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Erg.-Bd. (1884)
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380
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Croton. Curcas.

M.

(3) Collodiuin crotonatnm.

C roton ö Icollodium.

Olei Crotonis 2,5Collodii elastici 7,5.

(4) Mixtura antispastica

Killiet et Bakthez.

w

Diese Mischung wird in Stelle des Cro-tonöls behufs Reizung der Haut undPustelerzeugung angewendet. Sie gewährtden Vortheil, dass das Aufgestrichne nichtverwischt werden kann.

Olei Crotonis 0,1Sacchari albi 10,0Gummi ArabiciTincturae Cardamomi ana 2,0Aquae destillatae 60,0.emulgendo.D. S. Mehrmals täglich einen Thee-löffel (bei Meningitis cerebralis od. Gehirn-hautentzündung).

M.

Semina Curcadis (Handb. Bd. I, S. 960). Die Mutterpflanze, Curcas pur-gans, soll auf Cuba und in Neu-Granada zu Hause sein und in allen tropischenLändern cultivirt werden.

Hanausek giebt (Zeitschr. d. österr. Ap.-Ver.) folgende Charakteristik derSamen an:

Die Samen sind länglich eirund (mit sehr abgerundeten Spitzen), habeneine Länge von 18 20 mm, eine Breite von 810 mm und eine Dicke von78 mm. Der Rücken ist ziemlich stark gewölbt, in der Mitte sichtlich durcheine rippenähnliche Erhöhung getheilt.

Die Bauchfläche ist symmetrisch zur deutlich entwickelten Nabellinie ge-drückt. An dem einen Ende des Samens befindet sich eine harte graubrauneSchwiele, an deren Grunde der Nabel stark hervortritt. Die Samenschale ist hieretwas vorgezogen. Ist die Schwiele (Keimwülstchen) abgestossen, so bemerkt manan dieser Stelle eine lichte seichte Vertiefung. Die harte circa 0,5 mm dickelicht- oder dunkelbraune Samenschale ist aussen am Rücken glatt, an derBauchflächo rissig und rauh. Die glatte Seite ist vom Schwielenende gegen dasandere Ende zart längsgestreift, dagegen die Bauchseite vielfach durch die ÜB'regelmässigen Risse licht geädert. Gesprenkelte oder scheckige Stellen, wie solchebei den Micinus-Arten vorkommen, sind hier nicht vorhanden.

Die innere Fläche der Samenschaleist gleichmässig licht graubraun, ähnlich jener derRicinussamen. Die innere Samenhaut ist weiss,etwas runzelig, weich und zart und stark glänzend(nicht silberglänzend).

Der Samenkern besteht aus einem gelblich"weissen ölhaltendcn Eiweisskörper, von welchem deiKeim eingeschlossen ist. Der Keim ist aus denzwei stark klaffenden, zarten, gewölbten, eirunden,fünfhervigen Samen läppen und aus dem ca. So 10langen, 1 mm dicken, gegen den Nabel gerichtetenWürzelchcn gebildet.

Der Samenkern enthält Zucker, Gummi, wenigscheide und vorgezogene spitze äor freie Aepfelsäuro (?), etwas fette Säure, scharteSm Ä^'E»b S ^U 6 »m^ nf - festes Harz und fettes Oel (SOUBEIBAS). P***

Tier und Caventou fanden eine scharfe flüchtig 0Säure, Jatrophasäure, welche nach Soübeiran aber nur im Tigliumsa möJvorkommen soll. . , l

Oleum Curcadis. Das Oel der Samen ist dem Provencoröl ähnlich, le'C«flüssig, wird leicht ranzig und setzt hierbei eine Fettsäure in mikroskopisch kleine"Krystallon ab. Spec. Gew. 0,947. Das Oel enthält Jatrophasäure, welche diedrastische Wirkung bedingen soll.

Fig. 58. Samen von Curcas purgansvon der Itückenfliiche gesehen, rripponartige Erhöhung, S Samen-