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Guano.
Guano.
Die Guano-Arten sind entweder erdige oder ammoniakalische. Nurletztere sind für den medieinischen Gebrauch verwendbar. Wenn Peru-Guanozu erlangen ist, so verdient dieser den Vorzug. Ihm ziemlich ähnlich oder ver-wandt sind Angamos-Guano und Lobos-Guano, zwei Peruguano-Arten, vonwelchen die erstere von geringerer Lagerungszeit ist, die andere auf der InselLobos gefunden wird. Mit letzterem Namen belegt man auch wohl den Guanoauf den Chinchas-Inseln. Nicht mediciniseh verwendbar sind die erdigen Guanos,welche auch mehr als 40 Proc. Asche ausgeben, z.B. Sombrero-Guano mit 75bis 90 Proc. Phosphaten, der ihm sehr ähnliche Navassa-Guano mit 70—80Proc. Phosphaten, Baker-Guano mit 75 — 85 Proc. Phosphaten, der ähnlicheMejillones-Guano aus Bolivia und die Australischen Guano-Arten.
Zur Bestimmung der Phosphorsäure im Guano empfahl Gilbert vormehreren Jahren die Guanosorte behufs Zerstörung der organischen Substanz mitNatriumcarbonat und Kaliumchlorat zu schmelzen, um gleichzeitig die Bildungvon Pyrophosphorsäure zu verhindern.
Schumann (Zeitschr. f. analyt. Chemie, 1875 S. 301) hielt dagegen dieZerstörung der organischen Substanz für völlig überflüssig, sobald man sich dersogenannten Molybdänmethode bediene. Er empfiehlt 10 g der gepulverten Sub-stanz in einem 0,5-Litr.-Kolben mit etwa 100 CC. Wasser und 40 CC. Salpeter-säure von 1,18 bis 1,20 spec. Gewicht eine halbe Stunde zu kochen. Nachdem Verdünnen mit Wasser bis auf etwa 400 CC. lässt man abkühlen, füllt nunbis 500 CC. auf, filtrirt und bestimmt in 25 CC. des Filtrats die Phosphor-säure mittelst der Molybdänsäure in bekannter Weise. Da hierbei nur Spure»von Kieselsäure gelöst werden, so ist das zeitraubende Eindampfen zur Absehe 1 'düng derselben nicht erforderlich. Als Beleg für die Genauigkeit dieses Ver-fahrens giebt er an, bei der Bestimmung mit Molybdänsäure nach der Schmelzmethode und der directen Lösung mit Salpetersäure folgende Resultate erhalte 11zu haben.
Schmelzmethode
Mejillonesguano 35,72 Proc. P 2 0 5Bakerguano 32,78 „ „
Enderburyguano 38,00 „ „Maidenguano 34,35 „ „Im CuraQao-Guano fand H. Steffens Jod, denn beim Aufschliessen «"Säuren entwickelten sich violette Dämpfe.Franz Hulwa fand in diesem Guano
in Stücken gemahlen
Proc. Phosphorsäure 39,913 40,545
Kalkerde 51,255 50,874
Eisenoxyd 0,388 0,216
Thonerde 0,197 0,164
Der Ichaboe-Guano kommt von den Ichaboeinseln an der südweBtlicöKüste Afrikas. Der Stickstoff ist zum Theil in Form organischer Stoffe da *vertreten. Um das daraus sich bildende Ammon zu binden, ist der ^ usa invon Schwefelsäure nothwendig. B. C. Niederstadt fand in einer ProbeProcenten:
Direct gelöst35,67 Proc. P 2 0 532,79 , „38,08 „34,30