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Fungus Seealis. Ergotinin.
und 19 Proc, der Aschengehalt zwischen 5,25 und 12,1 Proc, der Gehalt anin 70proc. Weingeist löslichen Stoffen zwischen 63,5 und 99,8 Proc, und derGehalt an in Wasser löslichen Stoffen zwischen 92 und 99,3 Proc. Die Ursachedieser Verschiedenheit beruht in der Anwendung verschiedener Darstellungsweisen.Es ist einfach, wenn der Arzt Ergotin fordert, das Extractum Seealis cornutider Pharmacopoe zu dispensiren, das WiGC.ER'sche aber nur dann, wenn diesder Arzt klar und deutlich angiebt.
Ergotina rectificata Bonjean (von Lepage vorgeschlagen). Der durch dreimaligeMaceration mit destill. Wasser gewonnene Aus/Aig aus 1000,0 g grob gepulvertemMutterkorn wird möglichst schnell bis auf 500,0g eingedampft und bis auf50° C. abgekühlt, in eine Literflasche gegeben und diese mit 92proc. Wein-geist gefüllt. Nach öfterem Durchschütteln und eintägigem Stehen an einemkalten Orte wird filtrirt und das Filtrat zu Consistenz eines derben Extractes ab-gedampft. Ausbeute circa 8 Proc.
Dieses Ergotin ist von braunrother Farbe, riecht nach gebratenem Fleisch,ist von bitterem eigenthümlichem Geschmack und soll 12 Proc. Wasser und 6 ProcAschenbestandtheile enthalten. Es ist in Wasser und 50 proc. Weingeist löslich-
Ergotina Wenzell gleicht einem schwarzbraunen Firniss, ist in Wasser undWeingeist löslich, in Aether unlöslich. Handb. Bd. I, S. 1120.
Extractum Seealis cornuti Catillon. Im Verdrängungswege werden 100,0gepulvertes Mutterkorn mittelst der öfachon Menge eines 75proc. Wein-geistes extrahirt und der im Pulver restirende Weingeist nur mit 100,0 Wasserverdrängt. Nach dem Abdestilliren des Weingeistes im Wasserbade hinterbleib»eine Extractmasse, auf welcher eine harzige Ablagerung schwimmt. Die erkalteteExtractflüssigkeit wird decanthirt und filtrirt, das im Filtrum verbleibende rw»etwas Wasser nachgewaschen und das Filtrat eingedampft. Bildet sich hier beiletzterer Operation an der Oberfläche ein leichtes unlösliches Häutchen, so i 3tdasselbe zu entfernen. Der bis zur Extractdicke gebrachte Auszug beträgt cir c *10 Proc. von dem Gewicht des in Arbeit genommenen Mutterkornes.
Dieses Extract hat eine rotho Farbe und ist in 70 proc. Weingeist vollstän-dig, in Wasser bis auf 0,15 Proc Rückstand löslich. Der Aschengehalt betrag»6—8 Proc.
Ergotininum, Ergotinin, ein nicht flüchtiges, von Cn. Tanket aufgefundenesAlkalo'id. Es ist im Mutterkorn nur in sehr geringer Menge vertreten und z u 'gleich der Zersetzung oder Veränderung an der Luft ausgesetzt. Es existirt Ukrystallinischer und amorpher Form, und ist auch in diesem Zustande im Mutter-korn vertreten, worin die krystallinische Modification ursprünglich vorwaltet, abebeim Lagern des Mutterkornes in die amorphe Modification nach und nach übe -geht. Die krystallinische Modification bildet feine, oft mikroskopisch kleine p} 1matische Nadeln, welche weiss sind, sich aber wie auch ihre Lösungen bei 1Wirkung des Lichtes und der Luft färben. Die Lösungen fluoresciren star ;
selbst noch bei einem Gehalt von '/,
50000-
Es ist unlöslich in Wasser, aber
löslicb
in Aether, Weingeist (50 Th.) und Chloroform, reagirt stark alkalisch, giebt m 'Kaliummercurijodid, Kaliumbijodid, Phosphormolybdänsäure, Gerbsäure, Goldchlon >Platinchlorid, Bromwasser Fällungen. Kaliummercurijodid giebt noch eine Trübungbei millionfacher Verdünnung des Alkaloids. Die Niederschläge mit den Reage»jtien sind an der Luft sehr veränderlich. Von concentriter Schwefelsäure wir^es erst gelbroth, dann tief violettblau gefärbt. Diese Reaction tritt noch slcßer Eshervor, wenn ein Paar Tropfen Aether oder Weingeist hinzugegeben werden,verändert sich sehr leicht an der Luft, und seine Salz Verbindungen werden anLuft erst blassroth, dann tiefer roth. Auch Alkalien wirken, namentlich in a