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Erg.-Bd. (1884)
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Curare. Dita'in. Cyclamin.

wendeten es bis zu 0,38 endermatisch und bis zu 0,4 im Rectum an. DiesenAngaben entsprechend sind die im Handbuche angegebenen Maximalgaben ab-zuändern.

Die Aerzte haben festgestellt, dass Curare, in das Blut direct übergeführt,fähig ist, in die motorischen Nerven einen Widerstand einzuschieben, welcherdie Bewegungen sämmtlich lähmt, während die Bensibelen Nerven in ihrer Thätig-keit verharren, dass aber eine zu grosse Dosis subcutan injicirt durch Lähmungder Herzmuskulatur den Tod schnell herbeiführt.

Curare hat sich in einem Falle von Hydrophobie heilsam erwiesen. Pharm.Centralh. Nr. 25, 1879 findet sich dazu folgende Notiz: Bei ausgebrochenerUundswuth versuchte man früher die äusserliche und innerliche Anwendung vonQuecksilber, besonders die innerliche Anwendung der Belladonna, später auchdie des Morphins, Kaliumbromids, Anästhesirung mittelst Chloroforms, Aderlass,warme Bäder etc. In neuester Zeit hat man erkannt, dass Belladonna, Morphin»Chloroform, Aderlass hier völlig werthlos sind, dass sich aber Curare als Heil-mittel bewährt, wie dies Dr. Offenbekg zu Münster (Westphalen) durch eineneclatanten Fall nachweist (Geheilte Uundswuth beim Menschen, von Dr. OffeN-BEEG). Einer Frau, bei welcher die Symptome der Uundswuth zum vollen Aus-bruch gekommen waren, injicirte er hypodermatisch zur Unterdrückung derKrämpfe innerhalb 5 Stunden in Summa 0,2g Curare und der Erfolg warHeilung.

In der medicinischen Section der Naturforscherversammlung in Cassel theiltoDr. Kunze seine Erfahrungen bezüglich der Heilung der Epilepsie durchCurare mit. Derselbe hat 6 Falk; unter .SO dauernd damit geheilt. In kleinenDosen zu 0,001 erscheint ihm dieses Mittel wirkungslos und er hat dasselbe z u0,038 pro Injection angewandt: Curare 0,3, Aq. dest. 5,0, Acid. hydrochl. Gtt-12. M. S. zu acht Einspritzungen.

Dr. KNECHT berichtet von 51 Fällen der Anwendung von Curare geg eI1Tetanus, von welchen 26 Genesung ergaben, 25 mit dem Tode endeten.

Liquor Curarae ad injeetioncä subeuta-neas Kunze.

Liquor injeetorius epilepticorum Kunze.

ly Curarae 0,6.Solve calore non adhibito inAquae bis dostillatae 10,0Acidi hydrochlorici guttis 3et filtra.

D. S. Zu sechzehn subcutanen Injec-tionen ausreichend (8 Injectiouen genügenmeist zur Heilung).

Ditain, jener extractivo Stoff der Ditarindc, welchen man für einausgab, fand Harnack wie Curare wirkend.

Alkaloid

(lyclamina, Cyclamin (C 2n lI. u O 10 ), das Glyeosid des Cyclamen tiuropaeu 0Link, bildet nach Saladin kleine weisse Krystalle, nach Martius und De LUeine weisse amorphe Masse, ohne Geruch, aber von äusserst scharfem GeschinacEs ist in Weingeist und Wasser leicht, in Aether, Chloroform und Schwcfelk" '-lenstoff nicht löslich. Die wässrige Lösung schäumt nach De Luoa wie Seife»wasser und bis auf 6070° C. erhitzt scheidet es im geronnenen Zustande au-Cyclamin wird von conc. Schwefelsäure anfangs mit gelber, allmählich in ^ i0 \übergehender Farbe, gelöst. Beim Kochen mit verdünnter Mineralsäure spa