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Erg.-Bd. (1884)
Entstehung
Seite
393
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Curara. Curarinum ^^^^^^^^^^^^^^^

einen Tag hindurch mit Wasser digerirt und ausgepresst. Die Colaturen werdenan Wasserbade zur Extractdicke eingeengt. Die Gabe, die innerliche wie diehypodermatisehe, ist eine doppelt so grosse wie sie vom Curare im Handbuche

angegeben ist.

Hei der Bereitung ist die Macerationsdauer von 6 Tagen eine erfahrungs-gemäß« nothwendige. Das Extract soll bei geringer Macerationsdauer wenigerwirksam sein.

ff Cnrarinam (NC,H 3r) =:265). Von Th. Sachs wurde (Ann. d. Chem. 1878)Uirarin näher untersucht und er erzielte mit dem Acetat desselben folgendeKeactionen:

Natriumplatinich lorid erzeugt einen voluminösen,schwach gelblichweissen

Niederschlag (NC :i( .,II ;! -IICl + PtCl 2 ) der sich rasch zersetzt. Kaliummercuri-

Joüid: schwach strohgelber Niederschlag. Kaliumcadmiumjodid: weisslicher

lederschlag. (Dieses Reagens steht aber dem Kaliumquecksilberjodid so sehr an

~ m Pfindlichkeit nach, dass sich dieser Niederschlag nicht zur Darstellung des

urar ins empfiehl.) Kaliumplatinocyanid (Kaliumplatincyanür) flockiger,

Selblichgrauer Niederschlag, welcher sich beim Erhitzen grossentheils löst.

aliumplatinochlorid (Kaliumplatinchlorür) ähnlicher Niederschlag, löst sich

. J1 'tir;ills beim Erhitzen fast ganz. Beim Erkalten bildet sich eine schwache

r ubung ; die überstehende Flüssigkeit ist schön lasurblau gefärbt. Die Trübung

^'»windet auf Zusatz von Salzsäure, indem sich eine violette Lösung bildet.

0Idchlorid: röthlichgrauer Niederschlag. Der Niederschlag hält sich, wie

scheint, unter der Flüssigkeit unzersetzt, beim Abfiltriren und Auswaschen

teilweise Zersetzung ein, indem sich metallisches Gold abscheidet. Diese

8t ft . un S ' st zur Analyse ebenso ungeeignet wie die Platinverbindung. Gerb-

j,. i: nur schwache Trübung. Pikrinsäure: reichlicher voluminöser gell» r

\v 1 f 1 '' il g. Kalium liieren riehlorid: weisser voluminöser Niederschlag,

"er nach längerem Auswaschen trübe durch das Filter geht. Natrium-

r [ üs l>hat, Natriumarseniat , Kaliumjodat (jodsaures Kali), Kalium-

U | ' an id, Kaliumferrocyanid, Kaliumferrieyanid ergeben sammt-

mit T ^"". )1|lne Niederschläge von weisslicher Farbe, mit Ausnahme des letzteren,

^aliuraferricyanid erzeugten, welcher gelb gefärbt ist.

bare s a ! Z8aure8 und schwefelsaures Curarin sind unbeständige, nicht krystallisir-

Alka] ? a,1S l ^ el ^^y 80 des Pikrinsäuren Curarins abgeleuiv;J.,, U8 , ls ' ^^36^35, woraus sich das Mischungsgewicht zu

Salze. ^^^^^^^^^^

leitete Formel dieses

grösser .1 """»«"»»» "«"»»" "««*»-». O »o-------- zu 2G5 berechnet, also

den' (,s n ( '" U11 vordem ausgeführten Quecksilberbestimmung gefun-

Fa

säure

nicht.

*'arb ^*' (! ^ n 8 aDe v "" Psbter, dass Curarin mit Schwefelsäure eine blaue

säu*o i ebe ( H andb. Bd. I, 8. 988), ist unrichtig, da sich Curarin mit Schwefel-. färbt. Das Curarin findet sich im Curare an Schwefelsäure gebunden,wie RouhiN und Boussingault angeben, an Essigsäure.

wirk, Wendun 9 des Curare und Curarins. Dass Curarin 20mal stärker«"ari W ' c . Curare ' lia t sich nicht bestätigt, auch hat das schwefelsaure Cu-von d a * 8tarkere Wirksamkeit gezeigt. Jedenfalls wird man gut thun,zu 1, M Anwendu ng des Curarins abzusehen und nur dem Curare das VorrechtMilb> 86n Und / ' war mit der Vorsicht > die subcutane [njeetionsdosis mit 56Muskel ZU beginnen " iul vorsichtig zu steigern, bis man die Dosis erlangt, welcheerst n ? < ~ laffun 8 bedingt (Husemann). Schwere Wirkungserscheinungen sollen0 l." a' ~ aben vu n einigen Decigr. auftreten; es sollen selbst täglich viermal je' b injicirt vertragen werden, wie Voisin und Lionviij.e angeben. Diese