Eucalyptus.
E. corymbosa ist farblos, Geruch schwach citronen- und rosenartig, Ge-schmack schwach bitter, etwas kampherartig, spec. Gew. 0,881.
E. fissilis ist blass röthlichgolb, Geruch wie bei vorigem, spec. Gew. 0,903,siedet bei 177 bis 196°.
**• fflobu/us, Eucalyptol, ist sehr blassgelb, dünn, Geruch ähnlich wie
^ajeputöl, aber weniger unangoncl tu, Geschmack kühlend, minzenähnlich, spec.
»ew. 0,917, siedet bei 149 bis 177°. Dieses Oel hat ein grosses Lösungsver-
">ogen für Harze und eignet sich daher besonders zur Darstellung von Lacken
«nd Firnissen, auch hat es einen angenehmen Geruch, welcher dem Terpenthinöl
^geht. Das frische Laub von E. ghbulus enthält 2,0—2,5 Proc, trockne
Rätter 0,8—1,5 Proc. des Oels. Cloez erhielt durch fractionirte Destillation 3
Bissigkeiten mit verschiedenen Siedepunkten. Die erste, ungefähr die Hälfte des
eis ausmachend, über Kalihydrat und geschmolzenem Calciumchlorid destillirt,
'eierte das Eucalyptol, mit welchem Namen auch das rectificirte Eucalyptusöl
^zeichnet wird. Eucalyptol (C 24 H 20 O 2 ) ist leichtflüssig, farblos und lenkt den
Polarisirten Lichtstrahl nach rechts ab. Sein mit Luft gemischter Dampf schmeckt
ugenehm erfrischend und seine verdünnten Lösungen erinnern an Rosen. Spec.
J™- 0,905, Siedepunkt 175 °'C. Es löst sich wenig in Wasser, vollständig in
eingeigt. Anhydrische Phosphorsäure erzeugt aus dem Eucalyptol eine braune
fp J* rt 'S e Masse, einen flüssigen farblosen Kohlenwasserstoff, Eucalypti
st 2 ff *' ^P oc - Gew. 0,836, Siedepunkt 165°) und einen zweiten Kohlenwasser-
° a > E ucalyptolön, dem Eucalypten isomer. Siedepunkt 300°.
, E- Goniocahjx ist blassgelb, Geruch stechend, durchdringend, nicht ange-
m > Geschmack sehr unangenehm, spec. Gew. 0,918, siedet bei 152 bis 175°.
st V tonc/ifolia ist von öliger Consistenz, Geschmack aromatisch kühlend, Geruch
""*, kampherähnlich, spec. Gew. 0,940, siedet bei 194 bis 215°.
sied + °^% Ma ist röthlichgolb, Geruch milde, Geschmack bitter, spec. Gew. 0,899,
et bei 171 bis 195°, wird bei —18° trübe.
°dorata ist blass gelblich mit grünem Stich, Geruch aromatisch, spec.aew - 0,899 bis 0,922, siedet bei 157 bis 199°.
und °^ eosa ist dünn, beweglich, blassgelb, Geschmack milde, kampherartig
161 IV ^ er P entbm erinnernd, Geruch minzenähnlich, spec. Gew. 0,911, siedet bei
bis 177°. Dieses Oel wird vorzugsweise zur Darstellung von Lacken und
rzen v erbraucht. Das Oel von
seh i rostrata ist blassgelb ins Bernsteinfarbige tibergehend, Geruch und Ge-
ack ^ie bei E. odorata, spec. Gew. 0,918, siedet bei 131 bis 181 °;ß E. Sideroxylon ist dünn, sehr blassgelb, Geschmack und Geruch wie bei
• oleosa, spec. Gew. 0,923, siedet bei 155 bis 178»;gn ■ ßl wminalis ist blass gelblichgrün, Geruch unangenehm, aber nicht stark,
An -°' 921 ' Siedet bei 159 bis 182 °-
b-'W ° die8e 0ele wer( ^ cn J etzt von J - Bosisto im Grossen dargestellt und
"bereits nichtige Handelsartikel. (Zeitschr. d. allgem. österr. Apoth.-Ver.)
Line erschöpfende chemische und botanisch-histologische Untersuchung der
ucalyptusbiütter wurde von dem Dr- A . p 0EH L (Petersburg) ausgefiihrt und in
hat TP m " Zeitscnr ift für Russland Nr. 19, 1877 veröffentlicht. Nach Poehl
Eucalyptusöl die Eigenschaft im Contact mit Wasser und Luft die Bildung
; Uzon und Wasserstoffhyperoxyd zu unterstützen und zu fördern und dies m
n em Maasse wie kein anderes der Terpene. Er schüttelte das Oel mit einem
Sachen Vol. Wasser und setzte das Gemisch 2—3 Tage dem Sonnenlichte aus.
>e nun gesonderte Wasserschicht färbt sich mit Kaliumjodidstärkekleister blau, eine
cu wefelgaure Indigolösung wurde dadurch sofort entfärbt, Guajaktinctur blau gefärbt.