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Borax. — Bromum.
wrungene Wäsche (1 Korb = 30 bis 40 Stück) wird in 5 Maass jener heissen Lö-sung, verdünnt mit 4 Maass kaltem Wasser, geschweift und ausgewrungen. 4) Das-selbe geschieht nochmals in einer Mischung von 7 Maass jener heissen Lösung und
3 Maass kaltem Wasser. 5) Dasselbe geschieht nun in jener, aber siedend heissenLösung (12 Maass). 6) Endlich wird mit reinem Wasser gespült etc. VorhandeneBlut-, Fett- und Schweissflecke werden mit den Händen extra gerieben etc.
Das Waschpulver besteht aus 30 Proc. Borax, 61 Proc. halb verwitterter Soda,
4 Proc. Kochsalz, den Verunreinigungen der käuflichen Soda, 5 Proc. Mais- undWeizenstärke mit anhängender Klebersubstanz. Herr Franz Palme verkauft 500 gdieses Pulvers für 2,40 Mark. (Hager, Analyt.)
Borocat nach Jannasch ist ein patentirtes Salz, ein Doppelsalz aus den Mono-carbonaten des Natrium und Kalium bestehend, ist als Antisepticum und Fleisch-conservirungsmittel empfohlen. Nach einer anderen Mittheilung stellt man dasBorocat in grösseren Quantitäten derart her, dass man gleiche Gewichtstheile Chlor-kalium, salpetersaures Natrium und Borsäure in Wasser löst und nach der Filtrationbei massigem Feuer zur Trockne eindampft. Das in der Weise gewonnene Salzbesteht nun aus Natriokaliumborat, Kaliumnitrat und Natriumchlorid.
Kalliston, Burnett's, von Joseph Burnett & Comp. (Boston), ist ein Boraxenthaltendes Waschmittel (Chandler, Analyt.).
Orientalische Kopfschuppen-Kräuter-Essenz von St. C. Czene, Edler vonJanostalva (Wien), ist irgend ein Krautaufguss (Wegerich) versetzt mit Borax, Sodaund sehr wenig Salmiak. (Hager, Analyt.)
Paphian-Lotion oder Floral Beautifler von Phalon and Son (Neu-York) istdem Kalliston ähnlich. (Chander, Analyt.)
Sei de conserve, Mittel zur inneren Desinfection, ist ein reiner Borax, (v. Cton,Analyt.)
Bromum.
Amerikanisches und Englisches Brom stehen an Reinheit dem Deutschen sehrnach, allerdings sind jene billiger, aber nur da verwendbar, wo im Laufe der Dar-stellung der Bromide eine Reinigung von selbst erfolgt.
Nach Julius Philipp (Berichte d. d. eh. Ges.) erstarrt reines Brom bei— 7,2 bis —7,3° C, ein nicht völlig reines bei —9 bis —10°, ein chlorhaltigesnoch nicht bei —15°.
Bromoform im Brom ist auch dadurch erkennbar, wenn man Brom mitKaliumjodidlösung zusammenbringt und das ausgeschiedene Jod mit Natriumhypo-sulfitlösung entfärbt. Bromoform schwimmt in Tröpfchen herum und kann dannauch durch den Geruch erkannt werden.
Chemie u. Analyse. Zur Erkennung und Bestimmung von Brom, Chlor undJod nebeneinander findet sich unter Jod ein Verfahren von Ed. Donath ange-geben. Ein anderes für den Pharmaceuten ausreichendes Verfahren beruht aufder Löslichkeit des Silberbromids in Aetzammon und seine Unlöslichkeit in heisserAmmoniumcarbonatlösung, in welcher letzteren beim Aufkochen Silberchlorid leichtlöslich ist. Andererseits ist Silberjodid weder in dieser Lösung noch in Aetz-ammon löslich. Nur unbedeutende Spuren entgehen der Erkennung (Hageb).Auf dieses Verfahren gründet sich im Handbuch die Prüfung des Broms aufChlorgehalt.
Auch die unter Kalium bromatum angegebene VoßTMANN'sche Methode istbeachtenswerth, nur ist die Ueberführung des Broms in Kaliumbromid nicht zuumgehen. (Siehe weiter unten.)
Ein weiteres Verfahren giebt Guyakd an. Der Prüfung des Broms aufChlor- und Jodgehalt geht die Ueberführung in Bromid resp. Chlorid und Jodidvoraus. Im Falle die Haloide ganz oder zum Theil als Chlorate, Bromate undJodate vorliegen, ist es nöthig, dieselben mittelst schwefeliger Säure zu reduciren-