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Erg.-Bd. (1884)
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Gossypium. Beschwerung der Gewebe.

Die Beschwerung gewaschener Schafwolle mit Talksteinpulver hat Apoth.Reinhard (Birnbaum) beobachtet. Beim Wasche» der Wolle mit Aether son-derte er 24 Proc. jenes Pulvers nebst Sand und Staub ab. Rohe, nicht ge-waschene Schafwolle enthält nach Reinhard 0,251,5 Proc. Sand und Schmutz,Andere haben diesen Theil bis zu 6 Proe. gesammelt.

Die Beschwerung der Gewebe mit Gyps, Schwerspath, Magnesiumchlo-rid, Porcellanthon, Bolus, Mehl, Stärkemehl etc. ist besonders in England etwasAlthergebrachtes. Calicoum 5055 Proc. beschwert ist nichts Ungewöhnlichesund es macht in England kein Staunen, wenn von einer Seide gesprochen wird,welche um 8090 Proc. beschwert ist. Die Beschwerung der Gewebe kann derFabrikant oft nicht umgeben, um dem leichten und billigen Stoffe Lustre undSchwere, den Anschein des Gediegenen zu geben. Es ist eben das Verlangendes Publikums nach billigen Stoffen mit den scheinbaren Eigenschaften einer ge-diegenen Waare nicht aus der Welt zu schaffen, und will der Fabrikant das Ge-schäft machen, so muss er den Anforderungen genügen. Der Betrug tritt erstdann ein, wenn der Kaufmann eine solche billige Schcinwaare als theure u n(lgediegene Waare abgiebt. Die Grenzen zwischen solchen zulässigen und nieht-zulässigon Waaren sind schwer zu ziehen, es wäre denn, dass durch Vereinigungder interessirten Fabrikanten oder durch polizeiliche Verordnimg für jedes Geweb 0die Grenze der Beschwerung festgesetzt würde. Da es hierzu wohl nie komw enwird, so muss es dem Kaufmann und dem Fabrikanten tiberlassen bleiben, ib reForderungen hierin auszugleichen.

Die Bestimmung der Appretur und die der Beschwerung sind zu trennen-Zur Appretur sind Stärkemehl, Leim, Gummi, Traganth, Dextrin, Karagaken-schleim, Harzseife, Wachs, Stearin, kleine Mengen Borax zu rechnen und diesendie Aschenthcile der Faser zuzuzählen. Der Beschwerung gehören an: Baryun 1 'sulfat, Gyps, Magnesia, Tkon, Talkstein, Dolomit etc.

Behufs der Untersuchung wird 1) ein bestimmtes Quantum resp. ein bestimm* 08Maass des Gegenstandes mit 25 proc. Salpetersäure genässt, bei lauer Wärme g e 'trocknet und abgebrannt. Hinterbleibt noch Kohle, so ist diese mit SalpetevsäW -6anzufeuchten, zu trocknen, nochmals anzuzünden oder zu glühen, in Asche zu ver-wandeln und diese auf ihre Ilauptbestandtheile zu untersuchen. 2) Eine zweiMenge des Fabrikats wird mit 4proc. Oxalsäure gekocht, um Mehl und StW*mehl in Glykose überzuführen, das Filtrat mit Calciumcarbonat von der Oxa'säur ;hierauf von etwa vorhandener, in Lösung befindlicher Magnesia befreit, e,n ^ l ,dampft und getrocknet. Das Gewicht des Verdampfungsrückstandes ist das «wicht des Stärkemehls und Getreidomehlos. Im Filtrum der Oxalsäure-Abkoclu 11 *verbleiben unverändert Chinaclay, Thonerde, Schwerspath, Gyps etc. Als Oxaist die Kalkerde vorhanden. -

Kommt es nur darauf an, das Gesammt-Gewicht der Appretur und Boschweru Bzu bestimmen, so genügt ein Kochen des Fabrikats erst in 4 proc. OxalsäurelöBung?

dann in 5proc. Sodalösung, zuletzt eine Digestion in 2,5proc. Aetzammon «"ein Reiben und Kneten unter Wasser, um das Gewebe von Appretur un( 1-inI1

Es ist alsdann im Wasserbade zu txoeW»weil die Gewebe schnell Feuchtigkeit a

schwerungsmaterial befreit zu erhalten,und das Gewicht sofort zu bestimmen,zunehmen pflegen.

Leinengewebe, welches leicht und nach nurzerfiel, erwies sich als ein mit Kalkwasser behandeltes, denn es b»»(statt 0,330,35) Proc. Asche, welche hauptsächlich aus Kalkcarbonat beS j leUDie Reinigung und Appretirnng des Leinenzeuges in 'mit Kalkwasser ausgeführt werden (Prof. Birnbaum).

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Gasthäusern soll zuwe