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Guarana.
der Rückstand mit 1500 Th. eines 60proc. Weingeistes einen Tag digerirt,nach dem Erkalten colirt, dann die Colatur filtrirt, dieselbe durch Destillation undAbdampfen zur derberen Syrupdicke eingeengt und in dem reservirten Filtrat ge-löst. Beträgt diese Lösung mehr als 1000 Th., so ist sie durch Abdampfen bisauf 1000 Th. zu reduciren, beträgt sie weniger, so wird sie mittelst verdünntenWeingeistes auf dieses Quantum gebracht. Man lässt das Extract eine Wochesedimentiren und decanthirt dann, den Rest filtrirend.
Behufs Bestimmung des Coffeingehalts werden 5 g mit 2 g pulvrigem Kalk-hydrat, 5g Bleioxyd und 10g Wasser gemischt, im Wasserbade erhitzt, dann15 g Kaliumsulfat zugemischt, ausgetrocknet, zu Pulver zerrieben und mit einem Ge-misch aus Aether und Chloroform, wie weiter unten angegeben, behandelt.
Die Bestimmung des Coffeingehaltes in der Guarana (Handb. II, S. 57) ge-schieht nach Mulder und Dragendorff zweckmässig in folgender Weise: 5,0gder gepulverten Guarana werden mit Wasser bei 100 ° C. extrahirt, die Auszügegemischt, filtrirt, nach Zusatz von 2,0 g gebrannter Magnesia und 5,0 g Glas-pulver zur Trockne abgedampft. Der Verdampfungsrückstand wird gepulvert,unter mehrtägiger Maceration wiederholt (3—4 mal) mit je 60 CC. Aether er-schöpft, der Aetherauszug (decanthirt und. filtrirt) im tarirten Glaskolben ab-destillirt und zuletzt der Rückstand ausgetrocknet und gewogen. Das Unan-genehme dieser Methode ist die zu grosse fast 350 CC. betragende Aethermeng e rwelche erforderlich ist. Da in den wässrigen Auszug kleine Mengen Fett über-gehen können, so ist es besser den wässrigen Auszug bei Wasserbadwärme biszur Syrupdicke einzuengen mit lg pulvrigem Aetzkalk und 1,5g gebrannte'Magnesia zu mischen und eine halbe Stunde zu digeriren, dann 15 g gepulvertesKaliumsulfat dazuzumischen und das Ganze zu einer staubigen Masse ausz«'trocknen. Dieselbe zu Pulver zerrieben wird nun auf dem Deplacirwege m 1einem Gemisch aus 30 CC. Chloroform und 60 CC. Aether (welches Genüse' 1aber total wasser- und weingeistfrei sein muss) extrahirt. Um das Gemisch 'i&deshydratisiren und zu desalkoholisiren muss es mit völlig trocknom Kaliumacet»geschüttelt werden. In einem tarirten Kölbchcn wird der Aether-Chloroforniaus-zug unter allmählich vermehrter Erhitzung des Wasserbades der Destillation o*"terworfen, das Kölbchen nun geöffnet und weiter erhitzt, bis ein in den B* sdesselben gestecktes Bäuschchen Fliesspapier nicht mehr feucht wird. Der R uCstand ist Coffein in wasserfreier Form. Durch das Gewicht des Kölbchens lafsich die Menge leicht bestimmen. Wäre es etwa dunkel an Farbe und ersehe)es sehr unrein, was zuweilen vorkommen kann, so löse man es in absoluteWeingeist, filtrire und dampfe es in gleicher Weise zur Trockne ein. Einhalt von 3,5 Proc. Coffein deutet auf eine gewöhnliche, ein Gehalt von 5 P r0 'auf eine gute Waare. , r
Der Operationsgang kann sehr vereinfacht werden, wenn man 5 g dergrob gepulverten Guarana mit 20 CC. heissem Wasser und 10 CC. Weingeist um-gössen auf ein halbes Volumen einkocht, dann mit 3 g pulvrigem K alk1 ^' Vgemischt einmal damit aufkocht und hierauf mit 5 g Bleioxyd und 10 CC " e "geißt durchmischt und digerirt, nach einer halben Stunde endlich mit 15 S »^pulvertem Kaliumsulfat versetzt und eintrocknet. Im Uebrigen extrahirt in»wie oben angegeben mit Aether-Chloroform. Hierbei ist es wesentlich, dass <fette Oel vor der Extraction eine vollständige Verseifung erfahren hat.
Ein von Greene (Amerik. Journ. of Pharm. Vol. 49, S. 337) ang^
benesEr beno
Verfahren ist so umständlich, dass man wohl davon absehen kann
dabei ebenfalls Bleioxyd. } .
Ein Arzt in Oesterreich hatte Guarana von Grimatjlt & Co. in P» r1 ^ ^
zogen und damit einen hartnäckigen, fast zur Raserei treibenden Kopfscn»
her