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Guajacum.
scirend. Conc. Schwefelsäure löst kirschroth (verfälschtes Harz gelbroth).Weingeist verändert dieses Roth in Grün, Wasser scheidet aus der Schwefel-säurelösung schwarzblaue Flocken. Natriumearbonatlösung färbt dasHarzpulver grünlich und wirkt in der Wärme lösend. Petroläther löst 1,8bis 3,9 Proc. farblos, welche Lösung mit Jod nicht reagirt. Das wohlriechendePeru-Harz wird von Ferrichlorid grünlich gefärbt. Die Chloroformlösung wirddurch Brom roth gefärbt und Natriumearbonatlösung wirkt nicht lösend. Petrol-äther löst bis zu 43 Proc. von diesem Peruharze. Dieses Harz giebt auch nichtdie Blutreaction des echten Harzes.
Wirkung. Guajak und vorwiegend das Harz ist ein Stimulans, welches instarken Gaben fast giftig wirkt, in kleinen Gaben aber ein vortreffliches Heil-mittel sein soll bei Amenorrhoe, Dysmenorrhoe, Fluor albus, chronischen Ka-tarrhen, gichtischen, rheumalischen, scrofulösen, syphilitischen Leiden. In schwacherGabe belebt es den Kreislauf des Blutes, erhöht die Körperwärme und vermehrt dieDiaphorese. In starker Gabe erzeugt es Trockenheit im Munde, stört es dieVerdauung, bewirkt es Kopfschmerz, Kolik, Erbrechen, Diarrhoe und eine Ver-mehrung der Secrete. Vergl. Handb. Bd. II, S. 50 u. 52.
Guajakreaction, Reaction auf Knpfer. Schönisein fand, dass eine fast farblose Misch-ung von Kupfersalz mit Guajak durch Zutritt von Cyanwasserstoff oder Cyanideneine blaue Farbe annimmt oder dass eine kaum gefärbte Kupfersalzlösung inGegenwart von Cyaniden mit Guajak eine blaue Farbenreaction giebt (vergl. S. 382)>Purgotti fand dagegen, dass die Ferrocyanide, Nitroprusside, Rhodanido und Cy»"nate, auch alkalische und erdalkalische Chloride sich hier ebenso verhalten, wiedie Cyanide. Mithin ist diese Reaction eher eine solche auf Kupfer als aufCyanide. Die zu untersuchende Flüssigkeit muss zunächst frei von allen denStoffen sein, welche mit Guajakharz eine blaue Farbenreaction geben (z. B. Fern-chlorid, Mercurisalze, Salpetersäure, Chlor, Brom etc.). Man soll nach PurgotTIdie Flüssigkeit mit einem Alkalimetall - Chloride mischen und dann auf dieselbeeine verdünnte Guajaktinctur sanft auffliessen lassen. Bei wenig Kupfer tritt n« ran der Grenze beider Flüssigkeiten eine Bläuung ein. Die Reaction soll » u *einer Oxydation von Cuprichlorid beruhen (?) nach der Formel 2CuCl 2 +H^O= ::Cu 2 Cl+2HCl + 0.
Extractum (inajaci ligni. Im Anhange der preuss. Arzneitaxe 1878 sind eineMenge Vorschriften angegeben, welche theils der Kindheit der Pharmacio ent-stammen, theils sogar eine total verstandslose Fassung haben. Unter denselbenwar auch ein mit Wasser bereitetes Guajakholz-Extract angeführt. Hforzu 1 9nur zu bemerken, dass dieser Anhang, obgleich einer ofueiellen Taxe beigegeben»für den Apotheker nicht bindend ist, d. h. er kann nach seinem Gutdünken da-von Notiz nehmen oder nicht.
Gnajacin Devaux's ist Guajakharz. Der trocknen Destillation unterworfengehen über: Guajacön (ein Hydrür des Guajacyls oder Guajacols) und eine kry-stallisirbare Substanz, Pyroguajacin (St. Claire-Deville).
Olenm Guajaci, Guajak-Oel, das bei der trocknen Destillation des Guajakholzesgesammelte flüchtige Oel (Guajacen). Es wird in weingeistiger Lösung zum E in 'reiben bei Rheuma angewendet.
Spiritus Guajaci s. guajacinus, Guajak-Geist ist das filtrirte Destillat aus dertrocknen Destillation des Guajakholzes, nachdem das Destillat von dem daraschwimmenden Guajacen befreit ist.
Tinctura Guajaci ligni, Tinctura Guajaci resinae sollen mit Glycerin genwacihren unangenehmen Geschmack verlieren und daher besser zu nehmen sein.