Crocus. Safran-Untersuchung.
Die ehemische Prüfung des echten Safrans ist bereits ausreichend im Hand-buch (Bd. I, S. 954, 955) angegeben. Hinzuzufügen wäre noch:
Der Safran-Farbstoff ist leicht löslich in Wasser und kann daraus durchAmylalkohol ausgeschüttelt werden. Curcumafarbstoff geht auch in Amylalkoholüber. Benzol nimmt den Farbstoff aus wässriger Lösung nicht auf. Setzt manzu 3—4 CO. conc. Schwefelsäure circa 1 CO. des wässrigen Safranauszuges, sotarbt sich die Mischung gelbroth. Verdünnt man die Mischung nach Verlaufeiner Stunde mit dem 5 fachen Vol. Wasser und betrachtet sie alsdann gegeneine weisse Papierfläche, so erscheint sie gelblich, nicht aber röthlich (wie beiGegenwart von Curcuma). Mischt man gleiche Volumen wässrigen Auszuges undG'ycerin, giebt dann ein halbes Vol. conc. Schwefelsäure hinzu und betrachtetflach einigen Minuten die Mischung gegen eine weisse Papierfläche, so erscheintder Safranauszug braun bis chocoladenbraun, Curcuma- und Santelholzauszug nurSeiblich bis gelb. Das Extractquantum aus gutem Safran muss mindestens 36°roc. betragen und steigt bis zu 42 Proc.
Die Verfälschung des Safrans mit extrahirtem und dann mit Carmin°uer atnmonikalischer Carminlösung aufgefärbten scheint besonders in Englandflfld Frankreich vorzukommen. Hager ist ein solcher, Carmin enthaltender nureinmal vorgekommen. Zur Erkennung desselben prüft man die Farbekraft, be-ftunmt den Extractgehalt und beobachtet das Verhalten beim Untertauchen undMaceriren sowohl in Salpetersäure von 1,180 spec. Gew., als auch in 2,5 proc.Aetzammon.
Die Farbekraft des Safrans ist stärker als die der Surrogate desselben.}* g des Safrans mit 10 CC. Wasser übergössen und bis zum Aufkochen erhitztsiebt eine Flüssigkeit aus, von welcher 5 CC. ausreichen, 7,5 Liter Wasserentlieh gelb zu färben. Mit dieser Mischung füllt man einen 1 Ctm. weiteneagireylinder und betrachtet die Flüssigkeitssäule gegen weisses Papier. DieUrr ogate des Safrans oder ausgezogener Safran ähnlich behandelt liefern eineiMoso Mischung mit jener Menge Wasser. Jene 10 CC. Auszug aus besterösterreichischer Waare färben selbst noch 20 Liter Wasser gelb.
Fig.
'3- Sf Saflorlilüthe, Co. BandMüthe derCalendula officinalis.
Tl Floischfaser, »J IVlloakorner des „».Bors, Co. Pollenkorner der BingelWume, Calendulaofficinalis. s Safran. lOufaclio Vergr.
Ein gröbliches Safranpulver kann auch der Probe mit Salpetersäure (Handb.
f a - l > S. 954) unterworfen weiden. Unter der Lupe sieht man die Theile der
emden Blüthen alsbald erblassen. Ein Aufbrausen lässt beigemischte Carbonate
er kennen. Die Asche darf 8 Proc. nicht übersteigen. Zur Beschwerung werden