Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
Seite
413
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Eucalyptus.

E. corymbosa ist farblos, Geruch schwach citronen- und rosenartig, Ge-schmack schwach bitter, etwas kampherartig, spec. Gew. 0,881.

E. fissilis ist blass röthlichgolb, Geruch wie bei vorigem, spec. Gew. 0,903,siedet bei 177 bis 196°.

** fflobu/us, Eucalyptol, ist sehr blassgelb, dünn, Geruch ähnlich wie

^ajeputöl, aber weniger unangoncl tu, Geschmack kühlend, minzenähnlich, spec.

»ew. 0,917, siedet bei 149 bis 177°. Dieses Oel hat ein grosses Lösungsver-

">ogen für Harze und eignet sich daher besonders zur Darstellung von Lacken

«nd Firnissen, auch hat es einen angenehmen Geruch, welcher dem Terpenthinöl

^geht. Das frische Laub von E. ghbulus enthält 2,02,5 Proc, trockne

Rätter 0,81,5 Proc. des Oels. Cloez erhielt durch fractionirte Destillation 3

Bissigkeiten mit verschiedenen Siedepunkten. Die erste, ungefähr die Hälfte des

eis ausmachend, über Kalihydrat und geschmolzenem Calciumchlorid destillirt,

'eierte das Eucalyptol, mit welchem Namen auch das rectificirte Eucalyptusöl

^zeichnet wird. Eucalyptol (C 24 H 20 O 2 ) ist leichtflüssig, farblos und lenkt den

Polarisirten Lichtstrahl nach rechts ab. Sein mit Luft gemischter Dampf schmeckt

ugenehm erfrischend und seine verdünnten Lösungen erinnern an Rosen. Spec.

J- 0,905, Siedepunkt 175 °'C. Es löst sich wenig in Wasser, vollständig in

eingeigt. Anhydrische Phosphorsäure erzeugt aus dem Eucalyptol eine braune

fp J* rt 'S e Masse, einen flüssigen farblosen Kohlenwasserstoff, Eucalypti

st 2 ff *' ^P oc - Gew. 0,836, Siedepunkt 165°) und einen zweiten Kohlenwasser-

° a > E ucalyptolön, dem Eucalypten isomer. Siedepunkt 300°.

, E- Goniocahjx ist blassgelb, Geruch stechend, durchdringend, nicht ange-

m > Geschmack sehr unangenehm, spec. Gew. 0,918, siedet bei 152 bis 175°.

st V tonc/ifolia ist von öliger Consistenz, Geschmack aromatisch kühlend, Geruch

""*, kampherähnlich, spec. Gew. 0,940, siedet bei 194 bis 215°.

sied + °^% Ma ist röthlichgolb, Geruch milde, Geschmack bitter, spec. Gew. 0,899,

et bei 171 bis 195°, wird bei18° trübe.

°dorata ist blass gelblich mit grünem Stich, Geruch aromatisch, spec.aew - 0,899 bis 0,922, siedet bei 157 bis 199°.

und °^ eosa ist dünn, beweglich, blassgelb, Geschmack milde, kampherartig

161 IV ^ er P entbm erinnernd, Geruch minzenähnlich, spec. Gew. 0,911, siedet bei

bis 177°. Dieses Oel wird vorzugsweise zur Darstellung von Lacken und

rzen v erbraucht. Das Oel von

seh i rostrata ist blassgelb ins Bernsteinfarbige tibergehend, Geruch und Ge-

ack ^ie bei E. odorata, spec. Gew. 0,918, siedet bei 131 bis 181 °;ß E. Sideroxylon ist dünn, sehr blassgelb, Geschmack und Geruch wie bei

oleosa, spec. Gew. 0,923, siedet bei 155 bis 178»;gn ßl wminalis ist blass gelblichgrün, Geruch unangenehm, aber nicht stark,

An -°' 921 ' Siedet bei 159 bis 182 °-

b-'W ° die8e 0ele wer( ^ cn J etzt von J - Bosisto im Grossen dargestellt und

"bereits nichtige Handelsartikel. (Zeitschr. d. allgem. österr. Apoth.-Ver.)

Line erschöpfende chemische und botanisch-histologische Untersuchung der

ucalyptusbiütter wurde von dem Dr- A . p 0EH L (Petersburg) ausgefiihrt und in

hat TP m " Zeitscnr ift für Russland Nr. 19, 1877 veröffentlicht. Nach Poehl

Eucalyptusöl die Eigenschaft im Contact mit Wasser und Luft die Bildung

; Uzon und Wasserstoffhyperoxyd zu unterstützen und zu fördern und dies m

n em Maasse wie kein anderes der Terpene. Er schüttelte das Oel mit einem

Sachen Vol. Wasser und setzte das Gemisch 23 Tage dem Sonnenlichte aus.

>e nun gesonderte Wasserschicht färbt sich mit Kaliumjodidstärkekleister blau, eine

cu wefelgaure Indigolösung wurde dadurch sofort entfärbt, Guajaktinctur blau gefärbt.