Guarana. — Guttapercha.
eines 18jährigen chlorotischen Mädchens nach zwei Gaben beseitigt. Er unter-richte dieses Mittel, welches er für eine Geheimmischung hielt, mit seinen Sin-neswerkzeugen und ersetzte es durch eine Mischung aus 0,35 Chininsulfat, 0,14Opium und 3,0 Zucker, welche Mischung er in 4 Theile theilte, und konnte er durchEinführung von 2 Theilen im Verlaufe einer Stunde gleiche Heilerfolge erzielen,obgleich Guarana in Oesterreich officinell ist, so wusste dieser Artzt nichts davon,er hat aber bewiesen, dass sich die Guarana durch eine Mischung von Chi-ni nsulfat und Opium ersetzen lässt (pharm. Centralh. 1876, S. 199).
. Elixir Gnaranae, Elixir Paulliniae, wird durch 3-tägige Digestion be-btet aus: grobgepulverter Guarana und Glycerin von jedem 20,0,Weingeist und destillirtem Wasser, von jedem 35,0, Pomeranzen-^halenöl 15 Tropfen und Zimmtöl 5 Tropfen. Die zwei Tage an einem*jinlen Orte beiseite gestellte Flüssigkeit wird filtrirt. Dieses Elixir wird wiedle Tinctnr gebraucht.___________
Paullinia pinnata Linn., Timbo, ein Schlingstrauch, in Südamerika ein-heimisch.
f Cortex Paulliniae pinnatae radicis, Timbowunelrinde, Timbo, Ciirnra-
*P e > Wurzelrinde der gefiederten Paullinia, welche unter den Paullinia-Arten alsle giftigste angesehen wird. Diese Rinde ist von gelblichgrauer Farbe undei gt auf dem Querschnitt eine äusserste Lage Korkzellen, in der Mittelschicht
J*freute Steinzellen, eine dicke Innenparenchymscliicht mit Zellen, welche mit
^ärkemehl angefüllt sind, dann Reihen Harzzellen, Bastbündel und Markstrahlen.er Geruch ist angenehm gewürzhaft, moschusartig.
Die Pulverung dieser Rinde ist schwer auszuführen. In Wasser eingeweicht•nimt sie die dreifache Menge ihres Gewichtes Wasser auf, daher dient sie zu Kata-
P asmen bei Leberleiden. Wenn in Folge der Anwendung ein Haut-Ausschlagn «eht, so muss mit den Kataplasmen cessirt werden.
Stanislaus Martin fand in der Rinde ein krystallisirbares Alkaloi'd, Tim-
DoI n, ferner Harz, Gerbsäure, flüchtiges Oel etc.
Die Blätter und der Saft derselben werden wie die Abkochung der Rindes Wundmittel angewendet. Martius war der Ansicht, dass dieser Saft beiydrophobie, Tiefsinn, Geistesstörungen, Amaurose Heilerfolge gewähren dürfte.
lnm A ™*" Migraine -Geist, Krausser's, ist Guaranatinktur, mit dem doppelten Vo-men wproc. Weingeist verdünnt.
Guttapercha.
^ L Guttapercha (Guttapertscha) liefernde Isonandra Gutta Hooker (Handb.*• D> S. 62) wird jetzt von den Botanikern Dichopsis Gutta (Bentham) ge-eint. Dieser Baum soll in seinem Mutterlande in Folge der rohen Einsamm-"ngsweise der Guttapercha nur noch in wenigen Exemplaren anzutreffen sein.^ s existiren noch eine Menge Dichopsis- Arten und wird man hoffentlich zueiner vernünftigen Cultur derselben schreiten. Im Archiv der Pharm. 1880nndet sich ein ausreichender Bericht über Guttapercha von Murton, Inspectores botanischen Gartens zu Singapore.
Nach einem Berichte W. H. Preece's hält sich Guttapercha in Wasser un-begrenzte Zeit hindurch unverändert, dagegen wirken Luft, Wärme, Licht directlm Contact mit Guttapercha zersetzend und oxydirend, unter Bildung von Harzen.
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