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Erg.-Bd. (1884)
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513
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Guano. Guanin. Guarana.

513

21,040

Phosphorsäure, lösliehe

8,130

1,524

Phosphorsäure, unlösliche

3,120

0,648

Organische Substanz

21,458

3,350

Schwefelsäure

20,330

1,400

Wasser

15,750

3,250

Kalkerde

Ferrioxyd

Magnesia

Sand

Kaliumchlorid

Natriumchlorid

Die organische Substanz enthielt 7,99 Proc. Stickstoff, davon 2,89 Proc. alsAmmon (Landw. Vers. St. 24, 269).

«iiaiiin (C B H s N 3 0), ein Bestandteil einiger Guanosorten und der Kreuzspin-ne nexcremente. Es findet sich auch in Pankreasdrüse und Leber der Säugethiere,111 den irisirendeu Massen der Fischschuppen, der Schwimmblase, (in der Perl-essenz).

Zur Darstellung wird die mit Kalkmilch hergestellte Peru-Guano-Abkochungffil _t Essigsäure gefällt, das mit Harnsäure gleichzeitig abgeschiedene Guanin mitWeisser Salzsäure gelöst, aus dieser Lösung mittelst Ammons gefällt und end«eh durch Auflösen und Fällen gereinigt.

Es bildet ein farbloses, amorphes, geruch- und geschmackloses, in Wasser,Weingeist und Aether unlösliches, aber in Säuren und Alkalilösungen löslichesPulver. Erhitzt zersetzt es sich erst bei 200 ° C. Es ist eine zweisäurige Base" n( * giebt daher zwei Reihen krystallisirender Salze. Durch Kaliumchlorat unda 'zsäure geht es in Guanidin, Parabansäure und Kohlensäure über. Mit Salpe-ersäure eingedampft hinterbleibt Xanthin und ein Nitrokörper, löslich in Aetz-kalilauge oder Ammon mit dunkelgelbrother Farbe. Kaliumhypermanganat ver-ändert es in Harnstoff, Oxalsäure, Oxyguanin, welches letztere sich dem Guaninz 'emlich ähnlich verhält.

Nach Stefano Capranico unterscheidet sich das Guanin vom XanthinOu Sarkin durch den Niederschlag mit Pikrinsäure, welcher unter dem. oskop pinselförmige, farnkrautahnliohe Gebilde erkennen lässt. Sarkin bildetJt Pikrinsäure gelbliche Nadeln. Mit Kaliumchromat bildet Guanin orangerotheKroskopische prismatische Krystalle, während Xanthin und Sarkin mit Kalium-romat sehr leicht lösliche Verbindungen bildet. Ebenso giebt Guanin mit Ka-jwnferricyanid einen gelbgrauen krystallinischen Bodensatz, Xanthin und Sarkina ber nicht. (Zeitschr. d. physiol. Chem. 4, 233.)

Perlessenz, Essence d'oricnt, wird aus den Schuppen der Weissfische fCypri-nu f atöurnwj dargestellt, indem man die Schuppen mit Wasser schüttelt und* ei bt, dann die schleimige silberglänzende Flüssigkeit absondert und diese mitAmmon und wenig Boräther versetzt. Zum Gebrauch wird die Masse mit Hau-oenblasenlösung gemischt.

Guarana.

Guarana (spr. guarana) wird im warmen Amerika arzneilich viel ge-baucht, und gilt daselbst als ein sehr werthvolles Medicament. Vergl. Handb.B(1 - II, 57.

. Extractum «uaranae flnidnm, Gnaranaflnidcxtract. 1000 Th. Guarana,m e m grobes Pulver verwandelt, werden mit 200 Th. Glycerin und 300 Th.£ e still. Wasser gemischt 24 Stunden im Wasserbade bei geschlossenem Gemss digerirt, hierauf mit 500 Th. Weingeist versetzt und einen Tag bei 50bls 60« C. digerirt. Dann wird nach dem Erkalten flltrirt, das Filtrat reservirt,

Hager, Pharm. Praxis. Suppl.

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