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Erg.-Bd. (1884)
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462
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Fungus Seealis. Scleromucin. Secalina.

selbst wenn die Lösung ziemlich klar erscheinen sollte. Da der Vorschrift hin-sichtlich der Quantität zu genügen ist, so ist bis zu 20,0 ein Zehntel der Zu-sammensetzung mehr als Filtrationsverlust im Taxpreise in Ansatz zu bringen.

Der Schimmelansatz beim derben Extract wird verhindert durch Einlagevon etwas Borsäure-Aether oder einigen Tropfen Chloroform, 20 Tropfen aufein 0,5 Liter-Gefäss. Das Standgefäss muss natürlich durch Gummiband dicht ge-schlossen sein. Vor Sonnenlicht und Ammondämpfen sind alle diese Präparatesowohl während der Darstellung als auch während der Aufbewahrung zu schützen.

Extractum Seealis cornuti sicenm cum Dextrina. Zu seiner Darstellung werden10 Th. des Extractes (Pharm. Germ.) mit 12 Th. Dextrin gemischt, inder Wärme des Wasserbades getrocknet, gepulvert und noch mit soviel Dextrinvermischt, dass das Ganze 20 Th. ausgiebt. Verschreibt der Arzt Extr. siecum,so ist die doppelte Menge von diesem Dextrin enthaltenden Extracte zu nehmen.

Extractum Seealis cornuti ad usum hypodermaticum Mausen, Madsen's Mutter-kornextract zu subcutanen Injectionen ist das Extract der Pharmacopoea Germa-nica, neutralisirt mit Natriumcarbonat in Lösung, filtrirt und wiederum eingeengt-

Natrum selerotinicum, Natriumsclerotinat, sclerotinsanres Natron ist auch inAnwendung gekommen. Zu seiner Darstellung werden gleiche Theile feinzerriebenes Natriumbicarbonat und Sclerotinsäure gemischt, mit einemgleichen Theile warmen destillirten Wassers durchfeuchtet, im Wasserbadeauf 5060° C. erwärmt, dann mit einem 5 fachen Volumen erwärmten absolutenWeingeistes vermischt, filtrirt, das Filtrat im Wasserbade eingetrocknet, zerriebenund in erwärmte Flaschen eingefüllt, welche dicht zu verschliessen sind. DieseOperationen sind möglichst schnell zu vollziehen.

Pulvis Seealis cornuti purificatus, Seeale cornutum rectificatum, purifi"cirtes oder rectificirtes Mutterkornpulver existirt in 2 Formen und zwar als grobes(zu Aufgüssen und Präparaten) und als feines (zum directen Verbrauch bei*Patienten, zum Einnehmen). Grobes oder feines Pulver eines Mutterkornesletzter Ernte wird einen Tag hindurch einer Wärme von 2530° C. ausgesetzt,damit es genügend trocken wird, hierauf in ein Deplacirgefäss eingedrückt und mitreinem Petroläther (behufs Erzeugung des Poudre de seigte ergote puriß eede Homolle) oder mit reinem Aethyläther extrahirt (behufs Darstellung desPulvis Seealis cornuti rectißcati GermanicusJ. Das extrahirte Pulver v?ir ( iausgepresst, bei einer nur sehr gelinden Wärme (2026 ° C.) trocken gemaenund in kleineren dicht geschlossenen Gefässen (Flaschen) aufbewahrt.

Scleromucinum, Scleromucin, welches oben schon angegeben wurde und iMutterkorn zu 23 Proc. vertreten ist, wirkt nach Dragendorff's Angabenebenso kräftig wie Sclerotinsäure, es hat nur den Fehler, durch Auflösen nnEindampfen an seiner Löslichkeit im Wasser zu verlieren und endlich ganz un-löslich zu werden. Dragendokff waltet zwischen demselben und der Sclerotinsäure dasselbe Verhältniss wie zwischen Bassorin und Gummi. Aus der wässngeLösung, welche schleimig ist, wird es schon durch Weingeist von 0,952 sp.G. (40proe->abgeschieden. Es ist also in den Extracten, welche mit solchem und stärkere»Weingeist behandelt sind, nicht vertreten. Obgleich Colloidsubstanz, so ist edoch schwer, das Scleromucin von anhängenden Aschenbestandtheilen vollsten »Szu befreien, während es vom Fett durch Aether, von der Sclerotinsäure dure40 proc. Weingeist befreit werden kann.

Seealis, Resina Seealis cornuti, ein von dem italieniscsen Arzte PA ®? gi ' g#und dem Pharmaceuten Salli eingeführtes Arzneimittel gegen LungenphtmDas grobgepulverte Mutterkorn wird mit 35 proc. Weingeist extrahirt, v