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Erg.-Bd. (1884)
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Grindelia.

Flores Grindeliae, Stipites Grindeliae, Summitates Grindeliae, die getrockne-ten Bliithen mit den Stengelspitzen. Wie es scheint, ist die Wirkung dieserTheile von G. robusta und G. squarrosa entnommen eine gleiche.

Grindelia robusta hat länglichrunde stumpfe Blätter, welche gegen dieBasis breiter sind als in der Mitte. Die Hüllschuppen sind pfriemenförmig, nachunten gebogen.

Grindelia squarrosa hat sehmälere lanzettförmige Blätter mit herzförmigerBasis, nach der Basis zu verschmälert, nach der Spitze zu breiter. Die Hüll-schuppen sind pfriemenförmig und stark nach unten gebogen.

Es giebt noch mehrere Arten, wie G. integrifolia , inuldides, glutinosa,rubicaulis, welche zu denselben Heilzwecken Anwendung finden. Die letztereist von Wood und Bache als Antidot des Rhus Toxicodendron empfohlenworden. Die Grindelia squorrosa soll am heilkräftigsten sein und sogar mitdem Chinin an Wirkung rivalisiren. G. glutinosa Dunal fAster glutinosusCa van, Donia glutinosa Rob. Brown) galt von jeher als ein kräftiges Wund-heilmittel.

Die Grindelia- Arten sind reich an Milchsaft und Harz, welches an denHüllen der Blüthen auszuschwitzen pflegt.

f- Extractnm Grindeliae (boraxatnm). Die getrockneten Blüthenbüschelwerden zerschnitten und 1000 Theile mit 4000 Th. Wasser, in welchem 25 Th-Borax gelöst sind, bis fast zum Aufkochen erhitzt, zwei Tage hindurch digerirt,dann ausgepresst und die nach einigen Tagen sedimentirte Colatur nochmalsunter Decanthation colirt und zur Extractdicke eingedampft. Man giebt es in-nerlich zu 0,10,2 vier- bis sechsmal täglich bei Asthma, Keuchhusten, Bron-chialkatarrh (Gibbons).

Extractum Grindeliae robnstae fluidnm wird aus den getrockneten Blättern undBlüthen durch Digestion dargestellt. 100 Th. derselben werden kleingeschnittenmit 25 Th. Glycerin und 300 Th. 60proc. Weingeist zwei Tage digerirt, dannausgepresst, nun nochmals mit 200 Th. eines gleichen Weingeistes digerirt undausgepresst. Die vereinigten Colaturen werden filtrirt, der Weingeist davon ab"destillirt, bis auf 60 Th. eingedampft und nun mit 40 Th. eines 90proc. Weiß'geistes vermischt; endlich nach zweitägigem Stehen filtrirt und am schattigenOrte aufbewahrt. In gleicher Weise wird das

Extractum Grindeliae sqnarrosae fluidum bereitet.

Gebräuchlicher ist in Nord-Amerika das folgende Pluidextrat.

Extractnm Grindeliae fluidnm (boraxatum). 1000 Th. der blühenden, trockne»Stengelenden der Grindelia werden mit 4000 Th. Wasser, welchem 25 Tb-Borax und 200 Th. Glycerin zugesetzt sind, bis zum Aufkochen erhitzt unddann nach zweitägiger Digestion ausgepresst. Die durch Absetzenlassen unDecanthation gereinigte Colatur wird bis auf 1000 Th. eingedampft und mit &Th. Aether durchschüttelt in dicht geschlossener Flasche an einem schattigenOrte aufbewahrt.

Syrupus Grindeliae. 100 Th. des Milchsaftes der Bliithenkelche, durch Zer-quetschen und Auspressen gesammelt, werden mit 200 Th. zerstossenem Zuckerund 60 Th. 45proc. Weingeist im geschlossenen Gefässe bei gelinder Digestions-wärme zum Syrup gemacht, welcher noch warm zu coliren ist. Diesen ° vr opempfahl Gibbons als Antasthmaticum. Man kann den Syrup auch durch Aulosen von 5 g Extract in 95 g Syrupus Sacchari darstellen.