Gallae. Myrobalanen.
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Myrobalani citrinae s. flavae, Citrins, gelbe Myrobalanen, die trocknen Früchtevon Terminalia citrina Roxburgii (Myrobalanus citrina Gaertner, citronen-gelber Catappenbaum), einem im östlichen Bengalen ein-heimischen Baume aus der Familie der Vochysiaceae-Terminalieae. Es sind 2,5 bis 4 Ctm. lange, circa 1,5bis 2 Ctm. dicke, also längliche, oben breitere undstumpf gespitzte, nach unten etwas dünnere Stein-früchte. Sie sind aussen glatt, gelb oder braungelbvon Farbe, gerippt (5—10-rippig) oder kantig. Diedünne Mittelschicht ist grünbraun, harzig glänzend,oft mit Höhlungen versehen, welche mit harzähnlicherMasse gefüllt sind. Die Steinschale ist weisslich, dick,undeutlich 5 lappig, mit stumpfen Lappen. Der circa1 Ctm. lange und 2 mm dicke, an beiden Endendünnere Samen füllt das enge Fach vollkommen aus.
Der Geschmack der Fleischschale ist stark ad-stringirend, der des Samenkerns herb, hintennach bitter.Die chemischen Bestandteile sind vorwiegend Gerb-säure und Gallussäure.
Myr.
Fig. 66. Gelbe Myrobalane.
a eine ganze in natürl. Grösse.
6 im Querdurchschnitt.
Myrobalani Emblicae, graue Myrobalanen, die trocknenFrüchte der Emblica ofßcinalis Gaertner (Phyllan-thus Emblica Wieldenow, Myrobalanenbaum), einerln Ostindien einheimischen und dort auch cultivirtenLuphorbiacea-Phyllanthea. Die frische steinfruchtartige
Kapsel ist kugelig, fleischig, glatt, mit 6 Streifen oder vorstehenden Rippen ver-sehen, gelbgrün oder gelbgrau, fast wallnussgross. Sie enthält eine eirunde,stumpf dreikantige, dreifächerige Nuss, welche in jedem Fache zwei dreikantige«amen trägt; die getrocknete Frucht ist haselnussgross, fast sechseckig, unreifgesammelt grauschwarz, reif gelblichbraun und beim Druck in 6 Theile zer-springend. Diese Myrobalanen kommen im Handel in drei Formen vor, entwederganz oder ausgeschnitten, so dass die Nuss sichtbar ist, oder die Fruchtschalenvermengt mit den Steinfächern und Samen, von denen sie sich beim Trocknengetrennt haben. Die Klappen der Schalen sind einzeln oder hängen zu 2 und 3zusammen, mit beiden Enden nach innen gekrümmt. Sie sind aussen dunkelgraubraun oder schwärzlich, oft anscheinend bestäubt und runzelig. Die röthlicheuglänzenden Samen enthalten einen cylindrischen Embryo, in der Achse eines öligen^weisses lagernd.
Diese Frucht ist ein wichtiger Arzneikörper der Hindus und gilt frisch alsKühlendes, harntreibendes und abführendes Mittel, getrocknet als Adstringens.an wendet sie an bei chronischen Diarrhöen, Ruhr, Cholera, Gallenleiden etc.
1 Myrobalani Chebulae, grosse oder schwarze Myrobalanen, die trocknen Früchtevon Terminalia Chebula Retz (Myrobalanus Chebula Gaertner), einer inOstindien einheimischen Vochysiacee. Sie unterscheiden sich von den Myrobalanicitrinae durch grössere Dicke, stärker hervortretende Rippen, eine nicht glatterunzliche Oberfläche, dunkelbraune Farbe und die schwärzliche oder schwarz-braune Mittelschicht. Sie sind stumpf, 5 kantig und auf jeder Fläche mit einer Rippeversehen. Der bis zu 1,5 Ctm. lange und bis zu 2,5 mm dicke braune, innen"weisse Samen ist eiweisslos mit spiralig gedrehten Samenlappen. Diese Früchteenthalten weniger Gerbsäure als die Myrobalani citrinae. Die Samen schmeckenWle Haselnuss und werden gegessen, die Früchte auch mit Zucker eingemacht