Fungus Seealis (Anwendung).
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Ausenge nach Zusatz von circa 2 Th. Wasser auf 100 Th. des Auszuges derWeingeist durch Destillation gesondert, der Rückstand im Filtrum gesammelt,mit kaltem Wasser abgewaschen, dann in Weingeist gelöst und im Wasser-balle eingetrocknet. Es bildet dieses Präparat eine weichharzige Masse.
Anwendung der Mutterkornpräparate. Die hypodermatische Anwendunggegen Blutungen wurde erst in den 70 er Jahren bekannt und zuerst von Dr.von Swideeski in Posen (1872) versucht. Dr. Hiedebband wandteErgotin-Injectio-ne n gegen Uterusmyome an, später versuchte man dieselben auch bei mit Hä-morrhagien gepaarten Uterusinfarcten. Empfohlen sind die hypodermatischen In-jectionen gegen innere Hämorrhagien (Haemoptoe, Menorrhagie), Aneurysmen,«etritis chronica, Tussis convulsiva, Kohlenoxydgasvergiftungen.
Die Kliniker deuten die hauptsächliche Wirkung des Mutterkorns dahin,uass der Muskelcomplex des Uterus die Gefässe desselben verengert und dadurchu en Seitendruck in den Gefässen abschwächt, wodurch die Blutung gemindertoder gänzlich zum Stillstande gebracht wird.
Den Injectionen folgt gewöhnlich ein Kriebeln (wie auch nach anderen In-jectionen). Dieses Kriebeln der Haut kann wohl nicht dem Ergotinismus zuge-rechnet werden. Dann folgt das Gefühl der Zusammenziehung des Bauches under Beckengegend, Harndrang. Zur Beseitigung eines chronischen Infarctes be-gleitet von Metrorrhagie sind circa 10 Injectionen von 0,2 — 0,4 pro dosi des^xtractes erforderlich.
~_ Die Gaben im Kly stier sind beim Extract 1,0 — 2,0—3,0 auf 150,0w asser.
, Ergotin und Weenich's dialysirtesExtrat werden in gleichen Gaben
Wl e das gewöhnliche Extract (Handb. I, S. 1119) angewendet, nur soll die sub-
' . ane Injection nicht schmerzhaft und nicht von unangenehmen örtlichen Nach-
irkungen begleitet sein. Im Uebrigen hat sowohl das dem Exarysator, wie das
eni Dialysator entstammende Extract die Mutterkornwirkung erkennen lassen (!).
*LVe s um i Wkbnich (Handbuch Bd. I, S. 1119) haben alle die verschiedenen
ra parate aus dem Mutterkorn hergestellt und damit physiologisch und therapeu-
isch experimentirt und will Prof. Dr. Weenich nur durch das dialysirte Ex-
ra ct befriedigende Erfolge erzielt haben.
Leopold erzielte bei chronisch-hypertrophischen Uterus ohne Complicationenortreffliohe Erfolge, so auch bei Uterusinfarct, Dysmenorrhöen membranacea; auchei interstitiellem Tumor im Corpus uteri trat Verkleinerung der Geschwulst under mindorung der Blutungen ein.
Es ist Regel, die hypodermatischen Injectionen dem kranken Organe so
n ahe ai 8 möglich zu appliciren und häufig ist die parenchymatöse Injection
geboten, wenngleich dieselbe nicht ohne bedeutendes Schmerzgefühl bleibt.
p Feashae beseitigte einen stark hervortretenden Kropf durch Injection des
,. rac ts in das Parenchym des Kropfes. Die hypodermatischen Injectionen blieben
1 ? r °hne Erfolg. Nach jener Injection traten starke Schmerzen in Hals- und Kopf-
lte , auch grosse Hitze und Röthe in Kopf, Ohren und Kinnbacken ein. ÜU>
A *W heilte mit Suppositorien das Bettpissen bei einem 17 Jahre alten Mädchen.
Ji ''<DKiUKS0N heilte durch "Ergotininjectionen Sonnenstich mit apoplectischem
Praeter.
Die Sclerotinsäure ist in dem Verhältniss zu Mutterkorn wie 1:100 an-wenden, d. h. 0,01 der Säure entsprechen 1,0 Seeale cornutum. Die gewöhn-^he innerliche Gabe wäre somit 0,004—0,008—0,012 drei bis viermal täglich.U)G subcutane Gabe ist 0,02 — 0,04 — 0,06. Zuweilen folgen bei letzterer An-wendung locale Nebenwirkungen, doch können diese auch im Wasser ihre Ur-