Druckschrift 
Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
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401
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Digitalis

ßiit der zehnfachen Menge Stärke verreiben und verwendet diese Mischung zuden Reactionen: Mit einigen Tropfen conc. Schwefelsäure gemischt, so dass dieMasse Breiconsistenz behält, wird der Stärkekörper schwarzbraun; fügt man danneinige Tropfen Salpetersäure hinzu und agitirt mit einem Glasstäbchen, so er-scheint beim Schlämmen mit Wasser der Stärkekörper tiefgriin. Bei Anwen-dung von Rohrzucker erscheinen dieselben Reactionen, nur geht durch das Einzu-igen y on Wasser der grüne Körper leicht in Lösung und verschwindet so demAu ge. Beide Reactionen sind zur Erkennung sehr geeignet. Digitalinum"ystallisatum mit der zehnfachen Menge Stärke gemengt zeigt nachstehendeReactionen:

Einige Tropfen Schwefelsäure rufen eine dunkelbraune Färbung hervor.

ur eh Salpetersäure und nachheriges Schlämmen mit Wasser bleibt ein matt-S r üner Stärkekörper zurück. Dieselbe Menge Digitalinum crystallisatum mit

°hrzucker zerrieben, zeigt folgende Farbenreactionen: Dünn vertheilte Schichten

^mischt m ' t Schwefelsäure werden zuerst gelb, darauf orange; durch Agitirenendlich tief braun. Durch Hinzufügen von Wasser ist leider nicht immer eine

u 11 ? ^ eac tion zu beobachten, da der Körper in Wasser löslich ist und ver-' windet. Sowohl die Stärke- wie die Rohrzucker-Reaction sind charakteristisch.

'gitalinum cryst. mit der gleichen Menge Stärke gemischt und mit Schwefelsäuree - raun gefärbt, ergiebt auch durch Zusatz von Salzsäure und später von Wasser

, n f g r üne Masse. Das gelbe, nicht krystallinische Digitalin zeigt beierTü Anwe ndung der Stärke, Schwefelsäure, dann Salzsäure (nicht etwap HCl und dann H 2 S0 4 , was eine stürmische Chlorwasserstoffentwickelung zureolv" 6 . te ) d ' e nämlichen Reactionen wie Digitalinum purum, nur tritt beimfarh -611 ^' g ' taun nacn dem Hinzufügen des Wassers der grüne Körper intensiver

g auf. Vergl. auch die Handb. Bd. I, S. 1005 angegebenen Reactionen.g^ er giftung durch Digitalis wird von Dr. Vonhorn (ph. Centralh. 1877,Um 1 aus f u h rnc h angegeben. Ein junger gesunder Mann hatte durch 5 Wochen,^elch V ° n der MiIitärdienst P fliellt zu befreien, 13,7 g Digitalisblätter in Pillen,V , e er v °n einem Quacksalber erhalten hatte, verbraucht und musste diesesBchlu'w mit dem Tode bttssen - Er hatte also täglich nur 0,4g Digitalis ver-faul Und st,lleint mer die tödtliche Wirkung von der langen Dauer des Ge-ca es abhängig gewesen zu sein.

flüssi Bes!c htigung der Leiche ergab negative Resultate. Das Blut erschiendes m' nirgcnds geronnen, seine Farbe dunkelkirschroth. Auf der SchleimhautDe a gens, des Zwölffingerdarmes und des Dünndarmes fanden sich rothe, scharfstand 112 * 6 8tellen > welcne durch erweiterte und mit Blut angefüllte Gefässe ent-Herz 6l t Waren " Blutlosigkeit des Gehirns und der Schleimhöhlen (sinus). Dasfhw m ' t Fett überzogen, übrigens normal; die rechte Herzkammer mit

"tigern Blute angefüllt, die linke leer.

M an . 10 chemische Untersuchung wurde Sonnenschein (Berlin) übertragen.H cu gte aucü von den in einem Strumpfe der Leiche gefundenen 13 Pillenu Stück bei.

g n *? le Organe waren der Magen, ein Theil der Speiseröhre und des Zwölf-V«S.i mes > und e in -Stück der Leber. Die Untersuchung geschah nach dem

Erfahren

von Stas, und der Rückstand von der Verdunstung des Aetlier-AuS-

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'War i di<3 Reactionen des Digitalins; seine Lösung in conc. SchwefelsäureD du nkelbraun, und wurde durch Bromwasser röthlich violett,von rV deS Ma g en3 lmi Zwölffingerdarmes war grünlich. Feste Theilchen

tot p Ser Farbe P riifte raan untcr dem Mikroskope. Das mit Chloroform berei-' e H ^xtract roch nach Digitalis (?), gab die angeführte Reaction, löste sich in

»Bei-, Pharm. Praxis. Suppl. 2G