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Gelsemium. GelseminresinoTd.
der Tinctur verordnet werden, er selbst giebt 20—30 Tropfen stündlich, bis dieSchmerzen aufhören, hat aber nur selten Veranlassung gehabt, diese Dosis 3 malhintereinander zu geben.
Im Handbuch sind als Dosis 10—15—20 Tropfen der Tinctur, welche eineYio-Tinctur ist, angegeben. Thomson's Dosis bezieht sich sicher auf 1 / 6 - bisVs-Tinetur. Demnach könnte die Dosis der V 10 -Tinctur auf 15—30—40 Tropfenerhöht werden. Immerhin ist Vorsicht nöthig und mit der kleineren oder mitt-leren Dosis der Anfang zu machen.
Als Antidote hat man spirituöse Reizmittel, Electricität, aromatischen, affl-moniakali sehen Weingeist und die Tinctur des Xanthoxylum fraxineum WilW-empfohlen. Ein sicheres Antidot des Gelsemininum ist nicht bekannt. Da derTod durch Lähmung des respiratorischen Centrums herbeigeführt wird und grosseDosen Atropin das Respirationscentrum reizen, das Athmen beschleunigen, 9°wäre nach Bezold Belladonna das theoretische Gegenmittel. Am meisten hatman bisher weingeistige Getränke (Cognac, Whisky, stündlich circa 60,0) undAmmoniumcarbonat angewendet behufs Hebung der Herzthätigkeit. Ringer undMurbell empfehlen stundenlang fortgesetzte künstliche Respiration und äussereErwärmung des Vergifteten. Kurze Zeit nach dem Genuss sei ein Emeticum a°'gezeigt, später sei ein solches schädlich.
■J Extractnm Gelsemii flnidnm s. liquidum, Gelsemienfluidextract (Handb. Bd. ÖjS. 19). Die Vorschrift ist zu modificiren. 1000 Th. grobgepulverte Würze*werden mit einer Mischung aus 1000 Th. 45-proc. Weingeist und 200 Th. reinemGlycerin angefeuchtet und nach dreitägigem Stehen auf dem Verdrängungsweg 8mit 30-proc. Weingeist soweit behandelt, dass 1200 Th. Colatur gesammelt werden-Diese Colatur wird bei gelinder Wärme (im Dunstsammlcr) auf 800 Th. redueir»und dann zurückgestellt. Mit 30-proc. Weingeist wird das Gelsemienwurzelpu iv8rim Verdrängungsapparat weiter erschöpft, bis 2000 Th. Colatur gesammelt sinn-Diese werden (anfangs im Dunstsammler) bis auf 150 Th. eingedampft, mit derersten reservirten Colatur (800 Th.) und 100 Th. Weingeist (90-proc.) gemiscü 4 'dann eine Woche hindurch beiseite gestellt nnd endlich filtrirt. Das Filtrat s ol j1000 Th. betragen. Im Nothfalle, wenn an der Colatur noch etwas fehlt, ^' rdas Filter mit Hilfe eines Tropfglases mit 30-proc. Weingeist nachgewaschen.
Nach Sawyer wäre die Dosis 0,25, welche Hager aber als stärkste E l0 'zelndosis notirt hat. Letzterer giebt 0,05—0,1—0,2 an. Die mittlere D° s 'ist stets zuerst in Anwendung zu bringen, um sie, wenn sie gut vertragen wir 'auf 0,13—0,15 zu steigern. Manche Personen vertragen das Mittel leichterandere. Ein von Sinkler erwähnter Vergiftungsfall ist interessant und derwähnung werth. Eine Frau, welche an Neuralgie des 5. Nerven litt, nahm drmal täglich 5 Tropfen (0,2—0,25) Fluidextract, welche nach einigen Tagen J^mit 0,3 Cinchonidinsulfat vermischt wurden. Anfangs stellten sich nach J e , .Einnehmen Gesichtsstörungen und Lähmung der Blase ein, welche jedesmal eiBj§£Stunden anhielten. Am 12. Tage trat Lähmung der Glieder und vollständigandauernde Blasenlähmung ein, bei kalten Extremitäten, kleinem Puls, stosseseufzender Respiration und gerötheten Augen mit Mydriasis. Kaliumbromid uMorphin hoben diese Intoxicationserscheinungen, die Neuralgie war aber m
gewichen. Fluid-
Aus diesem Beispiele ergiebt sich, dass Hager die Einzelgaben des Vi ^
extractes richtig normirt hat, während sie von anderer Seite fast doppelt so n°
angegeben werden.
if ResinoTdeom Gelsemii, fielseminum, Gclseminnm resino'ides, ^ a *.p.
Gelsemii spirituosum, rohes Gelseminin, GelseminresinoTd, das mittelst 90-proc. vv