Seist aus dem groben Pulver der Wurzel dargestellte Extract (entsprechenddem Podophyllin aus der Radix Podophylli) als Gelsemin in den Handelgebracht.
Die Gabe ist 0,005—0,0075—0,01 zwei- bis viermal täglich, die stärksteE 'nzelgabe 0,0125, die stärkste Gesammtgabe auf den Tag 0,05.
ff Gelscmininnm, Gelseminin und nicht Gelseminum, Gelsemin, wie imHandbuche Bd. II, S. 19, gemäss den Anführungen in den verschiedenen Fach-Journalen, angegeben ist. Das Alkaloid der Gelseminwurzel muss GelsemininGeissen. Es lässt sich wie Strychnin und Brucin isoliren. Aus der mit Alkali'ersetzten Lösung lässt es sich mit Benzol, Chloroform oder Aether ausschütteln.
n Vergiftungsfällen mit Gelseminwurzel ist die saure Lösung mittelst Chloroformsau szuschiitteln, in welches zunächst die als Aesculin erkannte Gelseminsäure über-geht. j) er Verdampfungsrückstand mit dünner natronhydratischer Lösung auf-genommen ergiebt die bekannte Fluorescenz. Die saure, vom Aesculin befreite
mssigkeit wird alkalisch gemacht und nun mit Chloroform ausgeschüttelt. Der
erdampfungsrückstand aus der letzteren chloroformigen Lösung ist Gelseminin.^um Theil mit schwefelsaurem Wasser aufgenommen ergiebt es die im Handb.
> S. 19 angegebenen Reactionen. Ein Theil dieses Verdampfungsrückstaudes"J 1 * conc. Schwefelsäure aufgenommen ergiebt eine gelbrothe Lösung, welche mit
Was Ceroxyd versetzt eine blutrothe Färbung annimmt (ükagendorff).
Die Gaben des Gelseminins und des Gelsemininhydrochlorats sind zu 0,001*"*"0,002—0,004 zwei- bis dreimal täglich, die stärkste Einzelgabe zu 0,005, die
ai 'kste Gesammtgabe auf den Tag zu 0,015 anzunehmen.
, ff Gelscmininnm hydrochloricum, (ielscminhydrochlorat (C^H^NO^HCIl 8,73 Proc. Chlor) wurde von Sciiuchardt in Görlitz in grösserer Mengear gestellt und in den Handel gebracht. Vergl. das Vorhergehende.
an( j Un |versalinittel gegen Zaliiischnierz, einmal 1) olmo Angabe der Firma, ein4— 5 p 2 ). rait Angabe einer Apotheke in Cöln. 1) Eine kleine Flasche, enthaltendKamrili . em ' umt 'nctur. — 2) Eine Flasche enthielt 12g einer klaren gelben, nachtinp+f rice,| e,nden Flüssigkeit, bestehend aus Chloralhydrat, Kampher, Gelsemiuni-ucl «r und wenig Cajaputöl. (Hauer, Analyt.)
Gcntiana.
Patch, Hager, Davies und Andere haben in pharm. Blättern angegeben,
ss die Enzianwurzel zuweilen Gerbsäure enthalte, denn es wiederholt sich nicht
en die Wahrnehmung, dass Arzneicompositionen, welche mit Eisenmitteln ge-
ischt oder in eisernen Gerätschaften gehandhabt werden, eine schwarze oder
«"»Bärtige Farbe annehmen.
Dass also eine Enzianwurzel im Handel vorkommt, welche einen Gehalt ane rbstoff aufweisst, muss der Pharmaceat und der Arzt wissen, damit der eine..j~ er . an dere eine Erklärung hat, wenn Arzneicompositionen mit Enzian ausser-Sewöhnlich eine schwarze Farbe zeigen. Ville hat über diesen Umstand sehrÜ ,^ re8Sante Untersuchungen angestellt. Er prüfte vorzugsweise die in den »st-ehen Pyrenäen häufige Geniiana Burseri s. Burseriana Lamakck und fand erZweifelhaft Gerbsäure und zwar das Gentianin als den Träger der tanninartigen'genschaften. Er schlägt vor diesen Körper mit Acidum gentiotannicum,enti otannin ^ zu bezeichnen und die Enzianwurzel überhaupt zu den bitterenÄ0 -stringentien zu zählen, wie es Tkousseau und Pidoux auch gethan haben.
Ha 8er, Pharm. Praxi». SuppL 31