Caladiuni. — Calanius. — Calcaria.
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Doppelfilter gegossene Tinctur die Unschuld selber ist. Hier finden wir aueh■wohl oine Erklärung, dass ein Dr. Sciiolz die Tinctur als ein Speeificum gegenPruritus empfehlen, Dr. Carl Mayer aber gar keinen Heilerfolg constatirenKonnte. Vielleicht auch entsprang Scholz's Empfehlung dem „similia similibus"aer Homöopathen, denn der Saft erzeugt ja heftiges Jucken.
Das Schweigrohr erlangt bei uns eine Höhe von 1 — 2 m. An der Spitze
e , S . " ten gels sind die länglichovalen zugespitzten weissgefleckten Blätter sehopf-?% gestellt. Die Blüthenscheide ist blassgrün und kürzer als der Blüthenkolben.
er Geruch der Blüthen ist faulig, cadaverös.
Einsammlung und Aufbewahrung. Dass der Einsammelnde alle Vorsicht an-zuwenden hat, er hierbei mit bedeckten Händen und einer Scheere agiren muss,
ass beim Zerschneiden mit der Scheere und dem Auspressen des Saftes desKrautes, der Blätter und Blüthen ein Bespritzen des Gesichtes oder der Händesorgfältig zu vermeiden ist, folgt aus dem vorhin Erwähnten. Der Saft wird mit{.., °°' Amylalkohol versetzt und in dicht verkorkten Piasehen aufbewahrt. So
alt sich der g^ unen dliche Zeit hindurch. Zur Verwendung wird er umge-acnüttelt. Der Aufbewahrungsort ist der Raum für die directen Gifte.
Anwendung. i n Amerika gebraucht man die Abkochung der Pflanze zu
a ern und Pomentationen gegen Hydrops, Gicht, zu Bähungen bei Obstructionen,aen mit Wasser verdünnten Saft zu Waschungen gegen Pruritus pudendorum.
Tinctura Caladii seguini wird rationell dadurch bereitet, dass man gleicheiüeue des frischen Saftes und 90proc. Weingeistes mischt und durch Leinwand
ourt, nicht filtrirt. Zum Gebrauch ist jedesmal umzuschüttein. Die in dengesc* ^h eingeführte Tinctur wird in der für die narkotischen Tincturen vor-8 nnebene Bereitungsweise hergestellt. 5 Th. des zerschnittenen frischenautes we rden zerstampft mit 6 Th. 90proc. Weingeist gemischt, einige Tageienn p i, nn UntOT Aus P ressen colirt und filtrirt. Durch die Filtration werdenabgesch" l geMd6 beseitigt und damit die Wirkung der Tinctur bedeutend
d • °™ 2—3—5 Tropfen mehrmals täglich gegen Pruritus. Maximal-Einzeln-8 lü Tropfen oder 0,3 g, Maximaldosis auf den Tag 1,5 g.
Mixtura antiprurltica Scholz.
ijc Tinctura e Caladii seguini 0,6 (—1,5)Aquae destillatae 150,0Syrupi Sacchari 30,0.
D. S. Stündlich einen Esslöffel.
Calamus.
Sareptabalsam, angeblich ein aus verdünntem Weingeist bestehendes Destillataus Kalmusrhizom und Lavendelblüthen, mit Curcuma gelb gefärbt.
Wimdertriinkleiii, Johann Treitler's, Einsiedlers beim Spittelberge bei Glaz,ist ein Aquavit mit Bestandteilen des Kalmusrhizoms.
Calcaria.
Calciumoxyd in deutlichen hexaedrischen Krystallen wird durch Glühenvon Calciumnitrat bis zur vollständigen Zersetzung gewonnen (ähnlich wie Baryum-