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Erg.-Bd. (1884)
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Granatum.

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Granatum.

tortcx Granati radieis. Es ist erwiesen, dass die Rinde des Stammes undaer Aeste in ihrer taenifugalen Wirkung mit derjenigen der Wurzel übereinstim-me n und dass von jeher jene Rinden der Wurzelrinde beigemischt -waren undstets mit Erfolg angewendet wurden. Deshalb wäre es richtiger, überhauptnu r die Droge mitCortex Granati" zu bezeichnen (Vogl). Nauelvoort be-^ntet im pharm. Weekblad, Jahrg. 14, dass man in Batavia aus der Rinde derWl irzel und der Aeste Extracte hergestellt und auf ihre taenifugale Wirkunggeprüft habe, ohne dass ein Unterschied gefunden werden konnte.

Dagegen halten Th. Husemann, de Vau, Suiimidtmüller u. a. Autoritäten

ut dem physiologischen Felde die Wurzelrinde um vieles wirksamer als die

strinde, ungefähr im Verhältniss wie 5:4. Da nun beide Rinden nur gemischt

° "en Handel kommen, so müssen sie auch verbraucht werden, oder es wäre

le Verordnung nöthig, die Astrinde herauszusuchen und zu verwerfen. Im

ebrig en 8o n die frische Rinde allein die bandwurmtreibende Wirkung haben

JJ'l mit der Zeitdauer der Lagerung verhältnissmässige Einbusso daran erleiden.

iTtv 11 ^' eses Vorhalten der Rinde sicher erkannt wäre, so wäre man auch ge-

p . ül gt, in den leicht der Veränderung unterliegenden Alkalo'iden der Rinde das

'ncip der Wirksamkeit anzuerkennen. Da nun die Rinde erstens bei dem

' ra mler, dann bei dem Drogisten, hierauf bei dem Apotheker lagert und diese

w old a j a aucn ßj e (laraus Dere iteten Extracte meist erst nach Jahren zur An-

Hdung gelangen und dann sich immer noch wirksam erweisen, so ist die Be-

^ u Ptung, dass nur der frischen Rinde die Wirksamkeit zukomme, eine hinfällige.

wi t nt '£° w ' r( l w ohl die Wahrnehmung einschliesson, dass eine frische Rinde

samer ist als eine längere Zeit gelagerte.

< 18 ^Standtheile. Die Granatwurzel- und Granatast-Rinde enthält nach TanketAlt l ^^'^ P roe - flüchtiger Alkalo'ide (Punicin, Pelletierin), von denen 3Luft a G m Te ' ner Form eine farblose (gewöhnlich gelbliche), ölälinliehc, an derdunkelfarbig werdende, gewürzhaft und narkotisch riechende, bei Annähe-A^h V ° n Salz8äurc( 1 ara P f Nebel bildende, in Wasser, Weingeist, Chloroform undetner lösliche Flüssigkeit darstellen. Ein viertes Alkaloid ist krystallinisch.fa i U . ND ( 18 78) fand ein krystallisirbares Alkaloid, Granatin. Wackenuoi>kr

Gn m der ßin(le 22 rroc '' Cenedella 10 > 4 Proc - Gerb s toff neben 4 >° Pr °c.

* a ussäure. Letztore vermochte 8TENHOUSE nicht aufzufinden; er hielt den vonn . ® ren als eisenblaufällenden Gerbstoff erkannten Körper für einen besonderen,euer mit Ferriacetat einen purpurroten Niederschlag liefere, welchen wiede-stff A ' UG ' VoGI ' n ' Cüt (>rlall K°n konnte. Rembold (1867) erkannte den Gerb-eDe nfalls als einen besonderen und nannte ihn Punico-Tannin, Punico-s^rtisäure. Mit verdünnter Schwefelsäure gekocht zerfällt diese Säure in Ellag-ure und Zucker. Dieses Punicotannin ist in der Rinde begleitet von gewonn-enem Tannin, welches bei Einwirkung von verdünnter Schwefelsäure Gallussäuresgiebt, welche in mancher Granatrinde auch präexistirt. Aus allen diesenntersuchungsergebnissen folgt, dass die chemischen Bestandteile der Granat-* a e noch nicht vollständig erkannt sind. Ferner wurden Pektinstoffe in dery urzelrinde angetroffen, welche in der Astrinde fehlen. Vergl. auch Handb. II, 43. Alte Rinde enthält oft etwas Zucker (Mannit). Die Aschenbestandtheile" er trocknen Rinde betragen circa 5 Proc, der Wassergehalt der lufttrocknennde 8 ~ 9 Proc. Aether entzieht der Rinde nur Spuren Chlorophyll.