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Cadmium. — Caladium
das Schwefelcadmium sowie das Schwefelkupfer nicht löslich sind, auch soll mandas Cadmium bei der Analyse nicht nur in der Fällung mittelst Schwefelwasser-stoffs, sondern auch in dem Macerat der Schwefelmetalle mit Schwefelammoniumaufsuchen.
Puritas, Haar-Verjüngungsmilch für graue Haare, zur Wiederherstel-lung ihrer ursprünglichen Farbe von Otto Fkanz & Cp. (Wien, Mnriahilferstr. 38).Eine Flasche mit 165g Inhalt, bestehend aus 40g Glycerin, 106g Wasser, 3g kry-Stall. Soda, etwas Natriumhyposulfit enthaltend, 15g Schwefelcadmium und 1,3gSchwefelzink. (Hageb, Analyt.)
Caladium.
Dießenhachia seguina Schott, Caladium seguinum Ventenat, Arumseguinum Linn., Schweig-Kohr, eine in Süd-Amerika, den südlichen Nord-Amerikanischen Freistaaten und auch in Ostindien einheimische, höchst giftigeAroi'dee, der Gruppe der Anaporeeu angehörend. Sie wird hier und da in un-seren Gärten gezogen.
•{• Herta recens Caladii segnini, Rhizoma mens Caladii segnini, Snccns recensCaladii segnini. Dieses Schweigrohr gilt als die giftigste Pflanze unter denGiftpflanzen. Der Saft ist an und für sich giftig, aber er enthält oder in ihmsind rhaphidische Gebilde suspendirt, welche mit der Haut in Berührung in diePoren eindringen und lebensgefährdende Entzündungen bewirken können. In derKochhitze wird die Giftigkeit der Pflanze und ihres Saftes vernichtet. Hagebsagt pharm. Centralh. 1878, S. 36 über diese Pflanze:
Der Saft der frischen Pflanze ist überaus scharf und ätzend, so dass schonsehr kleine Mengen desselben in die Verdauungswege eingeführt, Entzündungderselben und gefährliche Intoxication hervorrufen. Auf Leinen macht er un-vertilgbare Flecke und könnte er als unauslöschliche Tinte Verwerthung finden,wäre er nicht so giftig. Er ist also ein Verwandter der Balsamflüssigkeit in denAnacardien. Es wird erzählt, dass das weidende Vieh, welches die Blätter nichtfrisst, aber in dieselben hineinbeisst, dies mit Anschwellung der Zunge und Ent-zündung der Schlingorgane büssen muss. Diese Notiz soll uns Pharmaceutennur zur Vorsicht mahnen, beim Zerquetschen der Blätter und dem Auspressendes Saftes mit der grössten Vorsicht vorzugehen. Ein geringes Spreutröpfchenauf der Haut bewirkt ein heftiges stechendes und juckendes Brennen, dann Ge-schwulst. Die eine Person ist gegen diesen Saft empfindlicher als die andereund in einem Falle genügte ein auf die Hacke geschleuderter Tropfen, obgleicher alsbald abgewischt wurde, eine rosonartige Entzündung der betreffenden Ge-sichtshälfte, dass für das Leben des Betroffenen wenig Hoffnung blieb. Nach derHeilung fand sich ein herpetischer Ausschlag ein.
Das Rhizom scheint einen verdünnteren Saft zu enthalten und es wurdeseiner Zeit von amerikanischen Aerzten gerade dieser Saft gegen Pruritus pu-dendorum empfohlen. Man sollte 15 bis 20 Tropfen des Saftes in einen Tassen-kopf Wasser geben und mit dieser Mischung Waschungen machen.
Nun ist es eine wunderbare Beobachtung, dass die Tinctur die Schärfe desfrischen Saftes nur noch zu einem Brnchtheil zeigt. Die Ursache dieser Erschei-nung ist folgende. In dem Safte sind kleine mikroskopische Krystalle (Rha-phiden), vielleicht aus einem Oxalat bestehend, welche in die Poren der Hauteindringen und die Entzündung bewirken. Weingeist löst diese Krystalle nichtund wie es scheint, geht nur ein geringer Theil derselben durch das Filter.Daher wird es erklärlich, dass eine durch ein dichtes Fliesspapier oder ein