Dextrina. — Digitalis.
bildung nicht verhindert werden. Der Zweck des Dextrins ist, damit trocknewer trocken bleibende narkotische Extracte herzustellen. Dieser Zweck kannnur rnit einem glykosefreien Dextrin erreicht werden und letzteres erlangt man,wenn die Forderung der Pli. Germ., dass das Dextrin mit Jod keine Stärkemehl-leaction geben darf, wegfällt und dafür nur eine klare Lösung in Wasser vor-geschrieben wird.
Die Vorschrift erhält alsdann folgende Abänderung: Sobald die Mischungaus Stärkemehl, Wasser und Oxalsäure in der Wasserbadwärme dünnflüssig ge-worden ist, versetzt man sie mit der genügenden Menge Calciumcarbonat undsst «kalten und absetzen, um dann zu filtriren.
Dann enthält das Dextrin zwar noch viel lösliche Stärke, doch tritt diesenirgends bei der Verwendung des Dextrins störend in den Weg. Die Möglich-st, dass die Verf. der Ph. Germ, das Gegentheil dieser Behauptung aufstellen'önnten, sei keineswegs bezweifelt (Hager).
I'i'iinzösischcr Papierkitt, eine Kleistermasse behufs Aneinanderklebens vonP ler > "öl/, uud Papier, künstlicher Blumentheile etc., besteht aus gleichen Vol.^y updicker Lösungen von Acaciengummi und Dextrin mit 5 Proc. conc.
Alu
mi niumacetatlösung und 1 Proc. Aluminiumsulfat.
Digitalis.
Das heisse Infusum der Digitalisblätter wird mitunter mehrere Stunden bis
n Tag nach seiner Bereitung schleimig dick oder trübe und gelatinös.
w Umstand hat verschiedene Erklärungen gefunden. Als Ursache werden
mmelansatz in Folge zu langsamen Trocknens der Digitalisblätter und unge-
g na luft,ig 0 Trockenräume angegeben. Andere suchen die Ursache in dem
lnen > Kalkerde und Ammon enthaltenden Wasser, welches zum Aufguss Ver-
Co Ua K findet und mit dem Inosit und dem Pectin in den Digitalisblättern in
aus d k° mmt;- Nach Bernbeck (Germersheim) ist die Beimischung von Blättern
tink'• 6m er8 * en Vegetationsjahre der Digitalis, welche vorwiegend reich an Pec-
ist P ern , s ind, die Ursache des (ielaünöswerdens des heissen Aufgusses. Es
hör e8ent ^ cn > dass die Digitalisblätter der Vegetation des zweiten Jahres ange-
reicT' al8 ° - ZUr Zeit der Blntno > gesammelt werden. Dann sind sie nicht nur
er an Digitalinstoffen, sie enthalten auch nur unbedeutende Mengen Pectin.das F iSt e ' n " bler Umstand, dass nur wenige Apotheker in der Lage sind,die '^ sammeln der Digitalisblätter zu überwachen, und sollten diejenigen, welchedie S< Ri- ° g6 fÜr den Handel besorgen, mit aller Strenge darauf halten, dass nur8 CI , cr der ' n voller Blüthe stehenden Pflanze eingesammelt werden. Da
s 1 ,' U .° 1 ' 1 ' 8 Erfahrungen auch der cultivirten Pflanze gleiche Wirksamkeit zu-unt ?' S ° Wäre vieIleicllt die Cultur der Digitalis auf den Gebirgsabhängen zuernehmen. Dann wäre auch die Einsammlung der Blätter von der blühendenanze vo » und ganz gesichert.
Handbuch (Bd. I, S. 1001) ist gesagt: „Vor dem Blühen der Digitalis
gesammelte Blätter sind mehr gestielt und ohne Rudimente des Zellge-
ter , vom Stengel.« Vorher findet sieh angegeben „Den Stengelblät-
r n hängen am Grunde noch Rudimente des Zellgewebes vom
öte »gel an."
Trotz dieser Angaben vermochte man bei Besprechung jenes Gelatinöswer-ens a er Infusa keine Unterscheidungsmerkmale für die Blätter der 1- und-Jahngen Pflanze anzugeben. Beim Einkauf hat man also auf diese Merkmale■»«sonders zu achten.