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Emplastrum. — Eucalyptus.
piers liegt. Die ausgeschnittenen Pflasterscheibehen drängen sich in die Stahl-kegel und durch diese in die Walze, woraus sie entfernt werden.
Das Instrument ist abgetrocknet mit einem mit Benzin oder Terpenthinölgenässten Lappen zu reinigen und an einem trocknen Orte aufzubewahren.
Pflaster jeder Art, vorzüglich bereitet, können aus der ehem. Fabrik EüGENDietrich's zu Helfenberg bei Dresden bezogen werden.
Eucalyptus.
Eucalyptus globulus hat den Namen Fieberbaum erhalten. BlaU"Gummibaum ist ebenfalls ein neuer deutscher Name des Veilchenbaumes, eineUebersetzung des Englischen „blue gumtree" oder des Französischen ^Gomm%erbleu de Tasmanie u , unter welchem Namen Labillardiere den Baum am End«des 18. Jahrhunderts in Frankreich einführte.
Bestandtheile der Eucalyptusblätter sind flüchtiges Oel, Gerbsäure, 2—»Harze (Harzsäuren), krystallisationsfähige Fettsäure, Brenzcatechin, wachsartige Sub-stanz, Chlorophyll, Farbstoffe. Alkalo'ide oder Glykoside konnte Hartzer nichtauffinden. (Jahresbericht über d. Fortschr. d. Pharmacognosie etc. von DrageN'dorff, Jahrg. 11, S. 208. Jahrg. 12, S. 182 ist ein Referat von Poeht, überEucalyptol und Eucalyptusblätter.) Brenzcatechin wird auch als Bestandteil derBlätter angegeben.
Rodolfo Rodolfi empfiehlt das Kauen von 2—3 getrockneten Eucalypti 8 "blättern als ein souveränes Schnupfenmittel und hilfreich bei Erkältung des Kopfes»welches oft schon in i / 2 Stunde Wirkung erkennen lässt.
ExtractumEucalyptiliquidum, Fluidextract der Veilchenbaumblätter. 1000,0der sehr klein geschnittenen Blätter werden in einem Deplacirgefäss mit 500,0eines 60proc. Weingeistes durchfeuchtet 3—4 Tage beiseite gestellt, dann zu-sammengedrückt, unter Aufgiessen von 60proc. Weingeist 900,0 Colatur t? e "sammelt und diese Colatur beiseite gestellt. Der Rückstand im Deplacirgef» 88wird unter Aufgiessen von 2000,0 eines 45proc. Weingeistes, welcher auf circ»40° C. erwärmt ist, extrahirt, diese Colatur im Dampf bade bis auf 100 ^ •eingeengt und mit der ersten Colatur im Gewichte von 900,0 vermischt. N» c3—4 tägigem Beiseitestehenlassen wird filtrirt.
Olenm Eucalypti. Die Eucalyptusöle bilden einen bedeutendeu Handelsartikeund kommen rectificirt und nicht rectificirt aus den Australischen Fabriken n a <jEngland. Die nicht rectificirten Oele sind meist gelb, gelblich, selbst bläulic"'Durch Rectification werden sie farblos.
Ferd. v. Müeller, aber auch andere Chemiker wie Johnson, J. Bosi8T°>haben aus verschiedenen Eucalyptus - Arten Oele abdestillirt undj dieselben & uihre physikalischen nnd chemischen Eigenthümlichkeiten näher untersucht. DasOel von . ,
Eucalyptus amygdalina ist blassgelb, dünnflüssig; Geruch stechend, ahn»dem Citronenöle, doch nicht so fein, Geschmack milde und kühlend, hintennacbitter, spec. Gew. 0,881 bei + 15° C; siedet bei 165 bis 188°, setz*; DJ—18° ein Stearopten ab, welches bei —3° schmilzt; verharzt an der h UI ^Dieses Oel ist wohl im Handel am stärksten vertreten, weil die Blätter ° ieS , eEucalyptus die allerölreichsten sind. Es stimmt übrigens in seinem Heilwermit dem Oele aus Eucalyptus globulus überein. Das Oel von