt, später durch Kneten gereinigt und in Platten ausgewalzt. Balatamanche Vorzüge vor Guttapercha. Sie ist geschmacklos-, riecht erwärmt nunangenehm, lässt sich schneiden, wie Leder biegen und ist etwas elastisc >auch ein besserer Isolator für Wärme und Electricität als Guttapercha.