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Erg.-Bd. (1884)
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Gossypium. Salicyl-Watte.

oder Zeug in 0,5 mm-Dicke aufgetragen und dann die Pflasterschioht mit einer3proc. Guttaperchalösung in Schwefelkohlenstoff bestrichen. Dieses Präparatwird aufgerollt in Blechbüchsen aufbewahrt.

Lint ist ein weiches Leinen oder Hanfgewebe, ähnlich einem groben Flanell,wollig, also nicht glatt zum Anfühlen. Es wird auch in Stelle der Charpie ge-braucht.

Mackintosh (Mäckintosch) ist ein mit Kautschucklack überzogenes Baum-wollenzeug, wie es zum Hutfutter gebraucht wird. Dafür ist in neuerer Zeitdünnes Pergamentpapier getreten, welches mit Carbolsäurewasser durch-feuchtet wird, oder

Salicylwatte, 3-proc. Zur Darstellung werden 75g Salicylsäure in750g Weingeist (90-proc.), 100g. Glycerin und 15 Liter Wasser von circa75° C. gelöst und damit 2500g entfettete Baumwolle getränkt.

10-proc. Salicylwatte: 100g Salicylsäure werden in 1000g Weingeist40g Glycerin und 6 Litern Wasser von circa 75° C. gelöst und damit 1000gentfettete Baumwolle getränkt.

Salicyljute (Salicyldschute), 4proc; 100g Salicylsäure werden in 500gGlycerin und 4500g Wasser von circa 75° C. gelöst und damit 2500gDschute getränkt. Vergl. auch unter Acidum salicylicum (Ergänzungsband).

Seide, geölte, Seide für die Schutzhülle foiled sil/c protedivejiProtectivseide ist geölter, mit Leinöl bestrichener, getrockneter Seidenstoffauf beiden Seiten zuerst mit Copallack überzogen, dann nach dem Trocknen " urauf einer Seite mit einem warmen Kleister aus 1 Tb.. Dextrin, 2 Th. Stärk®und 16 Th. einer 5-proc. wässrigen Karbolsäurelösung bestrichen und aDder Luft getrocknet. Vor der Anwendung wird diese letztere Seite mit ei» e2,5-proc. Karbolsäurelösung genässt.

Seidenfäden zur Wundnaht ist ungefärbter Seidenfaden, welcher

mit

einer warmen flüssigen Mischung aus 1 Th. Karbolsäure und 10 Th. Wach(Karbolwachs) getränkt ist.

Seidenpapier, gefirnisstes. Dieses stellt man dadurch her, dass ßiaSeidenpapier mit Leinölfirniss, welcher mit Siccativ (Terpenthinöl) versetzt l8 >überstreicht.

Watta, Watte, als Verbandmittel, ist Baumwolle in Tafeln, welche aUbeiden Seiten mit Leimwasser nur schwach gedichtet sind, so dass zwischen oei"Seiten die lockere Baumwolle lagert. Sie dient gleichsam als Filter der *Wunde tretenden Luft. Diese geht hindurch, die in ihr vorhandenen Bacterieoder Mikroorganismenkeime in der Baumwollenmasse zurücklassend. Die " a a'deren Seiten zu hart oder stark gedichtet sind, passen nicht für den Verb»Eine Bestäubung dieser Watte mit einem Gemisch aus 1 Th. Eucalyptusöl,Glycerin und 5 Weingeist hat sich sehr bewährt.

Esmarch's doppelter antiseptischer Verband besteht aus der Schutzhülle (°^tective) auf der Wunde direct liegend, aus darauf liegender mit 5-proc. Karb olsa . mgetränkter Compresse, welche mit Lister' scher Gazebinde fixirt ist, und aus ^8-iach zusammengelegten Gazestoff mit Mackintosh. Dieser Verband kornrot fc

in Anwendung, wo eine tägliche Erneuerung des Verbandes nicht ausführbar

Ausführliches über den Verband giebt die Arbeit des Dr. Franz ^T^über die modernen Wundbehandlungsmethoden und deren Te ** n ' fl

92 Seiten. Gross-Octavlianstoasse Nr. 4.

Wien 1879, bei Urban und Schwarzenberg,