Guaco. — Guajacnm.
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Guaco.
Guaco oder Huaeo ist in neuerer Zeit als ein krebsheilendes Mittel em-pfohlen worden. Wenn es auch nicht carcinomatische Leiden beseitigen kann,ß o soll es doch den Schmerz lindern. Ein Holländischer Arzt, Dr. Gerard vanSchmitt will mit Guacopräparaten ausserordentliche Heilerfolge erzielt haben. Eswerden aus dem Kraut Pflaster und Salben gemacht, auch wird es innerlich ge-geben. Der Genannte wollte eine Klinik für Krebskranke in Paris errichten,doch ist in letzter Zeit über dieses Project nichts in die Öffentlichkeit gelangt,ausser in den Fällen, wo diese SciiMiTT'schen Guaco-Mittel als Geheimmittel an-gegriffen werden.
Guaco ist zwar viel und oft gegen Hydrophobie, Paralysis, Fieber, Cholera,Epilepsie, Syphilis etc. versucht worden, aber niemals konnten sichtliche Heil-erfolge damit erreicht werden; so oft auch wieder daran erinnert wurde, eben so°ft sah man sich beim Gebrauch des Mittels getäuscht. Immerhin bringt die Reclamedem Schöpfer derselben viel Geld ein. Die Tinctur wird zu 4, die Salbe zu 3,das Pflaster in zwei Sorten, jedes zu 3, Essenz zu 1,50 Gulden, die Broschüredazu zu 30 Kreuzer dem Patienten abgelassen. Die Mittel helfen nicht und inder Hoffnung, dass sie helfen könnten, werden sie immer wieder angeschafft undgebraucht. Dass die betreffenden Atteste von Leuten, welche Fach-Autoritäten8em wollen, unter gewissen Umständen gern ausgestellt werden, ist ja nichts Unge-wöhnliches, und so verharrt Guaco vorläufig in gutem Heil-Kufe.
Guajacum.
Resina, finajaci. Von A. Kopp wurde die als Peruviana aromatica unter-schiedene Sorte untersucht und beschrieben (Arch. f. Ph. 1876). Sie bildetegleichförmige, gelblichbraune, spröde, electrische Massen. Schmelzpunkt 90° C.as fische Pulver von scharfem und kratzendem Geschmack war gelb und nahman der I JU ft j m Contact mit Ferrichlorid, Salpetersäure, Jodwasser, Chlor, alsopwt oxydirenden Stoffen weder eine blaue noch grüne Farbe an. Es war löslichm Weingeist, Aether, Chloroform, Schwefelkohlenstoff etc. Die weingeistige Lö-sung reagirte schwach sauer. Mit conc. Schwefelsäure im Contact nahm es einerothe Farbe an. Die Destillation ergab 4 Proc. bei 192 — 260° C. siedendesgelbes Oel von 0,87 spec. Gewicht, den polarisirten Lichtstrahl nach Rechts um72,8<> drehend und der leichter siedende Antheil ergab eine starre HCl-Verbin-dung. Das Harz mit Kali behandelt ergab eine Säure mit den Merkmalen derProtocatechusäure; mit Salpetersäure erfolgte eine Nitroverbindung (C^^N^O, 0 ).Die trockne Destillation ergab ein bei 255—270« C. siedendes blaues Oel (C 20 H 30»ach Behandlung mit Natrium). Ohne Zusatz von Natrium rectificirt erfolgteein Oel von einer Zusammensetzung nach der Formel C 2 oH 30 0, mit dem blauen«albanumöl ziemlich übereinstimmend.
Aus diesen Ergebnissen lässt sich der Schluss ziehen, dass diese Gnajak-toarzsorte pharmaceutisch als Resina Guajaci nicht verwendbar ist.
Das officinelle Guajakharz hat ein spec. Gewicht von 1,230—1,240.
HrascHSOHN untersuchte 8 Proben Guajakharz. Diese waren in Weingeist,Aether und Chloroform bis auf einige Verunreinigungen total löslich. Ferrichloridfärbt die weingeistige Lösung dunkelblau, Aetzammon macht sie grün fluore-