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Erg.-Bd. (1884)
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Cuprum. Kupfer in Nahrungsmitteln.

eigen sein. Es hat ein Dampf nur dann Desinfectionskraft, wenn er die Lungenirritirt, und diese Kraft ist um so stärker, je heftiger die Lungen irritirt werden.Diese Ansicht wurde der ÖLEMENs'schen Empfehlung entgegengehalten.

Liquor cnpricns kalicus Loewb, Julius Lowe's kalisehe Kupferlösmig.15,621g hydratisches Kupferoxyd (entsprechend 40g krystallisirtem Kupfer-vitriol), 30g Glyeerin, 80 CC. Aetznatronlauge von l,34spec. Gew. (odereine Lösung von 27 g geschmolzenem Aetznatron in 55 CC. Wasser) und 160 CCdestilll. Wasser werden im Wasserbade digerirt, bis Auflösung erfolgt ist unddann die Lösung bis auf 1155 CC. mit Wasser verdünnt. 10 CC. dieserLösung entsprechen 0,05 g wasserfreiem Traubenzucker.

Man hat vorgeschlagen behufs Conservirung der kaiischen KupferlösungSalicylsfture anzuwenden. Ein solcher Zusatz ist zu meiden, da er den quanti-tativen Reactionszweck stört. Der bereits im Handbuche angegebene Zusatz vonGlyeerin wirkt dauernd conservirend.

Kupfer und Kupferverbindungen in Nahrungs- und Genuss-mitteln. Dass Kupfer- und Kupfersalze keine directen Gifte sind, sie über-haupt den Giften nicht angehören, glaubt M. v. Galipe durch eine lange Reihephysiologischer Versuche nachgewiesen zu haben. Die in Wasser löslichen Ver-bindungen wirken zwar brechenerregend, jedoch nur vorübergehend, und nie letal.Ein 8k schwerer Hund erhielt z.B. 124 Tage hindurch 72g, täglich circa 0,5gKupferacetat. Erbrochen und Durchfall trat neben grosser Fresslust ein. Die260 g schwere Leber des getödteten Thiers lieferte 0,31g Kupfer. Ein andererHund erhielt in 122 Tagen 43g, ein dritter in 151 Tagon 65g, ein vierter in150 Tagen 98 g Kupfervitriol. Der letztere Hund hatte geworfen und in »erLeber der jungen Thiere fand sich ebenfalls Kupfer. In der grossen GrünsP' aT1 'fabrik zu Montpellier sind niemals Erkrankungsfälle beobachtet, welche annehme"Hessen, dass sie durch Kupfersalze veranlasst seien.

So schön diese Erfahrungen erscheinen, so sind sie jedoch mit Reserve auf'zunehmen, denn Hunde vertragen überhaupt, wie auch Burg und Ducom (Journ-de Ph. et de Ch. T. 25 P. 546) durch Versuche bestätigen, die Kupfers»'* 6leichter als Menschen.

Das schwarze Kupferoxyd ist ein sicheres Mittel den Bandwurm zu tödteund wurde es vielmals, in einem Falle selbst in starken Tagesgaben zu *> ~eine Woche hindurch gegeben, ohne dass bei Vermeidung saurer Speisen aUSSCstark vermehrtem Appetit eine lästige Neben- oder Nachwirkung sich einstellte. H A< '.''Hess das schwarze Kupferoxyd in Tagesgaben zu 0,5 g zwei Wochen ß ' nte !. e 'uj;ander nehmen, jeden Tag, den Zustand des Bandwurmträgers controlirend. ^ lCnur verschwanden die durch den Bandwurm veranlassten Krankheitssympt°schon am dritten Tage, der Appetit war ein auffallend verstärkter und dasfinden des Kranken ein solches, wie bei einem vollgesunden Manne. Nach der i>konnten auch nicht die geringsten Nachwirkungen beobachtet werden, obg» elin den letzten Tagen des Gebrauches des Kupforoxyds saure Speisen S en ^ 8 Lwaren. Der Urin enthielt kein Kupfer, wohl aber die Faeces, selbst 5 l a »nach Ablauf der Kur. il9

Wenn auch nach solchen Erfahrungen die Kupferverbindungen nichtGifte aufzufassen sind, so müssen sie doch den starkwirkenden Arzneistoffen lgezählt und Verunreinigungen der Nahrungs- und Genussmittel, so wie auchArzneistoffe mit Kupferverbindungen als angehörig und der Gesundheit nichfraglich erachtet werden. Hier kommt es wesentlich auf das Maas« der Ver ^ rf jreinigung an, denn ein Genussmittel, welches nur Spuren Kupfer enthalt;