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Gelatina. Hektograph.
Dieser flüssige Leim soll vorzügliche Bindekraft besitzen, darf aber nicnmit Farben verbunden werden, welche durch Alkalien zerstört werden, * ieBerlinerblau, Pariserblau, Zinkgrün, Chromgelb, Carmin, Carmoisinlacke.
Gelatinekapsclleim besteht aus 20 Th. Gelatine, 80 Th. Glycerin und40 Th. destill. Wasser.
Künstlicher Leim, Abadie's (für die Papierfabrikation). Mit einer Magnesium-chloridlösung in Wasser, welcher etwas Salzsäure zugesetzt ist, wird Stärke(Amylum) eine Stunde im Dampfbade erhitzt. Dann wird die Flüssigkeit nnKalkwasser neutral gemacht und nochmals eine Stunde kochendheiss erhalte"-Auf 100 Th. Stärke gebraucht man 100 Th. Magnesiumchlorid, 1 Th. Salzsäur 0und die nöthige Wassermenge (1000—2000 Th).
Appretur-Masse, Clarke's, besteht aus 6kg Leim, 4kg Dextrin, 5 ^Kalksulfat, 50 kg Glycerin, 50 g Calciumchlorid, 5 kg Walrath, 5 kg Stärkesyrup-2 kg Stearin, 5 kg Stärke, 50 g Phenylsäure, 100 g Aetznatron. Ob dieses Q u ° 'übet einen Werth hat, wurde von keiner Seite angegeben.
Chromograph. Die Gelatinemasse (in einem 1,5—2 Ctm. hohen BlecbkaS- e 'setzt Professor Dr. V. Waktha aus 100g Gelatine, 1200g Glycerin «^500 CC. durch Decanthation gewaschenem, frisch gefälltem Baryumsulfa* lsammen. Das Original lässt W. auf dem mit einem kaum feuchten SchwaDJüberfahrenen Kuchen 1 — 2 Minuten liegen und zieht dann von einer Ecke »ab. Die ersten Copien soll man nur mit schwachem Druck oder Betupfeneinem Tuchballen herstellen. Den durch längeren Gebrauch uneben gewordenKuchen schmelzt man um und giesst durch Miillergaze. e
Nach einer andern Vorschrift wird die Gelatinemasse aus 100 g Gela» |400—500 CC. Barytsulfatbrei, in der Wasserbadwärme gemischt, mit 10^£fpulverter Dextrine und 1000—1200 g Glycerin bereitet. — Nach einer drrf*Vorschrift wird die Masse aus 100 Gelatine, 375 Wasser, 375 Glycerin °50 Kaolin oder weissem Thon zusammengesetzt.
Hektograph (Copirapparat). In einen 1,5 — 2 Ctm. hohen Blech*» 8 0)mit Deckel giesst man die heisse flüssige Mischung aus 110 Th. öelat'1000 Th. Glycerin und 100 Th. Indischem Syrup. Die Glycerin-Ge 18 ^der Fabrik Eisenbüttel bei Braunschweig, gemischt mit etwas Glycerin und W -dürfte auch genügen. Die Tinte, Hektographentinte, besteht nach ^ , eJ .aus 2,0 Methylviolett, 2,0 verdünnter Essigsäure, 4,0 Wasseraus 2,0 Fuchsin, 1,0 Weingeist und 8,0 Wasser. ySff'
Da mit dieser Copirmethode Unterschriften leicht nachgeahmt wer" en . te „,nen, so empfiehlt sich zur Namensunterschrift die Anwendung von Galläpfel iüberhaupt von Tinten, die ein Copiren nicht zulassen. , ir t
Ritt zwischen Leder und Metall. Nach dem „Maschinenbauer" yer ^man, um Leder auf Metall aufzukitten, in folgender Weise. Man digerirt _^ er .grobgepulv. Galläpfel mit 8 Th. Wasser sechs Stunden und colirt. Dann ^giesst man 1 Th. Leim mit gleichviel Wasser und macorirt 24 Stunden- ^bestreicht dann das Leder mit dem warmen Galläpfelauszug, bringt '^jerwärmte Leimlösung auf dass rauh gemachte und erwärmte Metall, legt das ^ ^ gtdarauf, presst es fest und lässt an der Luft trocknen. Das Leder soll San dem Metall haften, dass es, ohne zu zerreissen, sich nicht lostrennen ^
Kitt für Marmor, Marmorkitt. Einer heissen Lösung von 1 Th. ^e^V }ifbis 4 Th. Wasser setzt man unter Umrühren so viel frisch gelöschten K . gt<bis die noch warme Masse zu dem beabsichtigten Gebrauche dick gen ^Der Gegenstand, welcher gekittet werden soll, muss vorher gelinde e