410
Ecbalium. — Elemi.
Ecbalium.
Gepulvertes Elaterium und besonders El at er in geben mit Carbolsäure undconc. Schwefelsäure schöne Farbenreactionen. Giebt man einige Elaterinkrystalleoder etwas gepulvertes Elaterium in eine kleine Porzellansehale und setzt einigeTropfen zerflossener Carbolsäure hinzu, so erfolgt Lösung ohne besondere Fär-bung. Setzt man nun einige Tropfen conc Schwefelsäure hinzu, so tritt sogleicheine intensiv carminrothe Farbe auf, welche sich zuerst in Orange- und nacheiniger Zeit in Scharlach-Roth verwandelt. Alkalien zerstören die Farbe. Mit alleobis jetzt untersuchten anderen Alkalo'lden konnte eine ähnliche Reaction mit Car-bolsäure nicht erhalten werden. Wenn man nicht gleich zerflossene Carbolsäure-krystalle zur Hand hat, so kann man auch feste Krystalle nehmen; man mussdann einige Tropfen Chloroform oder Alkohol hinzufügen, bevor man die Schwe-felsäure zusetzt. Mit Schwefelsäure allein giebt das Elaterin keine charakteristi-sche Färbung (D. Lindo).
Schon vordem hat Dragendorff angegeben, dass Elaterin mit conc. Schwe-felsäure eine gelbe, dann schön roth werdende Färbung annimmt.
Die Elateriumgurke wird bei Hitchin (England) cultivirt. Der ElateriUBi*ertrag ist im warmen und trocknen August der reichste und beste. Der gröS"sere Theil des hier gewonnenen Elateriums geht nach Russland, wo alsobei uns ziemlich obsolete Waare noch stark im Gebrauch zu sein scheint.
Elemi.
Hirschsohn unterscheidet die Elemiharze als solche, welche durch Bro« 1gefärbt und solche welche durch dasselbe nicht gefärbt werden. Die Farbe, welch 6Brom bewirkt, ist eine grüne oder rothviolette. Die mit Brom sich färbenden werde»entweder durch mit HCl gesättigten Weingeist violett bis blau (Elemi Mexic^j"»E. occident., E. verum, E. de Manilla) oder rothbraun (Kikekunemalo) oder r°violett (Elemi Caranna) gefärbt. Kikekunemalo hat einendem Nigellasamcn »liehen Geruch und enthält als Ursache der schwarzgrünen Farbe dunkle ^^?^.faden. Die mit jener weingeistigen Salzsäure sich violett, rothviolett undfärbenden haben einen muskatnussartigen Geruch. . 0
Petroläther löst aus vielen Elemisorten 50—90 Proc, aus einigen wemg enur 30—50 Proc.
Heber Elemi und Amyrin findet sich von Buri im Neuen Rep. f. P *Lg*1876 und Jahresbericht über die Fortschritte der Pharmakognosie etc. 1° 'Jahrg. 11 eine ausführliche Arbeit, welche mehr ein theoretisches als praktischInteresse bietet.
Flückiger fand bei Vergleichung des Amyrins, dies als Terpenhydrat »genommen, mit dem von Stenhouse und Groves beschriebenen Icacin > jj^dieser Körper zum Amyrin in naher Beziehung stehe. Er giebt ihm ^i e *°mel C 4B H 74 0 = (C 5 H 8 ) 9 -t-H 2 0. Hiernach erscheint Icacin als ein Terpenhyar»^Das Icacin scheint das Amyrin in einigen Elemisorten zu vertreten. H' e ' na j nergiebt sich folgende Reihe der Elemibestandtheile: Aetherisches Oel (C r ,H 8 )2 j a t fl(C 5 H 8 ) a + H 2 0; Amyrin (C 5 H 8 )-+H 2 0; das von Fi.ückiger aufgefundene Bryoia(C 5 H 8 ) 4 + 3H 2 0; Elemisäure (C 5 H g ) 7 +0 4 .